Vincent von Freaky Finance rief eine Blog-Parade zum Thema passives Einkommen ins Leben – da kann ich nicht widerstehen und möchte mich gern mit einem Artikel beteiligen! Ich hatte schon zuvor an zwei Blog-Paraden teilgenommen („Finanzielle Freiheit – Freiheit oder Langeweile“ und „Mein Weg in die finanzielle Freiheit“) und fand insb. den so möglichen Gedankenaustausch mit anderen Bloggern sehr bereichernd.

Vincent hat ein paar schlaue Features in diese Blog-Parade eingebaut, um dabei Cross-Promotion-Effekte zu erreichen. Ich finde diese Ideen großartig und möchte sie daher kurz herausarbeiten. Diese Features sind:

  • Die Blog-Parade wird quasi im Tandem mit dem Online-Kongress von Eva Abert in der ersten Septemberhälfte 2017 veranstaltet. Beim Online-Kongress werden 40+ Video-Interviews zum Thema passives Einkommen für jeweils 24 Stunden online gestellt. Zudem gibt es Interviews im Podcast-Format. Ich bin selbst schon gespannt auf dieses Event und was ich dabei lernen werde.
  • Gleichzeitig wird Freaky Finance und der Online-Kongress zum passiven Einkommen auch die Beiträge der Blogger promoten
  • Zudem werden die Teilnehmer der Blogparade gebeten, andere Beiträge zur Blogparade zu verlinken. Das hat den erfreulichen Nebeneffekt, dass Teilnehmer folgende Incentives haben:
    • Hochwertigen Content zu verfassen, der von anderen Lesern für „verlinkenswert“ befunden wird – hoffe zwar, dass das der Eigenanspruch an jeden selbst ist, aber sicher ist sicher!
    • Den Beitrag zur Blogparade frühzeitig einzureichen, um von anderen verlinkt zu werden
    • Die Beiträge der anderen Teilnehmer tatsächlich zu lesen, um auf den Content auch inhaltlich gut Bezug nehmen zu können

In meinem Beitrag zur Blogparade möchte ich einerseits einen kurzen Abriss zu einigen wichtigen Aspekten passiver Einkommensquellen geben. Ich werde die Key Essentials zu passiven Einkommensquellen entsprechend kondensiert zusammenfassen. Andererseits möchte ich auch entlang der Leitfragen von Vincent einige Einblicke in mein eigenes Portfolio passiver Einkommensquellen geben. Dies soll den angesprochenen Gedankenaustausch unterstützen und zu Feedback ermutigen. Jetzt wünsche ich viel Spaß beim Lesen!

Passives Einkommen: Es wurde schon eine Menge geschrieben…

Ist passives Einkommen gar ein ausgelutschtes Thema, zu dem schon alles geschrieben wurde, was zu schreiben ist? Auch ich habe schon eine Reihe von Artikeln zum Thema geschrieben. Daher möchte ich mich im Rahmen der Blogparade nur ungern wiederholen. Gerne verweise ich auch auf eine zu Beginn des Jahres 2017 erschienene Artikelserie zum Thema passive Einkommensqullen, die ich gemeinsam mit dem Finanzfisch verfasst hatte.

Dennoch möchte ich hier die Key Essentials passiver Einkommensquellen zusammenfassen. Dies soll ein Abriss der wesentlichen Aspekte und Funktionsweisen darstellen – wer sich selbst bereits als Experte zum Thema einschätzt, kann diesen Abschnitt entweder zur Reflektion nützen oder überspringen 😉 Wer gerade beginnt sich mit dieser spannenden Thematik zu beschäftigen, findet auch weiterführende Hinweise.

