Natürlich soll die als Frage formulierte Überschrift provozieren 😉 Bei mir setzt sich immer mehr der Eindruck fest, dass der überwiegende Anteil der Finanzblogger maximal 40, männlich und unselbständig beschäftigt ist. Auch ich bin hier wohl keine Ausnahme. Mir sind zwar einige löbliche Ausnahmen aus meiner Leserschaft bekannt, zu denen ich bereits Kontakt hatte. Ich wage aber zu bezweifeln, dass dies mehr als 10% der Interessierten zum Thema personal finance sind. Es würde mich sehr freuen, wenn ich mit meinem Eindruck völlig falsch liege – also bitte um Widerspruch in den Kommentaren!

Dieser Artikel soll die Frage aufgreifen, ob es eine Ursache dafür gibt, dass die Beschäftigung mit Finanzthemen besonders eine junge Zielgruppe anspricht. Dabei wird auch der Aspekt beleuchtet, dass gerade ältere Menschen durch ihr Finanzleben zusehends herausgefordert werden. Schließlich werden Auswege aus diesem Spannungsverhältnis aus jungen finanzaffinen und alten, eher finanzfernen Personengruppen gesucht.

Ist doch super, dass sich so viele Junge um das Thema finanzielle Freiheit kümmern!

Als stets positiv denkender Mensch möchte ich eingangs die Situation begrüßen, dass sich viele junge Menschen um ihre finanzielle Freiheit Gedanken machen. Als positive Leuchttürme sein hier Dominik von finanziell-frei-mit-30.de (hier der Link zum Interview), Thomas von sparkojote.ch (hier der Link zum Interview) oder auch Florian von finanzleiter.com (auch hier der Link zum Interview) genannt. Das ist insofern großartig, denn wer früh beginnt kann einige wichtige Abzweigungen nehmen, um den Weg in Richtung finanzielle Freiheit erfolgreich zu gehen, konkret:

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So weit so gut, diese positive Perspektive hat auch eine deutliche Kehrseite der Medaille. Wer nämlich in seinem Lebensalter schon fortgeschritten ist, braucht es erst gar nicht versuchen. Die Zeit zum Aufbau von Kapital und Businesses könnte ja schon zu kurz sein. Es daher gar nicht erst versuchen, also ohne Versuch aufgeben. Auch der Gedanke „Hätte ich damit nur mit 20 begonnen!“ mag unbequem sein. Das wäre aus meiner Sicht eine sehr traurige Position! Kontrolle über seine finanzielle Position zu erlangen ist nämlich in jeder erdenklichen Lebenslage sinnvoll. Mit dem Sparen kann man auch später im Leben beginnen, natürlich ist die Anpassung eines bereits gehobenen Lebensstandards vielleicht weniger gemütlich. Der Stein des Zinseszinses kann jederzeit ins Rollen gebracht werden. Und so weiter. Also alles keine endgültigen Ausreden, um nicht dennoch auf den Weg zur finanziellen Freiheit aufzubrechen.

Lebensalter und Management der eigenen Finanzen vertragen sich aber leider nicht

Jetzt kommen die bitteren Nachrichten. Jüngst las ich einen Artikel im Economist, der sich mit dem Finanzleben älterer Menschen beschäftigt. Zusammenfassung ist, dass es ab ca. 50 Lebesjahren mit der Fähigkeit des Menschen sinnvolle finanzielle Entscheidungen zu treffen rapide bergab geht. Finanzen sind ein besonders komplexer Lebensbereich, da sowohl Wissen und Judgement gefragt sind. Daher fällt es Menschen mit zunehmendem Lebensalter immer schwerer, ihre Finanzen verantwortungsvoll zu mangen. Auch nimmt die Gefahr, finanziellen Betrügereien auf den Leim zu gehen, mit zunehmendem Alter dramatisch zu – und dabei wird es noch deutliche Dunkelziffer geben. Schließlich sind dabei noch gar nicht besonders schlimme Fälle von Demenz, physischen Behinderungen usw. angesprochen.

