Wie wohl jeder Blogger frage ich auch ich mich, wer seine Leser so sind, was sie beschäftigt und umtreibt. Da zielgruppengerechte Beiträge angeblich die Reichweite erhöhen, ist die Kenntnis um die Wünsche der Leserschaft ja über die persönliche Neugier hinaus sogar höchst sinnvoll. Gleichzeitig wünsche ich mir eine hohe Interaktion mit meinen Lesern, sei es über Kommentare oder über E-Mail. Entsprechend habe ich im Dezember eine Aktion zur Steigerung der Interaktion mit meinen Lesern gemacht – heute möchte ich Schneewittchen, als Gewinner des Gewinnspiels in einem Interview Euch allen vorstellen!

Insgesamt war ich von der positiven Resonanz der Aktion überrascht! Es meldeten sich mehr als 25 neue Abonnenten für meinen Blog, auch konnte ich einige tolle Ideen für neue Artikel gewinnen. Vielleicht war aber auch das Buch „So denken Millionäre“ von T. Harv Eker der wesentliche Grund für das Abonnieren meines Blogs 😉

So, nun aber zum Interview mit dem Gewinner des Gewinnspiels! Dieser möchte anonym bleiben, hat sich zu diesem Zweck das Pseudonym Schneewittchen zugelegt und lebt im schönen München. Im Interview erzählt Schneewittchen gleich eine Menge mehr über sich!

Meine finanzielle Freiheit: Was beschäftigt Dich am Thema finanzielle Freiheit, Vermögensaufbau und Geldanlage?

Schneewittchen: Na, das Geld! Wie so oft ist (leider) bei meiner sehr emanzipierten Partnerin das Thema Geld in meiner Hand – insofern interessiert mich, wie es für uns beide mehr werden kann. Dabei versuche ich ein stabiles und zugleich renditestarkes Depot zu konstruieren – aber das ist jetzt auch nichts, was ein Alleinstellungsmerkmal bei mir wäre, sondern gilt für jeden der investiert.

Meine finanzielle Freiheit: Wie nutzt Du Blogs? Was findest Du interessant, was nicht?

Schneewittchen: Ich versuche über Blogs Neues zu erfahren. Ich habe verschiedene Newsletter abonniert und so verfolge ich, was andere recherchieren (Danke!). Dabei genieße ich, dass viele sehr gründlich arbeiten und weitaus zusammenhängender schreiben, als in Foren. Aber auch Fragen in Foren habe ich schon gepostet. Besonders interessiert mich stets: 1. Dinge, die ich noch nicht richtig verstanden habe, ich noch keine Meinung gefunden habe oder noch sinnvoll mehr lernen kann (z.B. Rohstoffe, Infrastruktur, REIT-Investments, was mache ich mit meinen Aktien-Stimmrechten, die ich nicht wahrnehme (Stichwort: Kleinanlegervereinigung übertragen?). 2. Beiträge die konträr zu meiner Meinung sind (so überprüfe ich diese).

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Meine finanzielle Freiheit: Was bedeutet finanzielle Freiheit für Dich? Ist Dir eine absolute Zahl des Vermögens (z.B.: € X Mio.) oder die Abdeckung bestimmter Bedürfnisse wichtig?

Schneewittchen: Mir ist die Abdeckung bestimmter Bedürfnisse wichtig. Und nur manchmal denke ich, dass finanzielle Freiheit ein sinnvolles Ziel wäre. Meine Partnerin sagt hierzu zurecht, dass wir beide gerne arbeiten. Wir haben Berufe, in denen es sich auch im Rentenalter lohnt tätig zu sein – warum also müssen wir die finanzielle Freiheit erreichen? Da hat sie recht. Gleichzeitig haben wir nicht so große Bedürfnisse (bzw. ein passendes Einkommen) so dass wir mit unserer Sparquote die finanzielle Freiheit – wenn man sie so nennt, in vielleicht 20 Jahren erreichen.

Meine finanzielle Freiheit: Welche passiven Einkommensquellen findest Du besonders interessant?

Schneewittchen: Autorenschaften finde ich super interessant! Nicht, weil es so viel Geld abwirft, sondern weil ich durch Zufall dazu gekommen bin, an Schulbüchern mitzuarbeiten. Passives Einkommen macht Spaß, weil es wie zusätzlich – wie ein Geschenk wirkt. Rechnet es man sich bei mir auf den Stundenlohn um, lohnt es sich vermutlich nicht mal im Ansatz (unterhalb des Mindestlohns).

Meine finanzielle Freiheit: Aus welchen Fehlern in Finanzangelegenheiten hast Du gelernt und können andere lernen?

Schneewittchen: Bisschen peinlich aus heutiger Sicht: Als wir den Bankberatern den Rücken gekehrt haben, haben wir in Genossenschaftsanteile der German-Pallets investiert. Was mit dem Investment geschehen ist, kann jeder im Internet nachlesen. Ich bereue es aber nicht – zeitgleich haben wir etwa den gleichen Betrag auf eigenen Entschluss (und mit genauso wenig Wissen) in einen guten Fonds mit geringen Kosten in Schwellenländern investiert – und den Verlust somit etwa eins zu eins ausgeglichen.

Meine finanzielle Freiheit: Wie investierst du heute?

Schneewittchen: Danke der Nachfrage – nach meinem German-Pallets-Desaster ist es mir wichtig, mich heute ein bisschen geläutert zu geben. Wir haben vorwiegend ein ETF-Depot. 62% Aktien mit BIP-Diversifikation, wobei 50% des Aktienanteils durch Smart-Beta abgedeckt werden, die anderen 50% marktgewichtet. Innerhalb des Europa-Anteils spiele ich mich mit Investitionen mit Einzelaktien (Buy and Hold), weil ich dazu ein bisschen mehr verstehen will. Der Rest vom Portfolio: 15% liegen in Rohstoffe, 10% in REITS, etwa €10.000 stets in Cash und der Rest in Wohnungsbaugenossenschaften (diversifiziert – deckt meinen Risiko 2-Bereich ab, weil ich auf steigende Zinsen setze und daher in keine Renten investieren will).

Meine finanzielle Freiheit: Welchen finanziellen Tipp würdest Du unseren Lesern mitgeben?

Schneewittchen: Hm…vielleicht dass Partnerschaft und Familie wichtiger ist als Geld – aber das muss jeder selbst entscheiden. In Fragen Finanzen: Mut zu Entscheidungen zu haben. Neue Ideen einfach mit frischem Kapital umsetzen und alte (Fehl-)Entscheidung erstmal noch 1-2 Jahre ruhen lassen. Bleibt es eine Fehlentscheidung (oft sind es ja nur momentane Gefühle dazu), kann man immernoch verkaufen.

Meine finanzielle Freiheit: Danke für das Interview und viel Spaß beim Lesen von „So denken Millionäre“ von T. Harv Eker!

Schneewittchen: Gerne und vielen Dank für das Buch!

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2 Gedanken zu “Interview mit Schneewittchen

  1. Hallo MFF,
    interessanter Artikel. Besonders spannend finde ich die Idee von Schneewittchen in Wohnungsbaugenossenschaft zu investieren. Hierzu eine kurze Frage, weil ich noch keine Erfahrungen dort habe. Wie flexibel sind diese Anteil? Ich habe im Hinterkopf, dass die Kündigungsfrist recht lange ist, oder?
    Liebe Grüße
    Henning

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