Nimm Dein finanzielles Glück selbst in die Hand!

Nimm Dein finanzielles Glück selbst in die Hand!

In meinem letzten Artikel vor dem Jahreswechsel habe ich über Neujahrsvorsätze geschrieben. Wenn ich für breite Bevölkerungsschichten einen Vorsatz ergänzen könnte, wäre das “Nimm Dein finanzielles Glück selbst in die Hand – verlass Dich nicht auf die staatliche Vorsorge!” – ein weiterer frommer Wunsch für 2017? Vielleicht. Tatsächlich kann dieser Vorsatz durch ganz konkrete, am Ende dieses Artikels beschriebene Schritte sofort in die Tat umgesetzt werden.
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7 Tipps für Neujahrsvorsätze zur finanziellen Freiheit

7 Tipps für Neujahrsvorsätze zur finanziellen Freiheit

Neujahrsvorsätze sind ja so eine Sache… ein Gutteil wird ohnedies nicht eingehalten. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel sind Mitgliedschaften und der Besuch von Fitness-Centern. Meine persönliche und wohl nicht wissenschaftliche Beobachtung ist, dass im Januar ein deutlicher Anstieg der Besucherzahlen zu verzeichnen ist, während ab Februar bereits alles zurück auf normalem Niveau ist. Der rational sehr sinnvolle Vorsatz “Im Neuen Jahr mehr Sport machen!” hat also keine besonders lange Halbwertszeit und wird rasch über Bord geworfen. Also wieder ein Neujahrsvorsatz, der nicht eingehalten wird…

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Interview mit Rico von erfolgreich-sparen.com

Interview mit Rico von erfolgreich-sparen.com

Rico von http://www.erfolgreich-sparen.com/ beschäftigt sich schon seit 2009 mit Themengebieten rund um die finanzieller Freiheit. Neben seiner Tätigkeit im Bereich Corporate Finance mit Schwerpunkt Unternehmensfinanzierung und Controlling, baut er zudem stetig passive Einkommensquellen als Stillhalter mit Optionen, mit Dividendenaktien und seinem Blog auf. Ich freue mich, dass er meiner Interview-Anfrage gefolgt ist, da er sich mit dem Fokus auf Optionenhandel vom Mainstream ab und biete eine alternative Perspektive. Viel Spass beim Lesen des Interviews!

Finanzielle Freiheit: Was ist der Inhalt deines Blogs?

Rico: Auf erfolgreich-sparen.com beschäftige ich mich seit 2009 mit dem Thema “Private Finanzen”. Den Einstieg fand ich zunächst über die klassische Frage wie man besser Geld sparen kann (daher kam auch der Blog-Titel). Allerdings wurde mir dann relativ schnell klar, dass Sparen allein nicht wirklich viel bringt, wenn du nicht genau weiß WOZU du eigentlich sparst. Deshalb habe ich mich immer mehr der Frage der finanziellen Freiheit angenähert und bin darüber auch auf das Konzept des passiven Einkommens aufmerksam geworden. Auf der Website kann man dann relativ klar meinen Weg von Dividendenaktien, langfristigem Investieren bis zu meinem aktuellen Hauptfokus Optionshandel nachverfolgen.

Finanzielle Freiheit: Das kann ich gut nachvollziehen – siehe auch meinen Artikel zum Thema Sparen/Investieren. Doch, was unterscheidet deinen Blog von all den anderen Blogs über finanzielle Freiheit? Warum sollen unsere Leser immer wieder kommen?

Rico: Zunächst muss ich einfach mal sagen, dass alle deutschen Finanzblogger einen super Job machen. Das Thema Geld wird in Deutschland immer noch totgeschwiegen und ich stelle jeden Tag fest, wie wenig die Menschen damit anfangen können. Jede Diskussion um Geld und Finanzen stärkt das Bewusstsein der Leser, dass sie sich mit dem Thema befassen müssen und sollten!

Allerdings beschäftigen sich die meisten Blogs doch sehr einheitlich mit dem gleichen Konzept. In den letzten Jahren konnte man mit zusehen, wie das Thema Dividenden als passives Einkommen in den Fokus gerückt ist. Ich bin darüber zwar auch gestartet, aber ich musste doch recht schnell feststellen, dass man hier verdammt lange “sparen” muss, bis wirklich ein spürbarer Dividendenstrom entsteht.

Im Gegensatz zu anderen Blogs möchte ich nicht “langsam und sicher” finanziell unabhängig werden, sondern SCHNELL und sicher.

Die meisten Denken, dass schnell immer etwas mit Betrug oder hohem Risiko zu tun hat. Ich möchte aber einfach vermitteln, dass das so nicht stimmt. Risiko ist auch immer eine relative Größe. Wenn du als kleines Kind zum Beispiel laufen gelernt hast, war das erstmal sehr gefährlich. Ständig bist du gestürzt und es kullerten Tränen. Doch mit der Übung gehört das aufrechte gehen für jeden Erwachsenen nun einfach dazu.

Ebenso ist es mit dem Autofahren. Natürlich ist Autofahren gefährlich, aber man kann das Risiko durch Übung, Training und Erfahrung in den Griff bekommen. Nicht ohne Grund können wir nun mit hohen Geschwindigkeiten über die Autobahn rollen und trotzdem sinkt die Zahl der Verkehrsopfer stetig.

Beim Investieren ist es genauso: Beim ersten Kontakt mit der Börse erscheint eine einfache Aktie schon riskant, doch mit der Erfahrung wirst du lernen, dass man diese Risiken gut in den Griff bekommen kann. Je besser du hier wirst, desto höher wird auch deine mögliche Rendite und desto schneller kannst du finanziell frei werden.

Finanzielle Freiheit:  Was ist dein liebster Beitrag auf deinem Blog und warum? Ist das auch jener Beitrag, der den meisten Traffic bekommt?

Rico: Mein liebster Beitrag ist die Artikelserie “Geheime Welt der Stillhalter” (http://www.erfolgreich-sparen.com/geheime-welt-der-stillhalter-teil-1/). Allerdings wird der Beitrag nicht besonder oft gelesen, weil ich vermute, dass die meisten sich von dem Thema noch abschrecken lassen. Ich wünsche mir aber, dass ich damit meinen Lesern eine Welt eröffnen kann, in der sie sehen, dass der Finanzmarkt viel mehr Möglichkeiten als steigende und fallende Kurse bietet.