Diese mögliche Erklärung wird wahrscheinlich noch durch eine geringere Online-Affinität älterer Menschen verschärft. Dadurch wird es noch unwahrscheinlicher, dass das Pull-Medium Online, Blogs & Co. von älteren Zielgruppen genutzt werden. Es unterbleibt daher eine weitergehende, unabhängige Information zu Finanzthemen aus dem Internet.

Mögliche Auswege aus dem Schlamassel

Da ich diese Situation äußerst unbefriedigend finde – gerade vor dem Hintergrund einer zunehmend alternden Bevölkerung in Europa – möchte ich einige gegensteuernde Gedanken aufzeigen. Diese Gedanken gehen davon aus, dass jeder insb. auch jüngere Finanzblogger hier etwas tun kann, um hier seinen Beitrag zu leisten.

  • Ein kursorischer Blick durch die diversen Finanzblogs zeigt, dass überwiegend eine junge Zielgruppe angesprochen wird. Es mangelt zuweilen also auch am Angebot entsprechender Beiträge und Ratgeber, wie vorzugehen wäre. Während das einigen wenigen Blogs – z.B. der-privatier.com eine Flut an Traffic bescheren sollte, könnte das mangelnde Bespielen der Zielgruppe 40+ für viele als Chance genutzt werden. Vielleicht gibt es ja auch so etwas wie angebotsinduzierte Nachfrage…
  • Mein zweiter Punkt ist ein Appell an die Push-Medien im Bereich Print und TV. Eine unvoreingenommene und aufgeschlossene Berichterstattung gerade zu personal finance Themen wäre wünschenswert. Gerne würde ich deutlich mehr wie z.B. Artikel des Finanzrockers in diversen Zeitschriften sehen. Die Blogger-Szene könnte hier durchaus auch eine aktive Rolle übernehmen.
  • Finanzen sind ein besonders heikles, weil vertrauensvolles Thema. „Über Geld spricht man nicht“ kann daher denke ich besonders gut im Familienverband überwunden werden. Gerade eine generationenübergreifende Finanzplanung könnte ja sehr vielversprechend sein. Man bedenke, dass viele kleine und größere Vermögen in den nächsten Jahren übergeben werden. Eine Fehlentscheidung z.B. große Geldbeträge auf Tagesgeldkonten zu parken könnte einen signifikanten Unterschied für die nächste Generation machen. U.a. deshalb könnten die Jungen ein Eigeninteresse haben, sich hier aktiv einzubringen. Wann hattet Ihr also das letzte Geldgespräch mit Euren Eltern, ohne dabei Bittsteller zu sein wollen?
  • Schließlich können auch Banken alternde Bevölkerungen als Potenzial sehen und jahrelang bestehende Kundenbeziehungen (und damit etabliertes Vertrauen) nützen. Typischerweise werden nur junge Kunden als besonders potenzialträchtig gesehen, gerade weil der Abschluss von Baufinanzierung, Versicherungsverträgen und Ansparmodellen besonders rentabel erscheinen. Gleichzeitig könnten Banken sich hier bewusst vorwärtsgerichtet aufstellen, ältere Bevölkerungsschichten ansprechen und gezielt Kundeninteraktion und Angebote zuschneiden. Dabei könnte es zu auch zu einer behutsamen Begleitung in Richtung digital banking gehen.

Mein Fazit ist daher zweigeteilt: Erstens, alle Jungen mögen ihren Weg zur finanziellen Freiheit mit unveränderter Radikalität fortsetzen. Alle Älteren, mögen sich den o.g. möglichen Ausreden widersetzen und einen positiven Startpunkt in Richtung verantwortungsbewusster Gestion der finanziellen Angelegenheiten setzen. Die soeben ausformulierten Ansätze können helfen, hier einen Kick-Start hinzulegen und eine Aufbruchsstimmung auch mit gehobenem Lebensalter zu erzielen. Wenn die vier genannten Punkte aufgegriffen werden, kann hier sicher positives Momentum geschaffen werden. Es kommt nämlich mE auf das positive Delta zum eingeschlagenen Pfad an und nicht nur auf etwaige angesparte, absolute Geldbeträge.