  • Aktive und passive Einkommensquellen – Aktive und passive Einkommensquellen unterscheiden sich durch die Treiber, welche die Erwirtschaftung des Einkommens begründen. Bei aktiven Einkommensquellen liegen die Treiber Zeiteinheit und Einkommen je Zeiteinheit hinter dem erzielten Gesamteinkommen. So erhält z.B. ein Angestellter für seine 40 wöchentlichen Arbeitsstunden ein monatliches Gehalt, oder die Nachbarstochter einen Eurobetrag je Stunde fürs Babysitten. Passive Einkommensquellen, andererseits, lösen sich von dieser stundenbasierten Logik und hängen an anderen Treibern der Einkommenserzielung. Bei zinsbasierten Einkommensquellen (Zinsen, Dividenden, Mieten), errechnet sich das Einkommen sind die Treiber das eingesetzte Kapital und die Rendite/der Zinssatz. So erhält z.B. der Investor bei einem Investment von € 1000,- in eine Anleihe mit einer Rendite von 3% p.a. ein jährliches Einkommen von €30,- bzw. der Investor von € 1000,- in Aktien mit einer Dividendenrendite von 2% ein jährliches Einkommen von € 20,-. Der Investor in eine Vorsorgewohnung, die zu einer Bruttorendite von 4% p.a. vermietet ist, erhält diesen Wert auf das eingesetzte Kapital (=Kaufpreis + Nebenkosten) für die Vorsorgewohnung. Darüber hinaus gibt es weitere passive Einkommensquellen, die sich aus Geschäftssystemen ergeben und ein Einkommen aus der Nutzung des Systems erzielen lassen. Die Treiber des Einkommens sind die Anzahl der Nutzer und die Nutzungsgebühr je Nutzer. Systembasierte Einkommensquellen können sehr vielfältig sein, daher seien auch eine Reihe von Beispielen genannt. Der Autor eines Buches/E-Books erhält eine Tantieme für den Verkauf jedes Buches. Der Programmierer einer Software, erhält für den Verkauf jeder Lizenz eine jährliche oder auf die Gesamtnutzungsdauer ausgelegte Lizenzgebühr. Der Ersteller einer Website erhält für jeden Click auf die Bannerwerbung ein Entgelt von Google Adsense.
  • Veranschaulichung der Einkommenserzielung über Formeln – auch wenn diese Formeln schon mal als glatte Lügen bezeichnet werden finde ich sie sehr anschaulich, um die Funktionsweise der Einkommenserzielung zu verdeutlichen. Auch kann sowohl die Logik zwischen aktiven und passiven Einkommensquellen als auch zwischen zins- und systembasierten passiven Einkommenquellen an Hand der Formeln leicht durchdrungen werden:
    • Aktive Einkommensquellen: Einkommen = Zeiteinheit x Einkommen je Zeiteinheit
    • Zinsbasierte, passive Einkommensquellen: Einkommen = eingesetztes Kapital x Rendite/Zinssatz
    • Systembasierte, passive Einkommensquellen: Einkommen = Anzahl Nutzer x Nutzungsgebühr je Nutzer
  • Aufbau- und Nutzungsphase – Passive Einkommensquellen unterscheiden sich grundlegend, je nachdem in welchem Stadium Ihres Lifecycle sie sich befinden. Wenn man ein sprachliches Bild einsetzen möchte, könnte man bei zinsbasierten passiven Einkommensquellen von einer Lawine sprechen, die langsam ins Rollen kommt. Durch das laufende, aktive Hinzufügen von Kapital und durch den Zinseszinseffekt wird die Lawine immer mächtiger. Bei systembasierten passiven Einkommensquellen muss der Schneeball allerdings erst langsam bergauf gerollt werden, bevor er dann vom Gipfel ins Tal gerollt werden kann und hoffentlich Fahrt aufnimmt. Folgende Übersicht zu Mechanik, Beispielen und Tätigkeiten in der Aufbau- und Nutzungsphase von zinsbasierten und systembasierten passiven Einkommensqullen soll helfen diese Unterschiede zu analysieren und deutlich herauszuarbeiten:
Zinsbasierte passive EK-Quellen Systembasierte passive EK-Quellen
Mechanik der EK-Quelle Einkommen = eingesetztes Kapital x Rendite/Zinssatz Einkommen = Anzahl Nutzer x Nutzungsgebühr je Nutzer
Beispiele
  • Bankeinlagen (Sparbuch, Online-Festgeld, etc.)
  • Anleihen
  • p2p Kredite
  • Aktien, insb. über Dividenden als regelmäßige Cashflows
  • vermietete Immobilien
  • Tantiemen für ein Buch, Musik, Fotos oder die Nutzung von Patenten
  • Lizenzgebühren für Software
  • Nischenseiten bzw. Blogs
  • Affiliate-Marketing
Aufbauphase Relativ einfacher Aufbau, allerdings muss das Kapital aufgebracht werden. Das kann lange dauern – Stichwort Ansparen – und wird lediglich durch die bestehende zinsbasierte passive Einkommensquelle über den Zinseszinseffekt begünstigt.

