Heute freue ich mich einen Gastartikel meines Blogger-Kollegen Martin von zinskraft.de zu veröffentlichen. Martin ist nicht nur begeisterter Kraftsportler, sondern auch am langfristigen Vermögensaufbau interessierter Investor! Im nachfolgenden Artikel, analysiert er daher, was Kraft- und Vermögensaufbau seiner Ansicht nach gemeinsam haben. Ich freue mich auf eine interessante Perspektive und wünsche Euch viel Spaß beim Lesen!

Auf den ersten Blick sind diese zwei Interessen, nämlich Kraftsport und Vermögensaufbau, völlig unterschiedlich. Man muss doch nicht gut in der Kniebeuge oder im Bankdrücken sein, um sein Geld klug anzulegen? So mancher, der sich weniger stark mit dem Kraftsport beschäftigt undder folglich bei „Kraftraining“ als erstes an stumpfe Mukkibudenpumper denkt (was Quatsch ist) mag gar annehmen, dass solch eine Klientel keine Ahnung vom klugen Investieren haben kann.

Andersherum denkt so mancher womöglich, dass jemand, der sich um seine Finanzen kümmert und bedacht investiert, wohl kaum mehrmals pro Woche in der Mukkibude die Sau rauslässt.

Umso besser, dass ich im Zuge dieses Artikels gleichzeitig mit so manchem Vorurteil im Bereich des Kraftsports aufräumen kann! Gehirn- und Muskelschmalz schließen sich mitnichten aus und stumpfes Gepumpe hat wenig mit ernsthaftem Kraftsport zu tun!Auf den ersten Blick sind diese zwei Interessen, nämlich Kraftsport und Vermögensaufbau, völlig unterschiedlich. Man muss doch nicht gut in der Kniebeuge oder im Bankdrücken sein, um sein Geld klug anzulegen? So mancher, der sich weniger stark mit dem Kraftsport beschäftigt und der folglich bei „Krafttraining“ als erstes an stumpfe Mukkibudenpumper denkt (was Quatsch ist) mag gar annehmen, dass solch ein Klientel keine Ahnung vom klugen Investieren haben kann.

Andersherum denkt so mancher womöglich, dass jemand, der sich um seine Finanzen kümmert und bedacht investiert, wohl kaum mehrmals pro Woche in der Mukkibude die Sau rauslässt.

Der Unterschied zwischen „Pumpen“ und ernsthaftem Krafttraining

Okay, ich gebe es zu. Das Vorurteil des stumpfen Pumpers kommt nicht von ungefähr. Aus meinen alltäglichen Beobachtungen im Fitness-Studio schließe ich, dass etwa 80% der Leute im Fitness-Studio stumpf an irgendwelchen Maschinen pumpen (mit grausiger Technik) und hauptsächlich anwesend sind, um sich zu unterhalten oder den Mädels in Yogapants hinterherzuglotzen. Zudem trainieren diese Personen hauptsächlich „Arme und Brust“, weil man das ja nachts im Club am besten sieht…

Fast noch schlimmer sind die Mädels, die schätzungsweise zu 85% viel zu lasch trainieren, falsche Technik an den Tag legen und (warum auch immer) scheinbar Angst vor den freien Übungen haben, die sie sehr viel weiter bringen würden als ihre fragwürdigen „Bauch-Beine-Po“-Übungen.

Wie dem auch sei: Es gibt diese 15-20% der anwesenden Leute, die ernsthaft trainieren und Ahnung von Trainingsplanung und der korrekten Technik haben. Die auch abseits des Fitnessstudios Videos, Artikel und Bücher zu diesen Themen studieren und versuchen das dort Gelehrte und Gelernte in ihr eigenes Training zu integrieren und sich stetig zu verbessern.

Diese Personen wissen dann auch, dass die schweren Grundübungen, die Konzentration, Fokus und Spannung im ganzen Körper erfordern, der Schlüssel sind und mit Abstand den besten „Bang for the Buck“ liefern. Dies sind Kniebeuge, Kreuzheben und Bankdrücken. Übt man diese Übungen intensiv und fokussiert aus, kann man sich jeglichen Kleinscheiss an Maschinen sparen. Allein durch die notwendige Konzentration und den Fokus haben diese Übungen bereits deutlich andere Auswirkungen auf den Körper als irgendwelche Maschinen. Mache einmal intensiv Kniebeugen, dann kannst du dir jegliche „Beinmaschinen“ sparen. Hier habe ich dazu einige gute Technikvideos von „TheTysonFitness“ vorgestellt.