Bei diesem Artikel würde ich mich besonders auf Kommentare freuen. Einerseits von Älteren Lesern, die mir beweisen, dass meine Einschätzung falsch ist. Andererseits natürlich auch weiterführende Gedanken, wie das genannte Spannungsverhältnis zwischen finanzaffinen Jungen und finanzfernen Älteren zu überwinden ist. Vielen Dank!

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20 Gedanken zu “Sind alle Finanzblogger und ihre Leser unter 40?

  1. Gut, dann oute ich mich mal als alten Sack und erkläre, warum ich mich zwar stark für personal finance interessiere, aber nur selten in Finanzblogs aktiv werde und auch selber keinen betreibe.

    Die Bedürfnisse der Menschen ändern sich mit dem Alter. Wer im Alter nichts anzulegen hat, wird von den Finanzblogs wohl eher deprimiert und bleibt ihnen fern. Und wer früh (und klug) angelegt hat, hat im Alter grössere Beträge und damit andere „Sorgen“ als die jungen Finanzblogger. Und diese „Sorgen“ der erfolgreichen Anleger eignen sich wenig fürs Bloggen.

    Auf einem US-amerikanischen Blog habe ich kürzlich eine spannende Analogie zu den Rechenoperationen gelesen. Es gibt doch die Regel, dass Potenzierungen zuerst berechnet werden müssen, dann Punktrechnungen (z.B. Multiplikationen) und erst dann Strichrechnungen (Additionen und Subtraktionen). Das gilt grundsätzlich auch beim Vermögensaufbau: Potenzierungen (Zinseszins) sind grundsätzlich am wirkungsvollsten, Multiplikationen (renditestarke Anlagen) sind mittelmässig wirkungsvoll und die geringste Wirkung kommt aus den Strichrechnungen (Sparleistung). Dumm ist nur, dass die Anleger diese Reihenfolge chronologisch gesehen in umgekehrter Reihenfolge durchlaufen müssen:

    • In einer ersten Phase des Vermögensaufbaus sind die Strichrechnungen wichtig: Die Differenz von Plus (Einnahmen) und Minus (Ausgaben) soll zu einer möglichst hohen positiven Sparleistung führen. Hier geht es ums Optimieren von Einnahmen (Ausbildung, Berufswahl, Wahl des Arbeitgebers, Karriere, Nebenjobs, Unternehmertum, Weiterbildung/Kompetenzaufbau/Persönlichkeitsentwicklung) und ums Minimieren von Ausgaben (Schuldenabbau, Frugalismus, Verzicht, Aufschub, Preise vergleichen, kein Statuswettbewerb, keine Lifestyleinflation, Haushaltsbuch, DIY, Absicherung fundamentaler Lebensrisiken). Da die meisten Finanzblogger jung sind, drehen sich ihre Themen häufig um diese Aspekte.

    • Anschliessend steht die Multiplikation im Vordergrund, indem das Ersparte durch Investitionen und die daraus entstehenden Einkommensströme vervielfacht wird (weg vom Sparbuch; Rendite optimieren durch ETF, Aktien, Immobilien, P2P usw.; Gebühren senken; Diversifikation; Asset-Allokation; Rebalancing). Das kann man zwar schon ab 100 Euro machen, richtig interessant wird es aber erst mit grösseren Beträgen, die man erst gespart hat, wenn man das mit den Strichrechnungen auf die Reihe gekriegt hat. Auch dieser Teil steht bei den jungen Finanzbloggern noch im Fokus.

    • Abschliessend geht es dann um exponentielles Wachstum (potenzieren), d.h. um das Erzielen von Zinseszins. Hier sind Zeit und Geduld, Durchhaltevermögen, buy and hold, Steuern sparen, Übergabe des Vermögens an die nächste Generation usw. die wichtigen Themen. Diese Themen, die bei erfahrenen und erfolgreichen Anlegern im Fokus stehen, sind nun für Blogs gar nicht mehr so interessant. Wenn man mal alles gut aufgegleist hat, sollte man nicht mehr ständig traden, sondern einfach geduldig warten und die Ernte einfahren. Hier stellt sich nicht mehr die Frage, ob (regelmässig) ein Kaffee im Starbucks getrunken werden soll, sondern ob es ein Motorboot, ein Wohnmobil, eine Familienweltreise oder ein Sportwagen sein soll. Und in einem Blog mit älterer Zielgruppe könnte nur geschrieben werden, dass dies alles kontraproduktiv ist. Aber das wissen wohl die meisten, die es bis dahin geschafft haben schon selber… Der Blog wäre damit schnell langweilig.