Bei komplexeren und großvolumigeren Investments kann es allerdings auch in der Aufbauphase zu arbeitsintensiven Vorarbeiten kommen, z.B. Due Diligence Prüfung für den Kauf einer Mehrfamilienhaus-Immobilie.

Die Aufbauphase gestaltet sich hier sehr aufwändig, da das System durch aktive Arbeit ggf. über einen längeren Zeitraum etabliert werden muss. Dabei steht der aktiven Tätigkeit typischerweise noch gar kein Cashflow gegenüber.

Konkret heißt das, dass der Text des Buches geschrieben werden muss, die Musik komponiert, die Erfindung entwickelt werden muss, etc. Erst dann können rechtlichen Voraussetzungen (z.B. Anmeldung Patents) geschaffen werden, um dann passives Einkommen zu verdienen.

Auch der Aufbau eines Blogs mit ausreichend Traffic, um nennenswerte Werbeeinnahmen zu generieren erfordert Zeit und sehr aktive Tätigkeit.

Nutzungs-phase Der Verwaltungsaufwand in der Nutzungsphase ist in der Tat überschaubar. Hier kommt es zur deutlichen Entkoppelung von aktivem Arbeitseinsatz und Cashflow.

Allerdings ist der Arbeitseinsatz nicht null, denn auch ein ETF-Aktien-Depot will steuerlich überwacht und optimiert werden bzw. auch eine vermietete Immobilie muss zusätzlich zum Hausverwalter betreut werden.

Sobald das System aufgebaut ist, will es natürlich weiterhin gehegt, gepflegt und erweitert werden. Der Aufwand kann bedeutend sein, durchaus mehr als 4 Stunden pro Woche ;-), es kommt aber auch hier zur Entkoppelung von aktiver Tätigkeit und Cashflow, doch ist diese Entkoppelung typischerweise schwächer, als bei zinsbasierten passiven Einkommensquellen.

So muss eine Software beworben, vertrieben und auch künftig gewartet werden bzw. muss ein Blog laufend gepflegt, kommentiert, erweitert werden

  • Überblick über passiven Einkommensquellen – Zuletzt möchte ich noch eine Übersicht geben, welche passive Einkommensqullen es grundsätzlich gibt. Die soll dabei helfen den vielleicht doch etwas sperrigen Begriff greifbarer zu machen. Und zwar:
    • Zinsbasierte passive Einkommensquellen
      • Bankeinlagen (Sparbuch, Online-Festgeld, etc.)
      • Anleihen
      • p2p Kredite
      • Aktien, insb. Dividendenaktien, die regelmäßige Cashflows generieren
      • Vermietete Immobilien
    • Systembasierte passive Einkommensquellen
      • Tantiemen für ein Buch, Musik, Fotos oder die Nutzung von Patenten
      • Lizenzgebühren für Software
      • Nischenseiten bzw. Blogs betreiben
      • Affiliate-Marketing – in diesem Sinn, bitte auf den nachfolgenden Banner klicken und auf Bondora investieren!