Finanzielle Freiheit: Ich habe die Aritkelserie gelesen und dabei gemerkt, dass ich mich mit Optionsstategien mehr befassen sollte… Nun, was bedeutet aber finanzielle Freiheit für Dich? Wo befindest Du Dich am Weg zur finanziellen Freiheit? Wann willst Du sie erreichen? Ist Dir eine absolute Zahl des Vermögens (z.B.: € X Mio.) oder die Abdeckung bestimmter Bedürfnisse aus passivem Einkommen wichtig?

Rico: Für mich bedeutet die finanzielle Freiheit, dass ich mir Zeit und Arbeit selbst einteilen kann. Ich möchte nicht von meinen Chef vorgegeben haben, wann ich Urlaub machen darf. Ich möchte auch selbst entscheiden, mit welchen Projekten ich meine Lebenszeit verwende. Mich graut es vor der Idee 40 Jahre in einem Unternehmen angestellt zu sein und danach nichts als einen feuchten Handschlag zu erhalten.

Eine konkrete Zahl habe ich nicht im Kopf. Aber ich möchte genug Einkommen generieren, um meine Lebenshaltungskosten bequem absichern zu können. Das lässt sich ja nicht nur über die Höhe des Kapitals erreichen sondern auch über die erzielbare Rendite. Deswegen ist es für mich auch so wichtig, dass ich mich fast täglich mit dem Thema beschäftige und immer wieder neues dazu lerne.

Finanzielle Freiheit:  Wie planst Du die finanzielle Freiheit zu erreichen? Welche passiven Einkommensquellen findest Du besonders interessant?

Rico: Mein Weg führt mich über den Handel mit Optionen als Stillhalter. Damit hast du alle Möglichkeiten, dein Risiko selbst zu definieren und kennst gleichzeitig auch die dafür mögliche Rendite. Wenn mein Kapital und das erzielte Einkommen daraus einmal groß genug ist, wird zusätzliches Einkommen dann wieder in defensive Formen wie Dividenden oder Immobilien investiert.

Finanzielle Freiheit: Welchen finanziellen Tipp würdest Du unseren Lesern mitgeben?

Rico: Ich denke, der beste Tipp, den ich bieten kann, ist der Hinweis auf den Optionshandel. Damit meine ich nicht Optionsscheine, sondern echte Optionen. Schau dir auch gern mal Jens Rabe an, er zeigt, wie man mit Optionen Geld verdienen kann. Auch beim Optionsuniversum findet man eine gute deutsche Anlaufstelle. In beiden fällen gibt es auch Videos, in denen viel ausführlich erklärt wird. Wenn du Englisch kannst, schau dich bei englischen Seiten um über Option Writing. Die Community ist hier einfach so viel größer!

Das Thema wird in Deutschland totgeschwiegen. Natürlich ist auch nicht so einfach zugänglich wie “kaufe Dividendenaktien oder ETFs und halte sie bis zur Rente”, aber glaube mir, es ist wirklich wert, sich damit etwas näher zu beschäftigen.

Finanzielle Freiheit: Vielen Dank für das Interview, Rico!

Gewohnheiten nutzen, um finanziell frei zu werden

Gewohnheiten nutzen, um finanziell frei zu werden

Um den Weg zur finanziellen Freiheit erfolgreich zu beschreiten, ist ein gutes Stück Selbstdisziplin erforderlich. Angesichts der schier unendlichen Möglichkeiten, um von besagtem Weg abzukommen – z.B. Konsumausgaben, größeres Auto, größere Wohnung, Ausnahmen vom regelmäßigen Sparen, etc. – ist wohl jede Unterstützung hilfreich. Jeder von uns ist allerdings unterschiedlich diszipliniert, weshalb es keine Patentrezepte geben kann. Vielmehr finde ich Strategien sinnvoll, die uns nicht jeden Tag aufs Neue fordern, sondern unsere Gewohnheiten nutzen, um ans Ziel zu kommen.

Wie soll das funktionieren?

Die Überwindung der eigenen Schwächen in punkto Selbstdisziplin kann aus meiner Sicht durch das Schaffen und konsequente Befolgen von Gewohnheiten erfolgen. Diese Gewohnheiten führen zu einer Automatisierung von Verhaltensweisen, die helfen, den ein oder anderen schwachen Moment zu überwinden.

Viele Unternehmen nützen unsere Gewohnheiten bzw. die Automatisierung bei Abonnements. Der Konsument vergisst auf das bestehende Abonnement, auch wenn die Leistung nicht mehr wirklich benötigt wird oder zumindest nicht erneut gekauft werden würde, wenn eine aktive Kaufentscheidung anstehen würde. Nicht umsonst werden diese Geschäftsmodelle von Investoren als besonders robust angesehen, da sie den Kundenstock quasi automatisch beibehalten ohne neuerliche Verkaufserfolge erzielen zu müssen. Genau diesen Effekt können Sie auch hinsichtlich Ihrer finanziellen Freiheit nutzen!

Lendico Investor

“Rituale sind die Haltegriffe der Seele”

Dieses Zitat habe ich vor längerer Zeit im Rahmen eines Coachings gehört und fand es sehr treffend. Denn jeder von uns hat es in der Hand, Rituale zu schaffen, die beim Erreichen Ihrer finanziellen Ziele unterstützen können. Praktisch also, wenn man die Haltegriffe selbst anbringen kann 😉

In einigen meiner vorherigen Blogbeiträge habe ich bereits einige solche Rituale oder besser gesagt automatisierte Verhaltensmuster beschrieben, die beim Sparen bzw. Beschreiten des Wegs zur finanziellen Freiheit unterstützen:

  • Automatisiertes Sparenregelmäßiges Sparen von anfangs 20% des Nettoeinkommens am Beginn des Monats und graduelle Erhöhung bei Gehaltserhöhungen
  • Kleingeldsparen – regelmäßiges Sparen von Münzen oder ggf. sogar von Geldscheinen mit bedeutenden, unerwarteten Effekten

Darüber hinaus möchte ich auf zehn “reiche Gewohnheiten” eingehen, von denen ich jüngst in einem Buch gelesen habe.