    Natürlich ist immer alles wichtig, der Hebel verändert sich aber im Verlaufe eines Anlegerlebens: In der dritten Phase (potenzieren) ist es z.B. nicht mehr extrem relevant jeden Cent zu sparen. Dafür wird hier z.B. das Thema Steuern/Erbschaft virulent, was in der ersten Phase noch nicht so prioritär war.

    Viele Finanzblogger stehen (ganz) am Anfang ihrer finanziellen Laufbahn. Sie haben nur die Sonnenseite der Börse erlebt und träumen von stetig steigenden Börsen. Sie schreiben einander ab und geben Tipps für Schönwetter-Anfänger. Als junge, angestellte Singles ohne Familie ist ihr Leben auch schön einfach und prognostizierbar.

    Bei älteren Menschen ist das Leben jedoch komplexer geworden. Als etwas erfahrener Anleger (seit ca. 1992) habe ich mehrere Ups und Downs am Finanzmarkt erlebt, ein Mehrfamilienhaus gekauft, eine Firma gegründet, eine Familie gegründet usw. Die finanzielle Freiheit ist in Griffnähe – aber dazu bloggen, das wäre nicht sooo interessant.

    So, nun bin ich gespannt, ob es noch andere alte Säcke gibt, die ihre Stellungnahme posten.

    Der Goldhamster

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  2. Ich bin 48 Jahre jung, Selbständig mit einem Handel- und Handwerksbetrieb und kümmere mich um finanzielle Freiheit bereits seit Beginn meiner Ausbildung, also über 30 Jahre. Nach meiner Rechnung ist es in etwa 7 Jahren so weit, dass ich für Geld nicht mehr selber arbeiten muss.
    Warum habe ich so lange gebraucht? Die „neuen Finanzwilden“ rechnen uns teilweise vor dass man es in 10-15 Jahren schaffen kann. Nun, damals war der Informationsfluss nicht so einfach wie heute, es gab weder Internet noch ETFs. Zweitens habe ich leider eine Scheidung hinter mir die mich sehr viel Geld gekostet hat und aufgrund der Kinder immer noch monatlich erhebliche Beträge kostet. Dazu kann ich mich nicht wirklich mit einem allzu frugalistischen Lebensstil anfreunden. Ich verstehe zwar das Konzept aber aus meiner Sicht habe ich nicht 20 Jahre lang 70 Stunden pro Woche gearbeitet und teilweise 4 Jahre lang ohne einen einzigen Urlaubstag durchgearbeitet um dann im Alter jeden Euro zweimal umdrehen zu müssen und eventuell nur noch von Reis und Bohnen in einem WG-Zimmer zu leben.
    Ein gewisser Standard muss für mich gegeben sein. Abgesehen davon will ich auch meinen Kindern eine gewisse finanzielle Sicherheit bieten, auch wenn diese nicht mehr bei mir leben. Noch dazu bin ich nach meiner Selbstwahrnehmung deutlich sicherheitsorientierter als viele andere. Ein Selbsttest der „4%-Regel“ kommt daher für mich nicht in Frage. Ich bin erst dann wirklich finanziell frei, wenn ich von den Dividendenzahlungen leben kann ohne Substanz aus dem Depot zu entnehmen.

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    1. Hallo DocSchneider,

      Erstmal herzlichen Glückwunsch, dass Du auf Deinem Weg zur finanzellen Freiheit schon so weit vorangekommen bist.