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„Money for nothing an chicks for free“

In der Überschrift dieses Beitrags habe ich „Geld ohne Arbeit” unter Anführungszeichen gesetzt – mit gutem Grund. Natürlich wäre es großartig, wenn Geld gänzlich ohne Arbeit wie das Manna vom Himmel fallen würde. Meiner Meinung nach ist das aber eine völlige Illusion bzw. verkennt es die Funktionsweise von passiven Einkommensquellen.

Denn, wie schon im vorherigen Abschnitt ausgeführt, erfordern passive Einkommensquellen gerade in der Aufbauphase eine ganze Menge an aktiver Tätigkeit, um sie in Gang zu bringen. Bei zinsbasierten, passiven Einkommensquellen muss das Kapital bereitgestellt werden – illegale Tätigkeiten, Erbschaft und Lottogewinn klammere ich aus der Betrachtung jetzt mal aus ;-). Bei systembasierten, passiven Einkommensquellen muss das System errichtet und in Gang gebracht werden, insb. ein Strom von Nutzern generiert und aufrechterhalten werden.

Der bekannte Song von den Dire Straits „Money for Nothing“ (1985) greift das Thema passives Einkommen dann auch plastisch auf. Auch wenn der – auf Grund seiner abwertenden Tonalität heftig kritisierte – Text des Liedes von „money for nothing“ spricht, erklärt er die Problematik hervorragend:

  • Die Hauptperson ist in einem Elektor-Fachgeschäft für Fernseher und Küchengeräte tätig und erwirtschaftet seinen Lohn nach den Regeln der Kunst einer aktiven Einkommensquelle
  • Er sieht auf dem Bildschirm einen Sänger auf MTV und beklagt sich, dass dies ja keine richtige Arbeit wäre – und erkennt dabei zu Recht eine systembasierte, passive Einkommensquelle
  • Der Sänger hat nämlich durch Komponieren des Liedes und Aufzeichnung eine schöpferische Leistung erbracht. Um Berühmtheit zu Erlangen hat er wohl bedeutenden Aufwand auf sich nehmen müssen sowie Disziplin und Durhaltevermögen unter Beweis stellen müssen, ja auch mit viel Ablehnung umgehen müssen. Dies beschreibt die Mühen der Aufbauphase einer systembasierten, passiven Einkommensquelle
  • In der Nutzungsphase kann der Sänger sich dann in der Tat der Einkommensströme aus der passiven Einkommensquelle erfreuen – bei jeder Wiedergabe seines Songs erhält er Tantiemen, denen in der Tat keine aktive Tätigkeit mehr gegenübersteht…ob der passive Einkommensstrom auch in Form von „chicks for free“ gemessen werden soll, will ich nicht weiter kommentieren…

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass passive Einkommensquellen also keine Wundermaschinen sind, sondern einfach einige Effekte geschickt für sich bzw. ihren Betreiber nutzbar machen. Es entsteht kein Geld aus dem nichts, sondern sind folgende Effekte am Werk: Erstens wird die Einkommensgenerierung von einem stundenbasierten Arbeitsmodell entkoppelt – d.h. der Song des Sängers muss nicht mehr neu aufgenommen werden. Zweitens sind passive Einkommensquellen skalierbar, da neue Nutzer hinzugefügt werden können – d.h. eine weitere Verbreitung des Songs mit größerer Reichweite führt zu höheren Tantiemen. Es bestehen Netzwerkeffekte – d.h. je öfter der Song gespielt wird, umso bekannter wird er und entwickelt sich zu einem Hit. Bei zinsbasierten, passiven Einkommensquellen wird auch noch der Zinseszins-Effekt genutzt.