Rich Habits

Das kurze Buch (nur 89 Seiten) Rich Habits – The Daily Success Habits of Wealthy Individuals von Thomas C. Corley  zeigt, eingebettet in eine einfache Rahmenhandlung, zehn Gewohnheiten auf, die typischerweise von reichen Menschen befolgt werden:

  1. Positive Gewohnheiten festlegen und jeden Tag befolgen – von einem gesunden Lebensstil, über fokussierte Arbeitsweisen bis hin zu weniger Fernsehkonsum
  2. Ziele für jeden Tag, jeden Monat, jedes Jahr und langfristig Ziele festlegen und sich jeden Tag darauf besinnen – diese Ziele sollen sowohl niedergeschrieben und oft betrachtet werden, als auch jeden Tag mittels einer To Do Liste abgearbeitet werden. Hierfür verwende ich die kostenlose Software todoist.com, die ich sehr empfehlen kann
  3. Jeden Tag in Selbstverbesserung investieren – Lernen und Bildung jeder Art, sei es durch die Lektüre von Fachzeitschriften oder sonstige Fortbildungsmaßnahmen
  4. Auf die Gesundheit achten – Zeit für Sport schaffen und auf gesunde Ernährung achten
  5. Lebenslange Beziehungen pflegen – zwischenmenschliche Beziehungen pflegen, Namen merken, Geburtstage und sonstige wichtige Ereignisse bedenken
  6. Einen gemäßigten Lebensstil führen – jeglichen Exzess vermeiden und ausgeglichen leben
  7. Aufgaben täglich erledigen, eine “Do It Now”-Mentalität verfolgen – den Satz “was du heute kannst besorgen, verschiebe ruhig auf morgen” aus dem Gedächtnis streichen, wichtige Dinge sofort in Angriff nehmen
  8. Reich denken – positive Denkmuster verfolgen, diese immer wieder bekräftigen
  9. 10% des Brutto-Einkommens sparen – ich verfolge wie schon zuvor beschrieben einen aggressiveren Ansatz, nämlich anfänglich zumindest 20% des Netto-Einkommens zu sparen — siehe Blogbeiträge Automatisiertes Sparen und Wie man mit dem Sparen beginnt)
  10. Gedanken und Emotionen unter Kontrolle halten – insbesondere negative Gedanken (Neid, Zynismus, etc.) aus bestehenden Denkmustern entfernen, positive Gedanken fördern

Ich verfolgte bereits vor der Lektüre des Buches eine Reihe dieser Gewohnheiten und habe das Buch zum Anlass genommen, weitere Gewohnheiten zu etablieren. Insgesamt fand ich das Buch einen sehr guten Denkanstoß und eine gute Unterstützung am Weg in Richtung finanzielle Freiheit.

Welche Gewohnheiten helfen Ihnen am Weg zur finanziellen Freiheit? Wie finden Sie das Buch Rich Habits? Freue mich von Ihnen zu hören, sei es durch einen Kommentar oder über eine Nachricht unter meinefinanziellefreiheit@gmail.com!

Blogparade: Finanzielle Freiheit – Freiheit oder Langeweile?

Blogparade: Finanzielle Freiheit – Freiheit oder Langeweile?

Der Privatier hat für August 2016 zur Blogparade zum Thema “Freiheit oder Langeweile” eingeladen. Dieser Einladung folge ich gern mit einem Blogbeitrag, der außerhalb meines gewöhnlichen Publikationsrhythmus erscheint. Der August war dann doch voller Aktivitäten, weshalb ich erst am 31. August, also dem letzten Tag der Blogparade zur Publikation komme.

Warum finanzielle Freiheit anzustreben?

Bereits in einem der ersten Artikel auf meinem Blog habe ich beschrieben, warum finanzielle Freiheit sinnvoll und erstrebenswert ist: Vorsorge für Schicksalsschläge, Vermögensaufbau für Ruhestand/die nächste Generation und Selbstbestimmung des eigenen Handelns. Während die ersten zwei Gründe durchaus rational klingen mögen, wirkt der dritte Punkt noch esoterisch und vielleicht unkonkret. Gern möchte ich diesen Artikel nutzen, um gerade diesen Punkt zu konkretisieren.

Selbstbestimmung des eigenen Handelns ist ein weiter und abstrakter Begriff, der für mich in seinem Kern die freie Verfügung über verfügbare Zeit bedeutet. Das bedeutet die Freiheit von zeitlich (und örtlich) einschränkenden unselbständigen Arbeitsverhältnissen aber auch von anspruchsvollen und fordernden Kundenwünschen für den Freiberufler. Diese Freiheit kann nur durch die Loslösung von der dringenden und unmittelbar erforderlichen nächsten Gehaltszahlung gelingen. Durch den Wegfall dieser “Angst-und-Zwang-Motivation” für das Nachgehen der beruflichen Tätigkeit, gelingt idealtypisch die selbstbestimmte Wahl über die Verwendung der verfügbaren Zeit.

Lendico Investor

Ist es überhaupt wert den jahrelangen, mühevollen und entbehrungsreichen Weg zur finanziellen Freiheit zu gehen?

Ich habe diese Frage für mich mit einem klaren “Ja” beantwortet – sonst würde mein Blog ja keinen Sinn machen bzw. wäre es irrational ihn zu schreiben. Das bedeutet aber auch, dass ich die Abwägungsentscheidung, dass das Beschreiten des Wegs zur finanziellen Freiheit weniger beschwerlich ist, als die Vorteile aus der finanziellen Freiheit, wie zuvor genannt, klar getroffen habe. Dafür habe ich zwei Gründe.

