Sind alle Finanzblogger und ihre Leser unter 40?

Sind alle Finanzblogger und ihre Leser unter 40?

Natürlich soll die als Frage formulierte Überschrift provozieren 😉 Bei mir setzt sich immer mehr der Eindruck fest, dass der überwiegende Anteil der Finanzblogger maximal 40, männlich und unselbständig beschäftigt ist. Auch ich bin hier wohl keine Ausnahme. Mir sind zwar einige löbliche Ausnahmen aus meiner Leserschaft bekannt, zu denen ich bereits Kontakt hatte. Ich wage aber zu bezweifeln, dass dies mehr als 10% der Interessierten zum Thema personal finance sind. Es würde mich sehr freuen, wenn ich mit meinem Eindruck völlig falsch liege – also bitte um Widerspruch in den Kommentaren!

Dieser Artikel soll die Frage aufgreifen, ob es eine Ursache dafür gibt, dass die Beschäftigung mit Finanzthemen besonders eine junge Zielgruppe anspricht. Dabei wird auch der Aspekt beleuchtet, dass gerade ältere Menschen durch ihr Finanzleben zusehends herausgefordert werden. Schließlich werden Auswege aus diesem Spannungsverhältnis aus jungen finanzaffinen und alten, eher finanzfernen Personengruppen gesucht.

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Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr! – Wie verbesserte Finanzbildung bzw. „financial literacy“ erreicht werden kann

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr! – Wie verbesserte Finanzbildung bzw. „financial literacy“ erreicht werden kann

Die Allianz Versicherung brachte Anfang 2017 die Studie When will the penny drop? – Money, financial literacy and risk in the digital age“ heraus. Aus einer Befragung von je 1.000 Personen aus Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Portugal, Spanien, der Schweiz und Großbritannien wurden durchaus besorgniserregende Erkenntnisse zum Stand der Kenntnisse der Europäer zum Thema Finanzen und Risiko offengelegt. In diesem Blogbeitrag möchte ich neben einem kursorischen Review der Studie auch überlegen, wie verbesserte Finanzbildung erreicht werden kann.

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Rezension „Der reichste Mann von Babylon“

Rezension „Der reichste Mann von Babylon“

„Der reichste Mann von Babylon“ wurde von Georg S. Clason bereits im Jahr 1926 veröffentlicht. Das Buch ist eine Sammlung von 10 Parabeln, die im antiken Babylon spielen und Ratschläge zum Thema personal finance vermitteln sollen. Ursprünglich handelte es sich um eine Serie von Pamphleten, die von Banken und Versicherungsunternehmen verteilt wurden, bevor die Sammlung als Gesamtwerk publiziert wurde (Quelle: Wikipedia).

Georg S. Clason ist insb. auch für die Wortschöpfung „Pay yourself first“ bekannt, also die Praxis einen Teil seines Einkommens am Anfang des Monats zu sparen und so sich selbst vor sämtlichen Gläubigern und laufenden Kosten zu bezahlen. Gemeinhin gilt „Der reichste Mann von Babylon gilt als Standardwerk zum Thema finanzielle Freiheit und wird z.B. auch von Bodo Schäfer hoch gelobt: „Kein anderes Buch über Finanzen hat so viel bewegt. EIN MUSS!“ Ist der Hype also berechtigt?
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Die Qual der Wahl – 7 Tipps zur Auswahl von ETFs

Die Qual der Wahl – 7 Tipps zur Auswahl von ETFs

Auf der Handelsplattform XETRA werden mehr als 1000 ETFs gelistet. Immer wieder wird von der steigenden Popularität von ETFs berichtet, zuletzt z.B. in der Financial Times Serie „Age of the ETF“. Gleichzeitig wird Dir der Bankberater Deines Vertrauens 😉 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei der ETF Auswahl nicht helfen.
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Nimm Dein finanzielles Glück selbst in die Hand!

Nimm Dein finanzielles Glück selbst in die Hand!