Doch bevor dies ein reiner Fitness-Artikel wird: Zurück zum Thema! Ich stelle dir nun meine Top 3 Argumente vor, wieso ich Parallelen hinsichtlich des Kraft- und Vermögensaufbaus sehe.

Return on time invested (ROTI)

Da ich oben bereits den „Bang for the Buck“ angesprochen habe, möchte ich diesen direkt noch einmal aufgreifen und mit dem in der Finanzszene oft zitierten ROTI vergleichen.

Durch das Krafttraining habe ich bereits vor längerer Zeit gelernt, dass wenige, intensiv durchgeführte Mehrgelenksübungen erheblich mehr bringen (im Sinne von gesamte Kraft des Körpers) als viele kleinere Übungen. Dadurch weiß ich, dass sich oftmals mit weniger (Übungen) mehr herausholen lässt als andersrum. So war mir die Sache mit dem ROTI dann auch sofort einleuchtend: Wieso soll ich extrem viel Zeit und Energie in Unternehmensanalysen stecken, wenn ich einfach einen ETF kaufen kann oder einfach namhafte und standhafte Unternehmen wählen kann, die mir höchstwahrscheinlich zumindest keine schlechtere Rendite verschaffen werden und die ich dann komplett passiv verwalte?

Mit weniger Zeitaufwand mehr herausholen: sowohl mehr Muskelkraft als auch mehr Money!

Der stete Tropfen höhlt den Stein

Ein ganz klares Credo für Fortschritte in der Kniebeuge, dem Bankdrücken oder dem Kreuzheben ist: habe Geduld! Du hast einen Plan, den zu verfolgst und der dir genau aufzeigt, wie du dich langsam aber stetig in den Gewichten steigerst. Überstürze nichts, sonst läufst du Gefahr dich zu verletzen! Wenn du aber einfach immer weiter regelmäßig in’s Training gehst (Regelmäßigkeit ist absolut essentiell) und geduldig dein Ding durchziehst, wirst du dich mit der Zeit zwangsläufig in Sachen Körperkraft und körperlichem Aussehen verbessern!

Ein ganz klares Credo für Fortschritte beim Sparen und Investieren ist: habe Geduld! Du hast einen Plan, den du verfolgst und der dir genau aufzeigt, wie du dein Vermögen langsam aber stetig vermehren kannst. Überstürze nichts, sonst läufst du Gefahr dein Geld zu verbrennen anstatt zu vermehren! Wenn du aber einfach immer weiter regelmäßig investierst (Regelmäßigkeit ist absolut essentiell) und geduldig dein Ding durchziehst, wirst du bzw. der Zinseszins dein Vermögen mit der Zeit zwangsläufig vermehren, wenn du langfristig dabei bleibst!

Ich denke, diese zwei Absätze bedürfen keiner weiteren Erklärungen zwecks Parallelen 😉

Wozu investieren für’s Alter, wenn ich dann ein buckeliger, alter Sack bin?

Die nächste Parallele ist weniger „mindsetmäßig“ angehaucht, sondern ganz pragmatisch zu sehen: Viele Menschen sparen und investieren für die Altersvorsorge. Da muss die simple Frage erlaubt sein: Was bringt mir meine angesparte Kohle, wenn ich viele Freuden des Lebens im Alter nicht mehr ausführen kann, weil ich zu unbeweglich bin oder Krankheiten habe? Wenngleich man vor manchen Krankheiten natürlich nie zu 100% gefeit ist, kann man durch regelmäßigen und intensiven Sport doch extrem gute Prävention betreiben. Und das sehe ich nicht nur in physischer, sondern auch in psychischer Hinsicht so. So wie ich meine Finanzen und den Vermögensaufbau pflege, so sollte ich auch das wichtigste im Leben pflegen: meine eigene geistige und körperliche Gesundheit. Insofern gehören für mich das Investieren und ein relativ gesunder Lebensstil mit Sport absolut zusammen.

Nun kennst du meine Ansichten bezüglich des Zusammenhangs von Kraft- und Vermögensaufbau! Wie sieht es bei dir aus? Siehst du diesen Zusammenhang ähnlich wie ich? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Ich bedanke mich herzlich bei Martin für den tollen Artikel und die interessante Perspektive. Ich wünsche Euch allen, dass Euer ROTI stimmt, ihr Geduld mitbringt und das Streben nach Vorsorge für später sowohl beim Sport, als auch in Eurem Geldleben mit an den Start bringt! Nächste Woche werde ich einen Artikel veröffentlichen, der sich mit Diversifikation beschäftigt, der auch auf zinskraft.de erscheinen wird – also: Stay tuned!

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