Erstens ist die finanzielle Freiheit und mit ihr einhergehend die Selbstbestimmung in Zeit und Raum per se ein hohes Gut. Finanzielle Freiheit erlaubt Entscheidungen zur Verwendung der eigenen Zeit frei von Zwang und Angstgefühlen zu treffen. Die hypothetische Betrachtung, wie konkrete Entscheidungen getroffen würden, wenn der Zwang und Druck der nächsten Gehaltszahlung bzw. des nächsten Auftrags wegfällt, kann sehr erhellend sein: Würde man sich gegen so manche berufliche Anforderung entscheiden, einfach nein sagen? Zu Gunsten von Freunden und Familie? Würde man Zeit nur mehr selektiv auf Aktivitäten zuordnen, die im Einklang mit den persönlichen Werten liegen? Die Entscheidung wäre jedenfalls ganz bewusst getroffen und somit stärker im Einklang mit Wünschen und Erwartungen, wodurch es zu höherer subjektiver Zufriedenheit kommen muss.

Zweitens würde ich in Frage stellen, ob der Weg zur finanziellen Freiheit derart beschwerlich und entbehrungsreich sein muss. Es können Gewohnheiten, wie z.B. das automatisierte Sparen und Optimierungsmöglichkeiten genutzt werden, die nicht unmittelbar Entbehrungen hervorrufen. Natürlich kann es sinnvoll sein, den eigenen Lebensstil zu hinterfragen und so weitere Möglichkeiten für Einsparmöglichkeiten zu finden. Den Pfad der “Extrem-Frugalisten” möchte ich für mich allerdings nicht beschreiten. Vielmehr bin ich davon überzeugt, dass allein die Optimierung der Ausgabenseite der Gleichung nicht ausreichen wird, das Ziel der finanziellen Freiheit zu erreichen. Siehe auch mein Artikel Finanziell frei mit Durchschnittseinkommen und Sparsamkeit? Leider, nein!.

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Was tun, mit der durch die finanzielle Freiheit gewonnen Freiheit/Freizeit?

Der Vorhalt eines möglichen Kritikers, dass ja völlig unklar wäre, womit die gewonnene Freiheit/Freizeit verbracht werden könnte, ist aus meiner Sicht nicht angebracht. Die Entscheidung über die Zeitverwendung kann bei Erreichen der finanziellen Freiheit nämlich bewusst getroffen werden: Zeit kann für Familie, Freunde, Reisen, mehr Sport, Kunst, Kultur, kreatives Schaffen, karitative Tätigkeiten, etc., je nach der bestehenden Lebenssituation aufgewandt werden. Eine Festlegung auf ein vordefiniertes Programm, à la “wenn ich erst finanziell frei bin, werde ich…” erscheint mir nicht zielführend. Dadurch wird gedanklich eine Entbehrungssituation geschaffen, die es schwerer machen wird, den Weg zur finanziellen Freiheit konsequent zu beschreiten.

Natürlich schöpfen viele Menschen aus Ihrer beruflichen Tätigkeit Zufriedenheit. Der Schluss, dass aus dem Wegfallen der beruflichen Tätigkeit auch die Zufriedenheit wegfällt ist meines Erachtens aber ein Fehlschluss. Zufriedenheit kann nämlich aus vielen anderen Tätigkeiten geschöpft werden – ich kenne eine finanziell freie Person, die unglaubliche Zufriedenheit aus ihren karitativen Projekten schöpft. Es handelt sich bei ihr um eine völlig freiwillig aufgenommene Tätigkeit, die sämtlichen Apekten der Selbstverwirklichung gerecht wird.

Aus dem Kontakt mit verschiedenen Mitstreitern, u.a. einigen Blogger-Kollegen kann ich zudem sagen, dass sich eine radikale Veränderung der Lebensführung durch das Erreichen der finanziellen Freiheit wohl nicht ergeben wird. Vielmehr geht es um das Setzen von selbst gewählten Akzenten. Von Langeweile hat bisher noch niemand berichtet, vielmehr jedoch von der Chance sich bewusst wertgeschätzten Aktivitäten zuzuwenden.

Für mich selbst kann ich sagen, dass ich mit Eintritt der finanziellen Freiheit auch keine radikale Veränderung meines Lebensstils vornehmen würde. Tätigkeiten, denen ich schon heute gern nachgehe, würde ich wohl umfangreicher und akzentuierter nachgehen. Das wird auf viele Aktivitäten von Reisen über Sport, Literatur, Kunst & Kultur bis hin zu Quality Time für Freunde und Familie zutreffen. Hier gilt, wie oben schon beschrieben, dass ich keinen konkreten Plan für den Zeitpunkt der finanziellen Freiheit vorhalte und die Entscheidung über die gewonnene Freizeit gerne dann bewusst und situativ treffen würde…vor etwaiger Langeweile habe ich jedenfalls keine Angst 😉

Zu Angaben zu meiner Person und meinem Weg zur finanziellen Freiheit, verweise ich auf die folgende Seite.

Die finanzielle Grundausstattung

Die finanzielle Grundausstattung

Ein Leser meines Blogs (vielen Dank für den Hinweis!) fragte mich, welche Bankverbindung, Konten, Depots und sonstigen Tools er brauchen würde, um sich für den Weg zur finanziellen Freiheit zu rüsten. Was ist also die erforderliche finanzielle Grundausstattung?

Bloß keine Komplexität—Keep It Simple!

Am Weg zur finanziellen Freiheit ist es essentiell, einerseits Kontrolle über Ihre Finanzen zu behalten und andererseits keine unnötige Komplexität aufzubauen, also: Keep It Simple! Ich rate daher dringend von Systemen, ab die eine Menge an Buchhaltung erfordern. Mein Blog-Kollege empfiehlt einen Finanztag: Wenngleich ich das strukturierte Vorgehen mit einer Checkliste für sinnvoll halte, erscheint der Aufwand doch beträchtlich. Komplexität und hoher Aufwand führen letztlich nur dazu, dass man die Lust am Beschreiten des Wegs zur finanziellen Freiheit verlieren wird. Daran soll es aber nicht scheitern, daher nochmal: Keep It Simple! Charmanter finde ich automatisierte Vorgehensweisen, wie ja auch schon beim automatisierten Sparen.