      Ich glaube, dass Du einen sehr hohen Maßstab anlegst, wenn es um die finanzielle Freiheit geht. Einerseits sprichst Du von einem gewissen Standard – verstehe ich und glaube selbst auch, dass Frugalismus nicht jedermann’s Sache ist. Zudem bist Du mit der Erwartung, dass Du allein von Zinsen/Dividenden OHNE Kapitalverzehr leben möchtest, besonders konservativ. Wenn Du also mit spitzem Bleistift rechnen würdest, wärst Du vielleicht jetzt schon finanziell frei!

      Viel Erfolg weiterhin!

      Beste Grüße
      FF

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      1. Hallo FF,

        ich denke nicht, dass DocSchneider einen besonders hohen Maßstab anlegt. Die frugalistischen Bestrebungen mancher FinanzielleFreiheit-Anstrebenden in allen Ehren – ich fürchte, mit zunehmendem Alter werden sich auch hier die Einstellungen und Ansprüche verändern. Als junger/jüngerer Mensch unterliegt man mitunter dem Gefühl der „Unsterblichkeit“ – man glaubt, alles erreichen zu können und ewig fit und jung zu sein. Wenn man nur will, wird alles im Leben gelingen können. Mit zunehmendem Alter bekommt dieses Bild mitunter seine Risse und DocSchneider spricht ja solche Aspekte (Scheidung) an. Auch Krankheiten können die eigene Vergänglichkeit schnell ins Bewusstsein rücken. Wer die Finanzielle Freiheit mit dem Gedanken angeht „ach, zur Not arbeite ich halt nochmal“ muss dann auch dazu in der Lage sein. Wer weiß schon, wie es in 10 Jahren um unsere Gesundheit bestellt ist? Ich würde auch erst „den Stecker ziehen“, wenn ich mir sehr sicher wäre, nicht nochmal mit 60 was neues suchen zu müssen.
        Bei DocSchneider steht zudem ein weiterer Aspekt an: Vererbung von Vermögen. Die 4%-Regel geht von einem vollständigen Verzehr über 30 Jahre hinweg an (Trinity-Studie, Bengen-Studie). Das will er vermutlich nicht, daher verstehe ich ihn schon ganz gut.

        Liebe Grüße
        Dummerchen

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      2. Hallo Dummerchen,
        Danke für Deinen Kommentar!
        Ambitioniert meinte ich insb. deshalb, da DocSchneider keinen Kapitalverzehr plant. Hier kann man deutlich sportlicher planen, sei es mit der 4% Regel oder auch knapp berechnet unter der Annahme, dass man ja noch arbeiten könnte. Darauf würde auch ich nicht setzen (Alter, Lust & Laune, Nachfrage nach Skills in 10 Jahren, etc.), doch fiel mir auf, dass z.B. die finanziell freie Monika von Klunkerchen sich scheinbar genau darauf verlassen hat.
        Bei der Frage der Vererbung und Weitergabe habe ich eine grundsätzlich andere Meinung – aber um daraus jetzt keine philosopische Abhandlung zu machen, mache ich daraus in Bälde mal einen Blogbeitrag – also stay tuned 😉
        Viele Grüße
        MFF

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  3. Oehm, bin zwar deutlich über 40, fühl mich aber nicht als „Senior“. Auch die Leser meiner Website P2P-Kredite.com sind gemäß einer Umfrage von letzten August zu 39% über 40 Jahre alt (19% sogar über 50 Jahren).

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    1. Hallo Claus,
      Cool – Deine Statistik macht Hoffnung 🙂 Andererseits, ganze 61% sind unter 40…
      Was hältst Du aber von der Hypothese, dass viele wohl für die eigene Altersgruppe als Zielgruppe schreiben? Das könnte nämlich auch Deine Leserschaft entsprechend beeinflussen.
      Viele Grüße
      FF

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  4. Schön, dass du dir so viele Sorgen um uns Ältere machst. Ich weiß nicht, ob es nicht auch daran liegen könnte, dass sich vermeintlich nur Jüngere in den Blogs tummeln, weil ältere schon einen Weg für ihre Geldanlage gefunden haben. Wer 20 oder mehr Jahre sein Häuschen abzahlt, macht sich vermutlich weniger Gedanken, was er mit den überschüssigen Geldern tun soll.