In meinem letzten Artikel vor dem Jahreswechsel habe ich über Neujahrsvorsätze geschrieben. Wenn ich für breite Bevölkerungsschichten einen Vorsatz ergänzen könnte, wäre das „Nimm Dein finanzielles Glück selbst in die Hand – verlass Dich nicht auf die staatliche Vorsorge!“ – ein weiterer frommer Wunsch für 2017? Vielleicht. Tatsächlich kann dieser Vorsatz durch ganz konkrete, am Ende dieses Artikels beschriebene Schritte sofort in die Tat umgesetzt werden.
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7 Tipps für Neujahrsvorsätze zur finanziellen Freiheit

7 Tipps für Neujahrsvorsätze zur finanziellen Freiheit

Neujahrsvorsätze sind ja so eine Sache… ein Gutteil wird ohnedies nicht eingehalten. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel sind Mitgliedschaften und der Besuch von Fitness-Centern. Meine persönliche und wohl nicht wissenschaftliche Beobachtung ist, dass im Januar ein deutlicher Anstieg der Besucherzahlen zu verzeichnen ist, während ab Februar bereits alles zurück auf normalem Niveau ist. Der rational sehr sinnvolle Vorsatz „Im Neuen Jahr mehr Sport machen!“ hat also keine besonders lange Halbwertszeit und wird rasch über Bord geworfen. Also wieder ein Neujahrsvorsatz, der nicht eingehalten wird…

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Interview mit Rico von erfolgreich-sparen.com

Interview mit Rico von erfolgreich-sparen.com

Rico von http://www.erfolgreich-sparen.com/ beschäftigt sich schon seit 2009 mit Themengebieten rund um die finanzieller Freiheit. Neben seiner Tätigkeit im Bereich Corporate Finance mit Schwerpunkt Unternehmensfinanzierung und Controlling, baut er zudem stetig passive Einkommensquellen als Stillhalter mit Optionen, mit Dividendenaktien und seinem Blog auf. Ich freue mich, dass er meiner Interview-Anfrage gefolgt ist, da er sich mit dem Fokus auf Optionenhandel vom Mainstream ab und biete eine alternative Perspektive. Viel Spass beim Lesen des Interviews!

Finanzielle Freiheit: Was ist der Inhalt deines Blogs?

Rico: Auf erfolgreich-sparen.com beschäftige ich mich seit 2009 mit dem Thema „Private Finanzen“. Den Einstieg fand ich zunächst über die klassische Frage wie man besser Geld sparen kann (daher kam auch der Blog-Titel). Allerdings wurde mir dann relativ schnell klar, dass Sparen allein nicht wirklich viel bringt, wenn du nicht genau weiß WOZU du eigentlich sparst. Deshalb habe ich mich immer mehr der Frage der finanziellen Freiheit angenähert und bin darüber auch auf das Konzept des passiven Einkommens aufmerksam geworden. Auf der Website kann man dann relativ klar meinen Weg von Dividendenaktien, langfristigem Investieren bis zu meinem aktuellen Hauptfokus Optionshandel nachverfolgen.

Finanzielle Freiheit: Das kann ich gut nachvollziehen – siehe auch meinen Artikel zum Thema Sparen/Investieren. Doch, was unterscheidet deinen Blog von all den anderen Blogs über finanzielle Freiheit? Warum sollen unsere Leser immer wieder kommen?

Rico: Zunächst muss ich einfach mal sagen, dass alle deutschen Finanzblogger einen super Job machen. Das Thema Geld wird in Deutschland immer noch totgeschwiegen und ich stelle jeden Tag fest, wie wenig die Menschen damit anfangen können. Jede Diskussion um Geld und Finanzen stärkt das Bewusstsein der Leser, dass sie sich mit dem Thema befassen müssen und sollten!

Allerdings beschäftigen sich die meisten Blogs doch sehr einheitlich mit dem gleichen Konzept. In den letzten Jahren konnte man mit zusehen, wie das Thema Dividenden als passives Einkommen in den Fokus gerückt ist. Ich bin darüber zwar auch gestartet, aber ich musste doch recht schnell feststellen, dass man hier verdammt lange „sparen“ muss, bis wirklich ein spürbarer Dividendenstrom entsteht.

Im Gegensatz zu anderen Blogs möchte ich nicht „langsam und sicher“ finanziell unabhängig werden, sondern SCHNELL und sicher.

Die meisten Denken, dass schnell immer etwas mit Betrug oder hohem Risiko zu tun hat. Ich möchte aber einfach vermitteln, dass das so nicht stimmt. Risiko ist auch immer eine relative Größe. Wenn du als kleines Kind zum Beispiel laufen gelernt hast, war das erstmal sehr gefährlich. Ständig bist du gestürzt und es kullerten Tränen. Doch mit der Übung gehört das aufrechte gehen für jeden Erwachsenen nun einfach dazu.