Was Sie wirklich brauchen

Wenn Sie den Grundsatz: Keep It Simple! nun wirklich radikal befolgen, sind für die finanzielle Grundausstattung tatsächlich nur 3 Elemente erforderlich, und zwar:

  1. Girokonto
  2. Sparkonto/Tagesgeld-Konto
  3. Online-Broker-Depot und Konto

1. Girokonto

Das Girokonto ist die Homebase für alle finanziellen Belange und fixer Bestandteil der finanziellen Grundausstattung. Über das Girokonto wird sämtlicher Zahlungsverkehr, insb. der Gehaltseingang, alle laufenden Ausgaben, wie Miete, Versicherung, etc. und die Zahlungen des automatisierten Sparens durchgeführt. Wie sich leicht erkennen lässt, ist das Girokonto in der Tat das Rückgrat der finanziellen Grundausstattung.

Auf Grund der Wichtigkeit des Kontos, möge der Grundsatz “drum prüfe wer sich ewig bindet” gelten. Die große Anzahl von Transaktionen, die u.a. automatisiert über Dauer- und Lastschriftaufträge durchgeführt werden aber auch emotionale Faktoren bauen große Hürden beim Wechsel des Girokontos auf. Dies wissen Banken durch geschicktes Pricing natürlich zu schätzen. Daher rate ich dringend zu einem Markt- und Preisvergleich, wie er in Österreich von der Arbeiterkammer oder in Deutschland von der Stiftung Warentest angeboten wird.

Ich selbst verwende das Easy Konto der Easybank, das ich auch uneingeschränkt empfehlen würde. Es handelt sich um ein vollkommen kostenloses Konto inkl. kostenloser Bankomatkarte und Kreditkarte. Wenn ich höre, dass für das gleiche Leistungspaket von Filialbanken oft €200 und mehr pro Jahr verrechnet werden, finde ich das verstörend. Bei der Auswahl des Girokontos würde ich insbesondere auf folgende Merkmale Wert legen: i) keine laufenden Gebühren, ii) keine versteckten Gebühren (für Bankomatkarte, Kontoabschluss, ohne Mindestumsatz, etc.) und iii) idealerweise eine Verzinsung des Guthabens, auch wenn diese im derzeitigen Zinsumfeld marginal ausfallen wird. Alternativen zur Easybank sind sicher ING Diba oder auch Number 27.

Diese sehr einfache Aufstellung mit einem einzigen Girokonto gilt insb. für Personen, die in einem unselbständigen Beschäftigungsverhältnis stehen. Freiberuflern rate ich, die finanziellen Belange der Firma und die privaten Belange strikt zu trennen. Mein Kollege Jens Jäger hat einen für Freiberufler interessanten Leitfaden geschrieben.

2. Sparkonto / Tagesgeld-Konto

Das zweite ganz essentielle Konto am Weg zur finanziellen Freiheit ist ein Sparkonto, auch Tagesgeld-Konto genannt. Das Sparkonto (nomen est omen) dient der Trennung der Ersparnisse vom laufenden Zahlungsverkehr. Das Verhältnis zwischen Girokonto und Sparkonto sollte in aller Regel eine Einbahnstraße sein, so dass ausschließlich Geld vom Girokonto auf das Sparkonto übertragen wird. In meiner persönlich geübten Praxis erfolgen Überweisungen an das Sparkonto auf Grund des automatisierten Sparens und zudem wenn am Monatsende noch überschüssiges Geld am Girokonto vorhanden ist.

Die klare Trennung des Sparkontos muss mE nicht so weit gehen, dass es bei einem anderen Geldinstitut ist. Dies ist jedoch eine Geschmacksfrage: Einerseits bleibt die Komplexität der finanziellen Grundausstattung gering wenn das Sparkonto bei derselben Bank wie auch das Girokonto ist. Andererseits ist die Trennungswirkung größer, wenn es sich um eine andere Bank handelt. Dadurch wird die Versuchung geringer auf das Sparkonto kurzfristig zurückzugreifen. Ich selbst habe mein Sparkonto, wie auch das Girokonto bei der Easybank, wodurch ich zusätzlich den Vorteil habe, dass in Sekundenschnelle zwischen den Konten Geld verschoben werden kann.

Allerdings habe ich mich entschlossen mehrere Sparkonten zu eröffnen. Dadurch ist es möglich, verschiedene Sparzwecke, z.B. allgemeines Sparkonto und Notfallreserve, Rücklage für Wohnen/Umbau/Einrichtung, Sparen für meine Kinder, etc. zu trennen. Da alles in einer Internetbanking-Maske ersichtlich ist, behalte ich sehr einfach den Überblick über alle Sparkonten.

3. Online-Broker-Depot

Das dritte Element der finanziellen Grundausstattung ist ein Online-Broker-Depot. Sobald sich am Sparkonto nämlich mehr als die Notfallreserve angesammelt hat, können Sie daran denken den ersten passiven Einkommensstrom auf dem Broker-Depot zu erschaffen. Wie ich noch in nachfolgenden Blogbeiträgen ausführen werde, empfehle ich in Abhängigkeit Ihres Veranlagungshorizont und Ihrer Risikotoleranz ein Portfolio aus ETF Investments, das Ihnen laufende Erträge in Form von Zinsen und Dividenden zufließen lässt.

Warum betonte ich Online-Broker? Natürlich bieten auch Filialbanken Depot-Dienstleitungen an. Diese weisen aus meiner Sicht nämlich zwei deutliche Nachteile auf. Erstens sind diese typischerweise wesentlich teurer als die Angebote der Online-Broker und zwar sowohl hinsichtlich Depotgebühr als auch hinsichtlich der Transaktionsgebühren bei einzelnen Kauf-/ Verkaufstransaktionen. Andererseits bemühen sich die Filialbanken durch Beratung im Wertpapiergeschäft zu punkten. Dass es dabei zu Produktempfehlungen von Fonds der eigenen Kapitalanlagegesellschaft kommt, mag nicht überraschen, da so ein Provisionsfluss sichergestellt wird. Daher rate ich zu Anbietern wie Hello Bank, Easybank oder Comdirect. Leider ist bei diesen Anbietern meist ein zusätzliches, manchmal kostenpflichtiges Verrechnungskonto, über das sämtliche Zahlungen (Kauf, Verkauf, Dividenden, Coupons) abgewickelt werden müssen, erforderlich. Ich selbst nutze die Depotfunktion der Easybank und kann so vermeiden, dass ein weiteres Verrechnungskonto erforderlich ist.