    Es gibt übrigens ne ganze Reihe von Ü40-Bloggern. Den Privatier hast du ja schon erwähnt. Mir fallen spontan der Finanzwesir, Holger von Zendepot, Lars von Finanziell-Umdenken, Jürgen Nawatzki vom ETF-Blog, Alexander von RenteMitDividende, Mr. Plutusandme und die Klunkerchen-Damen Monika bzw. Gisela ein.
    Bei Tim Schäfer bin ich mir nicht sicher, würde es aber auch vermuten. (Ich bin nicht gut darin, Alter zu schätzen und ebenso froh, dass auch ich eher jünger geschätzt werde.)

    So ganz sicher bin ich mir übrigens auch nicht, dass die Leserschaft von Finanzblogs überwiegend aus der U40 Fraktion besteht. Es gibt viele Leser, die sich eher mit Kommentaren zurückhalten und man einer Antwort von „Mathias“ nicht notwendigerweise auf ein Alter schließen kann.

    Liebe Grüße von der Ü40-Fraktion
    Dummerchen

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    1. Hallo Dummerchen,
      Danke für Deinen Kommentar und sorry, dass das Freischalten so lange gedauert hat…;-)
      Du stellst eine interssante These auf, nämlich, dass viele der etablierteren Finanzblogs, von der Ü40 Fraktion betrieben werden. Wenn ich also noch vier Jahre mit dem Bloggen durchhalte, dann habe ich sowohl Ü40 als auch etablierter Blog geschafft – das wäre jetzt mal meine Schlussfolgerung!
      Darüber hinaus bin ich ziemlich sicher, dass das Kommentar-Verhalten der Ü40-Fraktion zurückhaltender ist, als jenes der digial natives in den 20ern. Dadurch man der von mir im Artikel beschriebene Eindruck verstärkt werden. Die Tatsache, dass viele Ü40er auf diesen Artikel hin Kommentare gepostet haben, zeigt mir aber, dass auch zurückhaltende Kommentierer aus der Reserve gelockt werden können – super!!
      Viele Grüße
      FF

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  5. Es stimmt schon: So vom Gefühl her fallen mir viele junge, männliche Bloggerkollegen ein. Liegt aber wie du sagst, an mehreren Punkten: Affinität zu digitalen Medien, aber auch daran, dass Männer meist besser verdienen als Frauen und sich dementsprechend mehr Gedanken über Investitionen machen. In Deutschland kenne ich eine Hand voll Blogger über 40: Alexander von https://www.rente-mit-dividende.de/, die Damen von https://klunkerchen.wordpress.com/, Lars von http://finanziell-umdenken.blogspot.de, Albert von http://www.finanzwesir.com, Holger von https://zendepot.de/, Joachim von https://rentnerbude.wordpress.com/ und ich habe sicherlich noch ein paar vergessen. Zumal ist es einfacher, bereits in jungen Jahren sich um seine Finanzen zu kümmern. Denn wer nicht bereits in jungen Jahren Interesse dafür entwickelt, der fängt auch nicht mit Ü40 aus heiterem Himmel damit an. Wenn wir noch ein paar Jahre warten, werden die bloggenden Mitte-30er von heute auch mal die 4 vorne haben.

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  6. Hm… ich bin Mitte 40 und seit meiner Banklehre vor 25 Jahren selbständig tätig. Damit falle ich aus der Gauß’schen Normalverteilungskurve der Finanzblogbetreiber und -leser, wie Du sie hier darstellst, heraus. Und dass es bald mit meinen Investmententscheidungen rapide bergab geht aufgrund meines geradezu biblischen Alters, das ich bald erreicht haben werde, gefällt mir nicht wirklich. Da muss ich wohl noch eine Reihe sensationell gewinnbringender Ideen fabrizieren, solange ich das noch kann. 😉

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  7. Hallo,

    ich bin eine 52-jährige Leserin verschiedener Finanzblogs und finde es schade, dass wirklich überwiegend nur wesentlich Jüngere angesprochen werden.