Ebenso ist es mit dem Autofahren. Natürlich ist Autofahren gefährlich, aber man kann das Risiko durch Übung, Training und Erfahrung in den Griff bekommen. Nicht ohne Grund können wir nun mit hohen Geschwindigkeiten über die Autobahn rollen und trotzdem sinkt die Zahl der Verkehrsopfer stetig.

Beim Investieren ist es genauso: Beim ersten Kontakt mit der Börse erscheint eine einfache Aktie schon riskant, doch mit der Erfahrung wirst du lernen, dass man diese Risiken gut in den Griff bekommen kann. Je besser du hier wirst, desto höher wird auch deine mögliche Rendite und desto schneller kannst du finanziell frei werden.

Finanzielle Freiheit:  Was ist dein liebster Beitrag auf deinem Blog und warum? Ist das auch jener Beitrag, der den meisten Traffic bekommt?

Rico: Mein liebster Beitrag ist die Artikelserie „Geheime Welt der Stillhalter“ (http://www.erfolgreich-sparen.com/geheime-welt-der-stillhalter-teil-1/). Allerdings wird der Beitrag nicht besonder oft gelesen, weil ich vermute, dass die meisten sich von dem Thema noch abschrecken lassen. Ich wünsche mir aber, dass ich damit meinen Lesern eine Welt eröffnen kann, in der sie sehen, dass der Finanzmarkt viel mehr Möglichkeiten als steigende und fallende Kurse bietet.

Finanzielle Freiheit: Ich habe die Aritkelserie gelesen und dabei gemerkt, dass ich mich mit Optionsstategien mehr befassen sollte… Nun, was bedeutet aber finanzielle Freiheit für Dich? Wo befindest Du Dich am Weg zur finanziellen Freiheit? Wann willst Du sie erreichen? Ist Dir eine absolute Zahl des Vermögens (z.B.: € X Mio.) oder die Abdeckung bestimmter Bedürfnisse aus passivem Einkommen wichtig?

Rico: Für mich bedeutet die finanzielle Freiheit, dass ich mir Zeit und Arbeit selbst einteilen kann. Ich möchte nicht von meinen Chef vorgegeben haben, wann ich Urlaub machen darf. Ich möchte auch selbst entscheiden, mit welchen Projekten ich meine Lebenszeit verwende. Mich graut es vor der Idee 40 Jahre in einem Unternehmen angestellt zu sein und danach nichts als einen feuchten Handschlag zu erhalten.

Eine konkrete Zahl habe ich nicht im Kopf. Aber ich möchte genug Einkommen generieren, um meine Lebenshaltungskosten bequem absichern zu können. Das lässt sich ja nicht nur über die Höhe des Kapitals erreichen sondern auch über die erzielbare Rendite. Deswegen ist es für mich auch so wichtig, dass ich mich fast täglich mit dem Thema beschäftige und immer wieder neues dazu lerne.

Finanzielle Freiheit:  Wie planst Du die finanzielle Freiheit zu erreichen? Welche passiven Einkommensquellen findest Du besonders interessant?

Rico: Mein Weg führt mich über den Handel mit Optionen als Stillhalter. Damit hast du alle Möglichkeiten, dein Risiko selbst zu definieren und kennst gleichzeitig auch die dafür mögliche Rendite. Wenn mein Kapital und das erzielte Einkommen daraus einmal groß genug ist, wird zusätzliches Einkommen dann wieder in defensive Formen wie Dividenden oder Immobilien investiert.

Finanzielle Freiheit: Welchen finanziellen Tipp würdest Du unseren Lesern mitgeben?

Rico: Ich denke, der beste Tipp, den ich bieten kann, ist der Hinweis auf den Optionshandel. Damit meine ich nicht Optionsscheine, sondern echte Optionen. Schau dir auch gern mal Jens Rabe an, er zeigt, wie man mit Optionen Geld verdienen kann. Auch beim Optionsuniversum findet man eine gute deutsche Anlaufstelle. In beiden fällen gibt es auch Videos, in denen viel ausführlich erklärt wird. Wenn du Englisch kannst, schau dich bei englischen Seiten um über Option Writing. Die Community ist hier einfach so viel größer!

Das Thema wird in Deutschland totgeschwiegen. Natürlich ist auch nicht so einfach zugänglich wie „kaufe Dividendenaktien oder ETFs und halte sie bis zur Rente“, aber glaube mir, es ist wirklich wert, sich damit etwas näher zu beschäftigen.

Finanzielle Freiheit: Vielen Dank für das Interview, Rico!