Nach diesem Dreiklang von Girokonto, Sparkonto und Broker-Depot/Konto, der dem Keep It Simple!-Prinzip gerecht wird, möchte ich noch darauf hinweisen, was sie im Umkehrschluss gar nicht brauchen.

Bankberater—Informieren Sie sich selbst, bilden Sie sich selbst Ihre Meinung und treffen Sie eigenverantwortliche Entscheidungen am Weg zu Ihrer finanziellen Freiheit! Sie sind kein Finanzexperte? Ihr Bankberater fürchte ich auch nicht! Er ist vielmehr darauf geschult, Ihnen Produkte aus der Produktpalette der Kapitalanlagegesellschaft des Hauses anzubieten und dabei Verkaufsprovisionen zu generieren. Hinterfragen Sie einfach, wie die Kosten für die schicke Filiale, Beratungsgespräch, etc. gedeckt werden. Ihre Vermutung, dass Sie dafür zahlen ist richtig 😉 Außerdem bin ich davon überzeugt, dass Sie bei eigener Recherche und Information bessere Investmententscheidungen treffen werden.

Viele Bankverbindungen—Zuvor habe ich eine bewusst simple finanzielle Grundausstattung beschrieben. Haben Sie im Lauf der Jahre eine Fülle von Bankverbindungen angesammelt? Mehrere Sparkonten bei verschiedener Bank, das alte Studentenkonto über das noch immer Zahlungsverkehr läuft, zwei Depots, ein Sparplan, etc. Wenn dem so ist, haben Sie eine Menge unnötiger Komplexität angesammelt und die Verwaltung Ihrer finanziellen Angelegenheiten deutlich erschwert. Es gilt Keep It Simple! Schließen Sie überzählige Bankverbindungen und konzentrieren Sie alles auf die drei oben beschriebenen Elemente.

Budgetprogramme, Apps & Co—Sie wollen am Weg zur finanziellen Freiheit digital aufrüsten? Ein Budgetprogramm, eine App zur Überwachung Ihrer Investments, etc.? Nach meiner Erfahrung ist dies nicht erforderlich und erzeugt erneut Komplexität. Vielmehr brauchen Sie ein einfaches Excel in dem Sie Ihr Budget aufstellen, Ihr Sparverhalten ist ja schon auf Autopilot [Link zu Artikel] und darüber hinaus können Sie in diesem Excel auf periodisch (quartalsweise oder jährlich) Ihre Vermögensentwicklung vermerken. Und das war’s auch schon!

Die Frage “Brauche ich ein Sparschwein?” hebe ich mir für einen später folgenden Blogeintrag auf 😉

Sie sind anderer Meinung oder haben Ergänzungen? Hinterlassen Sie gern einen Kommentar oder melden Sie sich direkt unter meinefinanziellefreiheit@gmail.com bei mir.

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Ich werde in meinem Blog keine naiven Ideen in die Welt setzen, die Ihnen alles Mögliche versprechen, ohne auch nur irgendeine Anstrengung zu erfordern. Ich rate, Ihnen überhaupt sehr skeptisch zu sein, wenn Sie in anderen Blogs Aussagen vorfinden wie: “jeder kann reich werden”, “finanzielle Unabhängigkeit kann auch der Bezieher eines Durchschnittseinkommens erreichen”, “finanzielle Freiheit ist ohne jeden Aufwand möglich”, “€5000 im Monat von zu Hause verdienen”, etc.

Ich will nicht bestreiten, dass es gelingen kann durch konsequentes Sparen vom Erwerbseinkommen langsam ein kleines Vermögen aufzubauen. Der wesentliche Faktor ist allerdings die Zeit. Es kann in 50 Jahren und mehr schon gelingen, durch braves Sparen von 10% des Erwerbseinkommens etwas anzusparen. Finanziell frei werden Sie damit aber nicht. Ein konkreter Nachweis hierfür mag meine Großmutter sein. Sie lebte Zeit ihres 95-jährigen Lebens sehr sparsam hat und sich obwohl sie nur eine Mindest- und Witwenrente bezog, ein kleines bescheidenes Vermögen erspart hat. So sehr ich meine Großmutter bewundere, so hatte sie dennoch keine finanzielle Freiheit erreicht, sie war auf die Systeme der staatlichen Vorsorge angeweisen.

Schon andere haben sehr richtige Simulationsrechnungen angestellt, die zum Fazit kommen, dass es sehr lange dauert auf diesem Weg Vermögen aufzubauen. Bei einer Sparquote von 10% und einer Rendite von 5% lese ich hier, dass es 51 Jahre bis zur finanziellen Unabhängigkeit dauert. So geduldig bin ich dann doch nicht 😉

Zuweilen wir auch die Ansicht vertreten, dass ein besonders sparsamer Lebensstil, kombiniert mit diszipliniertem Ansparen der richtige Weg zur finanziellen Unabhängigkeit sein kann. Während ich grundsätzlich zustimme, dass ein sparsamer Lebensstil und eine sinnvolle Sparstrategie dem Vermögensaufbau logischerweise förderlich sein muss, stimme ich der Richtung der Aussage nicht zu. Wenn finanzielle Freiheit bedeutet, dass die man auf die Putzfrau verzichten muss (siehe Meine Putzfrau und die finanzielle Freiheit), kann mir diese finanzielle Freiheit auch gleich gestohlen bleiben!

Bewusst habe ich in meinem Artikel  einen Aufschlag von 30% auf die derzeitigen monatlichen Kosten vorgesehen. Dies deshalb, weil ich fest davon ausgehe, dass sich die monatlich anfallenden Kosten erhöhen, wenn denn Zeit von der beruflichen Tätigkeit freigespielt ist und Zeit für andere Aktivitäten wie Hobbies, Reisen vorhanden ist. Ich hatte im genannten Artikel 30% angenommen. Wenn Sie aber davon ausgehen, deutlich mehr zu reisen oder sonstigen kostspieligen Hobbies nachzugehen, rate ich dringend dazu, die 30% nach oben zu korrigieren.