    Leider haben mein Mann und ich in der Vergangenheit einige finanzielle Fehler gemacht.

    Wir versuchen, nun noch ein wenig anzusparen, um unsere Rente etwas aufzubessern oder evtl. etwas eher in Rente zu gehen und die Abschläge aufzufangen.

    Mir fällt es nicht ganz leicht, den richtigen Weg beim Sparen zu finden und fände es hilfreich, wenn man in den Blogs mehr dazu finden würde, wie man in unserem Alter am besten noch etwas angesparen kann.

    Aber trotzdem finde ich die Blogs schon sehr hilfreich, überhaupt einen Überblick zu bekommen, was es alles so gibt.

    Grüße
    Coco

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  8. Mit meinen 27 fühle ich mich noch zu den Jüngeren Generation hingezogen. Als Student zu Investieren ist nicht immer leicht. Aber auch ich sage schon zu mir: hätte ich bloß schon früher angefangen!
    Ich denke, das Umdenken findet langsam, aber sicher statt.

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  9. Hallo, ich bin 48 und ja, vieles in dem Artikel stimmt wohl. Das „ältere“ grundsätzlich ab 50 schlechtere Entscheidungen in Finanzfragen (warum nur da?) treffen, kann ich nicht glauben. Hier wird von der Vergangenheit – wo das wohl eher stimmt – auf die Zukunft geschlossen. Tatsächlich aber ändert/verjüngt sich die Einstellung der „Älteren“ wohl mit der Zeit. „Früher“ war man mit 50 wirklich alt und hat nur mehr auf die Pension hingearbeitet und als Begleiterscheinung dieses und jenes nicht mehr gemacht („das tut man in dem Alter nicht mehr“)… Der Staat betonte (und tut es verwunderlicher Weise immer noch), dass die Pensionen sicher seien usw. Die Pension war auch mal sicher und alle waren froh. Mit diesem Wissen sind auch die nächsten Generationen aufgewachsen, wobei das nun langsam kritischer hinterfragt wurde und nun eben zu noch kritischeren „Jungen“ geführt hat. Aber heute 50 Jährige halten sich geistig und körperlich eher fitter als früher, sind aktiver und noch immer dynamischer als 50 Jährige vor 50, 40, 30 oder 20 Jahren. „Man ist so alt wie man sich fühlt“ wird immer mehr zur Devise 
    Nichts desto trotz, stimmt was du über die Finanzen schreibst. Ich sehe hier auch einen Grund in der finanziellen Bildung (Bank/Konto/Sparbuch/Bausparvertrag/Beratung beim Bankangestellten) von damals und allgemein oft auch noch heute – Sicher muss es. Und ja, ich suche seit einiger Zeit Blogs und Artikel zum Thema und dein Eindruck stimmt, dass vorwiegend für Jüngere (was ich aber auch gut und wichtig finde) geschrieben wird.
    Für Ältere, ab 50 oder so, zu schreiben ist wohl wirklich schwieriger. Die Zeit wird knapp, Geld muss nicht unbedingt viel vorhanden sein (Hausbau, Kinder und vielleicht auch Rückschläge wie Jobverlust weil zu alt usw.), was den „Start“ erschweren kann, und, und, und. Und bisher wurden die Älteren ja auch wirklich mit Inhalten enttäuscht. Einem 50 Jährigen helfen die Tipps, wie man „in 35 Jahren finanziell frei“ wird, dann eben nicht so wahnwitzig viel weiter 😉
    Und gerade deswegen ist das Thema aber richtig spannend!