Portfolio

Was meine ich nun genau mit Portfolio? Natürlich nicht die Aktenmappe im ursprünglichen Sinn („Portefeuille“), in welcher mehrere Unterlagen zusammengebunden werden. Vielmehr meine ich die Erzielung von passivem Einkommen aus mehreren Einkommensquellen. Meist liest man in der Tat von finanziell freien Personen, die ihren Lebensunterhalt aus mehreren Quellen speisen, so z.B. auch Getmad, der sich sowohl zins- als auch systembasierter Einkommensquellen bedient. So kommt es zu einer Diversifikation der Einkommensströme und damit gleichzeitig zu einer Reduktion der Abhängigkeit von einzelnen Quellen. Ein auf diese Art diversifiziertes Portfolio von passiven Einkommensquellen sollte insgesamt einen stabilen Cashflow von Einkommen erzeugen, der zur stabilen Abdeckung der persönlichen finanziellen Bedürfnisse geeignet ist.

Passive Einkommensquellen sind sensible Wesen, die nicht notwendigerweise bis in alle Ewigkeit funktionieren. Um einige Beispiele zu nennen: Eine Anleihe kann ausfallen und so nicht nur zum Ausbleiben der Zinserträge führen, sondern auch das eingesetzte Nominale versenken. Eine Aktiengesellschaft kann die Dividende kürzen oder streichen (wie z.B. beim Versorger RWE passiert) und gleichzeitig einen deutlichen Kursverlust erleiden. Eine vermietete Immobilie kann leer stehen bzw. kann eine Renovierung erforderlich sein, um die Vermietbarkeit zu ertragreichen Konditionen zu gewährleisten. Ein Hit kann sich als Eintagsfliege entpuppen und so die Tantiemen versiegen lassen. Die Kombination mehrerer passiver Einkommensquellen in einem Portfolio kann gegen den Ausfall einer einzelnen Quelle schützen, indem andere Quellen einspringen. Bei Fokussierung auf eine einzelne passive Einkommensquelle könnte es rasch zu einem finanziellen Engpass kommen, wenn keine entsprechenden Reserven vorliegen.

Zur Klarstellung und Vermeidung von Missverständnissen: Die Diversifikation sollte letztlich auf zwei Ebenen stattfinden. Nämlich erstens auf Ebene des Portfolios passiver Einkommensquellen, in welchem mehrere Quellen kombiniert werden, um gegen Ausfälle abzusichern. Zweiten wird idealerweise auch auf Ebene der einzelnen Einkommensquelle diversifiziert. D.h. die passive Einkommensquelle ist am besten nicht nur eine einzelne Aktie, sondern in sich selbst ein Portfolio an Aktien. In diesem Fall wäre auch das zuvor zitierte Beispiel der RWE-Aktie nicht so dramatisch. Bei einem Portfolio aus vermieteten Immobilien fällt der Leerstand einer einzelnen Einheit auch nicht derart stark ins Gewicht, etc.

Darüber hinaus gibt es aber auch noch einen weiteren Grund, der für ein Portfolio passiver Einkommensquellen spricht. Passive Einkommensquellen können sich, wie ausgeführt, in verschiedenen Entwicklungsstadien befinden. Allein der Betreuungsaufwand den der Betreiber passiver Einkommensquellen investiert, will ja auch gesteuert werden. Während der Aufbau einer nachhaltigen, systembasierten, passiven Einkommensquelle signifikanten Aufwand nach sich zieht (z.B. ein Buch schreiben) ist mit der Verwaltung eines Dividenden-ETF de facto kein Aufwand verbunden. Zusätzlich können sich gerade systembasierte, passive Einkommensquellen in der Nutzungsphase an verschiedenen Punkten des Lifecycle befinden. Ein Portfolio aus fallenden Sternen, deren Nutzeranzahl rapide abfällt wird kein nachhaltiges passives Einkommen generieren.