Doch was nun? Das Durchschnittseinkommen reicht wohl nicht aus, um finanzielle Freiheit zu erreichen. Das konsequente Senken der Kosten ist auch nicht allein zielführen? Das wird also schwierig mit der finanziellen Unabhängigkeit! Sind diese Gedanken unangenehm? Für manchen sicher, da sie aufzeigen, dass innerhalb der eigenen Komfortzone keine finanzielle Freiheit erarbeitet werden kann. Der Weg in Richtung finanzieller Unabhängigkeit ist daher ein Weg aus Ihrer Komfortzone heraus. Er wird eine Mischung aus folgenden Handlungssträngen sein:

  • Stabilisierung Ihrer finanziellen Situation, wenn Sie derzeit verschuldet sind bzw. Ihre Ausgaben die Einnahmen strukturell übersteigen
  • Beginn einer sinnvollen Spar- und Vermögensaufbau-Strategie
  • Schaffung neuer passiver Einkommensströme
  • Investitionen in Assets, die starke, nachhaltige und inflationsgeschützte Cash-Flows generieren (Immobilien, Dividenden-Aktien)
  • Aufnahme unternehmerischer Tätigkeiten

Ich bin fest davon überzeugt, dass es sich um eine Kombination aus all den oben genannten Punkten handeln wird müssen. Ja, das bedeutet, dass Sie sich aus Ihrer Komfortzone heraus strecken müssen. Ja, das bedeutet im ersten Schritt einmal mehr Arbeit. Dadurch kann es aber gelingen in einem vernünftigen Zeithorizont von wenigen Jahren gelingen, finanzielle Freiheit zu erreichen. Zu all den genannten Punkten werde ich in nächster Zeit Beiträge auf meinem Blog publizieren. Folgen Sie daher meinem Blog und erfahren Sie mehr zu diesen Strategien!

Continue reading “Finanziell frei mit Durchschnittseinkommen und Sparsamkeit? Leider, nein!”

Warum überhaupt finanzielle Freiheit anstreben?

Warum überhaupt finanzielle Freiheit anstreben?

In den USA mag diese Frage überraschen, doch ist finanzielle Freiheit angesichts eines sehr starken Staats, der sich um alles kümmert, in Kontintental-Europa überhaupt erforderlich? Wenn nämlich der Staat an kritischen Punkten eingreift, wozu soll überhaupt Vermögen aufgebaut werden? Da Besitz ja bekanntlich belastet, könnte man das doch gleich sein lassen – möchte man meinen!

Als Argumente warum finanzielle Freiheit relevant ist, können genannt werden:

  • Vorsorge für unvorhersehbare Schickschalsschläge – Für den Fall von Krankheit, Job-Verlust oder Invalidität soll durch eine finanzielle Reserve Vorsorge geleistet werden.
  • Aufbau eines Vermögens für Ruhestand und die nächste Generation – der sehr berechtigte Wunsch, nach einem anstrengenden und erfüllten Arbeitsleben, den Ruhestand genießen zu können, erfordert ein arbeitsloses Einkommen! Wann dieser Ruhestand eintreten soll, kann ein wesentlicher Treiber für den Aufbau von Vermögen sein. Die Systeme der staatlichen Vorsorge zielen auf 60+ Jahre ab, künftig wohl eher 70 Jahre, um die Finanzierbarkeit zu gewährleisten. Vielleicht wollen Sie in ja auch schon mit 50 in Ruhestand treten? Auch der Wunsch den nächsten Generationen etwas zu hinterlassen, ist bei der heutigen Eltern- und Großelterngeneration sehr weit verbreitet.
  • Stärkere Selbstbestimmung des eigenen Handelns – letztlich geht es hier um die Unabhängigkeit von typischen Arbeitsverhältnissen. Wer nicht auf die nächste Gehaltszahlung angewiesen ist, sondern gegebenenfalls auf sein Vermögen zurückgreifen kann, wird leicht einen nicht erfüllenden Beruf aufgeben. Auch hier gilt, wann ist die finanzielle Freiheit groß genug, um sich vom ungeliebten Job lossagen zu können.

Bei genauer Betrachtung kann nur das erste Argument (Vorsorge für unvorhergesehene Schickschalsschläge) vom Staat abgefedert werden. Nur hier greifen nämlich Kranken-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung. Um hier keinen Zweifel aufkommen zu lassen, diese Leistungen könnten aber auch von einer privatwirtschaftlich organisierten Versicherung erbracht werden, vielleicht ja auch kostengünstiger?

Durch die Nicht-Finanzierbarkeit des traditionellen Wohlfahrtsstaates kommen sogar zusätzliche Herausforderungen auf uns zu: Da eine werthaltige Pension im heutigen System nicht sichergestellt ist und auch die stetig steigende Lebenserwartung weitere Verschlechterungen des Pensionssystems nahelegen, bleibt gar keine Alternative als selbst vorzusorgen und finanzielle Freiheit anzustreben. Viele Versicherungen haben dies erkannt und werben aktiv für Vorsorgeprodukte, all das unter Verweis auf die “Pensionslücke”.

Wenn nun erwiesen ist, dass am Aufbau von Vermögen kein Weg vorbei führt und das Anstreben finanzieller Freiheit sogar einen stärkeren Stellenwert erlangt, hat dies sogar einen erfreulichen Nebeneffekt. Es kommt nämlich so zu einer größeren Eigenverantwortung des Einzelnen und der Verzicht auf den “Nanny-State” der seine Bürger bevormundet. Anders gesagt, versetzt finanzielle Freiheit die Bürger in die Situation sich von diesem “Über-Staat” zu lösen und eigenverantwortlich zu agieren. Siehe auch Wikipedia zum Thema staatliche Bevormundung.

Also, anbseits dieser durchaus politischen Gedanken: Wenn Sie finanziell frei und nicht auf den Nanny-Staat angeweisen sein möchten, sollten Sie diesem Blog weiter folgen. Nehmen Sie Ihre finanziellen Belange selbst in die Hand und überlassen Sie das nicht dem Staat. Folgen Sie meinem Blog gerne auch per E-Mail.