    Beste Grüße
    Dereinst 🙂

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    1. Danke für Deinen Kommentar und sorry für die späte Freischaltung 😉
      Ein Aspekt in deinem Kommentar stach für mich heraus – es mag in der Tat sein, dass weniger für die Generation 50+ geschrieben wird uns insofern auch weniger auf diese Zielgruppe zugeschnittene Information vorliegt – eine „Marktlücke“?
      Viele Grüße
      MFF

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  10. hallo Finanzbabys
    finde ich ja sehr lustig, dass man über 50 (!!!) schlechte Finanzentscheidungen trifft und auch sonst schon sich aus der Aktivität verabschiedet.
    Ich , 54 , lese mich seit 5 Monaten durch sämtliche Finanzblogs weil ich anfang Januar überlegte, was ich mit einer demnächst fälligen Lebensversicherung ( ja, so ein Dinosaurierfinanzprodukt mit 3,5 Prozent steuerfreier verzinsung plus Überschussbeteiligung ) machen soll.
    Natürlich habe ich eine völlig andere Finanzbildung als die Babys, mehrere Crashs, kein Internet bis anfang der 2000er und so weiter. Aber 2009 mal schnell alle Bluechips gekauft , die bei 3 nicht auf den Bäumen waren ( basf 23€. , Lvmh entsprechend) . und jetzt eben Etf.
    Man kann nicht wissen, wie lange man lebt, also lohnen sich Aktien immer.
    Ausserdem kann man von dem Depot leben und es später vererben. die sichere Fraktion wird aufgebraucht.
    Meine Rentenplanung war immer ganz einfach : jeden Euro , den ich später haben möchte muss ich vorher zur seite legen, 1:1, die Verzinsung sollte die Inflation ausgleichen, so muss ich auch keinen Wertverlust berechnen.
    und ich habe immer, als es noch Zinsen gab, alles lange angelegt.
    Ich habe einige Freunde , die das auch so machen,
    Ich finde die blogs klasse, macht viel Spass zu lesen und bin mal gespannt, wie es nach einem Crash weitergeht .
    Viele Grüsse ,
    Liberty

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    1. Hallo Lieberty,
      Erstmal sorry für die späte Freischaltung Deines Kommtars – das E-Mail ist leider liegen geblieben!
      Ich freue mich ehrlicherweise sehr über jeden, der die Hypothese, dass sich nur Personen unter 40 auf den Blogs tummeln, widerlegen. Es ist cool zu sehen, dass sich die Community quer über Generationen erstreckt. Vielleicht ist es aber doch so, dass Blogger eher am jüngeren Ende der Skala sind und die älteren sich auf den „Konsum“ beschränken?
      Deine Investment-Strategie aus Einzelaktien und ETFs klingt gut – hast Du eine Präferenz bzw. wo bist Du mit der Performance mehr zufrieden?
      Viele Grüße
      MFF

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  11. Hi Lukas,
    wahrscheinlich bin ich genau das Gegenteil der erwähnten Zielgruppe. Ich bin 44 Jahre alt, Unternehmer, Honorarberater für Kapitalanlage, Blogger und gleichzeitig immer an dem Thema finanzielle Unabhängigkeit interessiert. Meine Feststellungen sind folgende:
    – wer anfängt sich in jungen Jahren mit dem Thema Finanzen zu beschäftigen, braucht in der Regel erst wieder Unterstützung wenn es an größere Investitionen geht
    – umso älter die Menschen werden, desto risikoaverser werden die Menschen
    – um trotzdem das Ziel der finanziellen Freiheit zu erreichen, wenden Ältere einen höheren Betrag zum Sparen auf (müssen sie ja auch bei weniger Risiko / Rendite und geringerem Zeithorizont)
    Viele wesentlich ältere Menschen (>60 Jahre) kommen zu mir, lassen sich coachen und sagen „Wow, dass hätte ich als junger Mensch“ wissen sollen.
    Wahrscheinlich sind die jüngeren Generationen hier einfach aufmerksamer und haben den „Zahn der Zeit“ erkannt.
    Liebe Grüße
    Henning

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    1. Hallo Henning,
      Vielen Dank für Deinen Kommentar und für das Teilen der spannenden Erkenntnisse aus Deiner Arbeit.
      Besonders interessant finde ich, dass Du „wow, das hätte ich als junger Mensch wissen sollen“ schreibst – das zeigt einerseits nämlich, dass viel zu wenig Kenntnis über Sparen/Investieren in der jungen Generation vorliegt. Andererseits zeigt es auch, dass die Kräfte des Zinseszins über die Zeit nur sehr schwer zu schlagen sind.
      Beste Grüße
      FF

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