Mein Portfolio passiver Einkommensqullen

Bereits eingangs hatte ich angekündigt, in diesem Artikel auch von meinen eigenen passiven Einkommensquellen zu berichten. Grund für diese Offenlegung ist letztlich, dass ich einen Gedankenaustausch mit meinen Lesern herbeiführen möchte und auf Basis von Feedback lernen bzw. mein Portfolio passiver Einkommensquellen weiter ausbauen möchte. Insofern freue ich mich über Feedback bzw. Anregungen in den Kommentaren oder per E-Mail unter meinefinanziellefreiheit@gmail.com

In meinem Portfolio stehen zinsbasierte Einkommensquellen klar im Vordergrund. Gleichzeitig habe ich auf Portfolio-Ebene und innerhalb der einzelnen Einkommensquellen bereits ausreichend diversifiziert, um Stabilität der Einkommensströme herstellen zu können. Der bei weitem überwiegende Teil meines Portfolios steht im Einklang mit meinen Gedanken zur Asset Allocation  aus Aktien. Innerhalb des Aktienportfolios investiere ich breit gestreut und passiv in ETFs (ca. 2/3 des Portfolios) bzw. in ein Portfolio von Einzelaktien (ca. 1/3). Daneben habe ich in geringem Umfang in Anleihen (ausschließlich Corporate Bonds, keine Staatsanleihen) investiert. Um die Anleihenkomponente weiter auszubauen teste ich gerade p2p Investments, bevor diese eine größere Rolle in meinem Portfolio spielen werden. Bis dato sind meine Erfahrungen durchwachsen, weshalb es vorerst bei einem kleineren Portfolio-Anteil für p2p-Investment bleiben wird. Schließlich rundet mein Portfolio noch das Direkt-Investment in vermietete Wohnimmobilien ab, welches in einer GmbH gebündelt ist.

Systembasierte, passive Einkommensquellen spielen in meinem Portfolio eine eher untergeordnete Rolle. Dies hat mehrere Gründe. Zwar habe ich meine Dissertation in Buchform publiziert, doch entwickelte sich das Werk nicht zu einem Blockbuster, weshalb nennenswerte Tantiemen-Einnahmen bisher ausgeblieben sind. Andererseits lassen die aktive berufliche Tätigkeit und meine Familie derzeit wenig Zeit für den Aufbau weiterer systembasierter Einkommensquellen. www.meinefinanziellefreiheit.com habe ich nicht mit dem Ziel ins Leben gerufen, um seine passive Einkommensquelle darzustellen. Zwar generiert der Blog Einnahmen, doch sind diese nicht nennenswert bzw. stehen sie in einem Missverhältnis zum eingesetzten Arbeitsaufwand. Dieser Arbeitsaufwand stellt für mich allerdings mehr die Freude am Schreiben bzw. der Beschäftigung mit der Materie da. Aber war noch nicht ist, kann ja noch werden, vielleicht entpuppt sich der Blog noch zur Cash Cow!

Ich lese gerade das Buch „Das 4-Stunden-Startup“ von Felix Plötz das hier sehr inspirierend ist. Tenor des Buches ist, dass es gelingen kann „nebenher“ sein Startup mit einem Zeiteinsatz von 4 Stunden pro Woche hochzuziehen. Der Ansatz, dass mit dem Startup nicht der große Multi-Millionen-Exit gelingen muss, wird getrost über Bord geworfen. Dies passt also insofern gut zu meinem Ansatz, dass sich solch ein Startup als systembasierte, passive Einkommensquelle in das beschriebene Portfolio einreihen kann, ohne gleich eine dominante Stellung einnehmen zu müssen. Wenn Interesse an einer Rezension dieses Buches besteht, würde ich mich über eine kurze Rückmeldung freuen und würde dies dann in den nächsten Wochen angehen.

Fazit: Warum der ganze Bohei um passives Einkommen? 