Lesen Sie auch meine anderen Blog-Beiträge:

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Was bedeutet finanzielle Freiheit?

Was bedeutet finanzielle Freiheit?

Finanzielle Freiheit ist kein abstrakter Begriff, sondern hat für jeden einzelnen eine konkrete Ausprägung. Finanzielle Freiheit bedeutet in ihrem Kern, dass sämtliche Kosten durch arbeitsloses Einkommen abgedeckt werden können.

Ich sage jetzt nicht, dass das Ziel für jeden von Ihnen sein muss, den eigenen Job möglichst schnell kündigen zu können und nur mehr vom arbeitslosen Einkommen zu leben. Es mag ja durchaus so sein, dass Sie Ihren Job sehr gerne tun. Dennoch beobachte ich die Tendenz von vielen, v.a. unselbständig Beschäftigten auf den Ruhestand zuzusteuern. Dabei werden zwei Aspekte vergessen, die meines Erachtens zentral sind:

  • Selbst ein Job, den man sehr gerne macht, muss man nicht notwendigerweise >40 Stunden pro Woche und 47 Wochen pro Jahr ausüben – finanzielle Freiheit kann also dabei helfen selbst eine geliebte Tätigkeit in dem Ausmaß zu betreiben, wie sie zu den persönlichen Prioritäten passt. Das kann Raum für Familie, Sport, Hobbies, Reisen, Kunst & Kultur, etc. schaffen
  • Das Hinarbeiten auf die Pension hat in den kontinentaleuropäischen, umlagegetriebenen Pensionssystemen den Haken, dass Pensionsantrittsalter und Pensionshöhe wesentlich von politischen Entscheidungsträgern gestaltet werden. Auf Grund der zunehmend alternden Bevölkerung gehe ich fest davon aus, dass in den nächsten Jahren das Pensionsantrittsalter deutlich steigen wird und die Pensionshöhe auf das Niveau auf einer Volkspension/Mindestpension abgesenkt werden wird – finanzielle Freiheit kann dieses Risiko bekämpfen. Die Aussicht auf eine Pension von €1.000,- ab dem Alter von 70 Jahren würde ich nämlich nicht als finanzielle Freiheit bezeichnen.

Wann ist nun finanzielle Freiheit erreicht? Nehmen Sie Papier und Bleistift zur Hand und stellen Sie folgende Rechnung an. Erfassen Sie dabei die laufenden, monatlichen Kosten Ihrer Familie:

  1. Wohnen – sowohl die laufende Kosten z.B. Miete oder Darlehensrückzahlung und Betriebskosten, als auch eine Rücklage für erforderliche Investitionen, z.B. Umbauten oder Sanierungsmaßnahmen
  2. Auto inkl. Leasingrate oder Abschreibung/Rücklage für Neuanschaffung, Versicherung, Treibstoff, Maut, Service/Reparatur, etc.
  3. Versicherungen
  4. Lebensunterhalt, insb. Einkäufe, Nahrungsmittel, auswärts Essen, etc.
  5. Kosten für Kindergarten, Schule und Ausbildung der Kinder
  6. Kosten für erforderliche Anschaffungen, wie zum Beispiel Kleidung, Einrichtung, Gebrauchsgegenstände, etc.
  7. Kosten für Urlaub/Reisen
  8. Spenden
  9. = Zwischensumme der monatlichen Kosten
  10. + 30% pauschaler Aufschlag – Sinn und Zweck dieses Aufschlags ist einerseits für Unvorhergesehenes vorzusorgen, andererseits werden Ihre Kosten steigen, sobald sich Ihre finanzielle Freiheit in mehr Freizeit übersetze, ich denke an Zeit für Reisen, Hobbies, auswärts Essen, etc.
  11. = Zwischensumme der erhöhten monatlichen Kosten
  12. x 12
  13. Jährliche, abzudeckende Kosten

Wenn Sie jährlich diesen Betrag zur Verfügung haben, können Sie davon ausgehen, dass Sie Ihre finanzielle Freiheit erreicht haben!

Durch diese Berechnung können jedoch einige Fragen auftreten, auf die ich kurz eingehen möchte. Erstens kann es sein, dass Sie diese Berechnung nicht vollständig anstellen können, da Sie keine Transparenz zu den genannten Kosten haben. In diesem Fall rate ich Ihnen für einen gewissen Zeitraum Buch über Ihre Ausgaben zu führen oder die Zahlungen auf Ihrem Konto/Ihrer Kreditkarte auszuwerten. Zweiten könnten Sie erschreckt feststellen, dass die abzudeckenden Kosten höher als Ihr derzeitiges Familieneinkommen sind. Das möge ein Weckruf für Sie sein, dass Sie nicht in Richtung finanzielle Freiheit unterwegs sind. Ich werde auf beide genannten Punkte in zukünftigen Blogbeiträgen ausführlich eingehen.

Ein Amerikanisches Bankhaus bewarb seine Wealth Management Produkte mit dem Slogan “Know you number”. Ziel war mit einem Online-Tool jenen Betrag zu errechnen, der welcher ausreicht um von den Erträgen leben zu können. Das ist ein möglicher Zugang, jedoch vergisst diese Betrachtung wesentliche Punkte. Sie geht nämlich davon aus, dass ausschließlich finanzielle Assets als Quelle passiven Einkommens herangezogen werden. Zudem ist die Berechnung hoch sensitiv was die angewandten Zinssätze für erwartete Erträge betrifft (sowohl in der Anspar- als auch in der Verzehr-Phase). Schließlich wird meines Erachtens nicht ausreichend auf die jährlich abzudeckenden Kosten lt. obiger Berechnung eingegangen.

Zum Abschluss möchte ich noch eine persönliche Frage beantworten, die Sie vielleicht interessiert: Habe ich selbst finanzielle Freiheit erreicht? Nein. Ich gehe aber davon aus, dass dies in den nächsten fünf bis sieben Jahren gelingen wird. Ich bin 34 Jahre alt, insofern sollte es nicht bis zum genannten Pensionsantrittsalter von 70 Jahren dauern.