Dieser Artikel ist im Vergleich zu anderen zuvor vor mir verfassten Artikeln erstaunlich lang geworden…ja, ich finde das Thema interessant und habe (erneut) gerne darüber geschrieben. Dies liegt auch daran, dass für mich passive Einkommensquellen ganz eng mit finanzieller Freiheit zusammenhängen. Genauer gesagt, ist für mich finanzielle Freiheit das Ziel, während passive Einkommensquellen der Weg ins Ziel sind. Ich habe bereits zuvor beschrieben, dass finanzielle Freiheit aus meiner Sicht als Vorsorge für den Ruhestand (nicht erst ab 65!) bzw. zur Weitergabe an folgende Generationen und für eine stärkere Selbstbestimmung des eigenen Handelns erstrebenswert ist. Passive Einkommensquellen sollen nun dabei helfen, diese Ziele zu erreichen. Wenn die Beschäftigung mit der Thematik zusätzlich noch anderen auf dem Weg zur finanziellen Freiheit bzw. zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den persönlichen Finanzen bzw. zur Finanzbildung im Allgemeinen beiträgt, bin ich zufrieden.

Wichtig ist finde ich auch, dass es sich um eine persönliche Entscheidung handelt, ob man den Aufbau passiver Einkommensquellen verfolgen möchte oder nicht. Der Pfennigfuxer weist abwägend und sehr treffend darauf hin, dass passive Einkommensquellen nichts für jedermann insb. weil viele der systembasierten, passive Einkommensquellen nicht so leicht erschlossen werden können. Nicht jeder ist der geborene Schriftsteller, Komponist, Unternehmer, etc. Gleichzeitig lohnt es sich auch nach Ansicht des Pfennigfuxers es zu versuchen – denn wer es nicht versucht, hat schon verloren – in diesem Sinne: Viel Erfolg beim Aufbau Eurer passiven Einkommensquellen!

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6 Gedanken zu “Blogparade passives Einkommen: „Money for nothing and chicks for free“ oder „Geld ohne Arbeit“ kommt am besten aus einem Portfolio passiver Einkommensquellen

  1. Moin Lukas,
    ein wirklich sehr guter Beitrag. Hier wird der Begriff des passiven Einkommens ja mal richtig toll erklärt. Das hilft glaube ich beim Verstehen 🙂

    Schön, dass du auch deine eigenen passiven Einkommensarten mit uns teilst und den Bezug zur finanziellen Freiheit herstellst.

    Vielen Dank für den starken Input!
    Beste Grüße
    Vincent

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  2. Hallo Lukas,

    danke für den schönen Artikel. Er liest sich sehr flüssig und es hat Spaß gemacht, ihn zu lesen. Bei einem Punkt möchte ich jedoch einmal einhaken, da hast Du mein Interesse geweckt:
    „[…] das Direkt-Investment in vermietete Wohnimmobilien ab, welches in einer GmbH gebündelt ist.“
    Kannst Du das kurz näher erläutern? Ist das der Öffentlichkeit zugänglich? Und wie kann ein solches Investment ausfindig gemacht werden?

    Zudem wäre ich stark an einer Rezension des „4-Stunden-Startups“ interessiert. Keep up!

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    1. Hallo ArtVandelay,
      Vielen Dank für Deinen Kommentar und das positive Feedback 🙂
      @Immobilien-Direktinvestment: Ich habe gemeinsamt mit Partnern in Wohnimmobilien investiert. Sowohl aus Haftungs- als auch aus steuerlichen Gründen ist eine GmbH das Vehikel, über das wir die Immobilien gekauft haben. Es handelt sich nicht um ein öffentlich zugängliches Investment, sondern um ein völlig selbst „gebautes“ Investment. Die Immobilien konnten durch eingehende Recherche des lokalen Immobilienmarkts (über Makler) gefunden werden.
      @4-Stunden-Startup: An diesem Thema scheint großes Interesse zu bestehen – ich habe das Buch schon ausgelesen und werden vss. im September die Rezension publizieren!
      Viele Grüße
      MFF

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