Kontrolle und Automatisierung – warum ein strategischer Blick auf die persönlichen Finanzen essentiell ist

Kontrolle und Automatisierung – warum ein strategischer Blick auf die persönlichen Finanzen essentiell ist

 Ich habe bereits mehrere Artikel publiziert, die sich mit der Frage beschäftigt haben, wie man sein Finanzleben am besten strukturiert, um sowohl Kontrolle über die eigenen Finanzen zu haben als auch einen hohen Grad an Automatisierung des Sparens zu erreichen. Dabei handelte es sich um den Artikel zur finanziellen Grundausstattung, um den Beitrag zum Kontomodell und andererseits jenen zum Urlaubsfonds.

Da mir eine breite Vielfalt der Meinungen, u.a. auf Grund des höheren Mehrwerts für die Leser meines Blogs wichtig ist, erscheint heute ein weiterer Artikel zu diesem Thema. Mein Blogger-Kollege Marco von Vermögensanleger.de berichtet auf seinem Blog, wie er seine Finanzen selbst in die Hand nahm und so finanziell unabhängiger wurde. Der nachfolgende Artikel motiviert nicht nur dazu sich selbst ausführlich mit seinen Finanzen zu beschäftigen und diese als Unternehmen zu betrachten, sondern zeigt auch den Sinn und Zweck eines strategischen Finanzsetups auf. Viel Spaß beim Lesen!

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Zwischen Staycation auf Balkonien und dem Traumurlaub aus dem Urlaubsfonds

Zwischen Staycation auf Balkonien und dem Traumurlaub aus dem Urlaubsfonds

Europa ist in der Sommerpause! Spanier, Franzosen und Italiener sowieso haben sich aus Büros und Städten verdrückt und sind an den Strand umgezogen. Auch Nordeuropa urlaubt dieser Tage und ich hoffe sehr, dass Ihr alle die Ferien genießt! Wer schon finanziell frei ist, genießt sicher mehr Urlaub als die knappen zwei bis drei Wochen, die typische unselbständig Beschäftigte im Sommer an Urlaub konsumieren. Hoffentlich bietet dieser Blog-Beitrag nun eine angenehme Lektüre am Strand, in der Hängematte im Garten oder auf der Berghütte.

Urlaub bzw. die damit verbundenen Kosten stellen eine wesentliche Herausforderung für die persönlichen Finanzen dar. Unbestritten ist, dass Urlaub und Erholung ein wichtiges Grundbedürfnis ist, das auch vom Gesetz her besonders geschützt ist. Gleichzeitig lassen sich für Urlaub große Summen ausgeben, die ein typisches Budget sicher überschreiten. Gerade mit Familie können z.B. Flugreisen schnell ins Geld gehen. Darüber hinaus fallen die Kosten für Urlaub ganz antizyklisch und nicht schön über’s Jahr hinweg verteilt an, wie man sich das wünschen würde. Natürlich kann man der Problematik durch einen günstigen Urlaub begegnen, wie ihn Mafis jüngst in einem Blog-Beitrag sehr anschaulich beschrieben hat. Ich persönlich bin vom Reisen u.a. in ferne Länder fasziniert und genieße dabei das Kennenlernen anderer Kulturen. Gleichzeitig bin ich nicht der Typ für den völlig frugalen Urlaub, weshalb ich typischerweise mehr als einige Euros pro Urlaubstag ausgebe – doch das muss jeder für sich selbst, im Einklang mit seinen Prioritäten entscheiden.

Wie finanziert man also die Kosten des Urlaubs, inbs. auf Grund des antizyklischen Anfalls der Kosten? Wie hoch sollten die Kosten für Urlaub überhaupt sein? Wie verhindert man, dass das Urlaubsbudget aus dem Ruder läuft? Fragen über Fragen, die der gegenständliche Artikel klären möchte. Ich war Ende Juli mit meiner Familie in Spanien auf Urlaub und habe diese Gedanken im Nachgang gesammelt – entsprechend habe ich auch das Urlaubsfonds-Modell gleich auch in die Praxis umgesetzt und automatisiert. Ich freue mich auf Eure Meinung und den Gedankenaustausch mit Euch zu diesem Thema!

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Blogparade: „Mein Weg in die finanzielle Freiheit“

Blogparade: „Mein Weg in die finanzielle Freiheit“

Als Pascal von Fyoumoney.de zur Blogparade zum Thema „Mein Weg in die finanzielle Freiheit“ aufgerufen hat, konnte ich es kaum glauben. Der Titel der Blogparade deckt ja bei Weglassung von drei kleinen Wörtern und bei Hinzufügen eines „e“ vollkommen den Titel meines Blogs ab, also „Meine Weg in die finanzielle Freiheit“. Da dachte ich mir, f*you – da musst Du wohl mitmachen 😉

Pascal hat seine Vorgaben für Artikel im Rahmen der Blogparade glücklicherweise nicht besonders ausführlich gestaltet – ich mag ja bekanntlich Selbstbestimmung und würde mich sonst arg eingeengt fühlen. Als Anregung hat er nur einige Leitfragen zur Verfügung gestellt. Was jeder Autor schreiben wolle, sei gänzlich ihm überlassen. Ich werde diese Leitfragen auch nicht 1:1 beantworten, aber doch meinen Beitrag entlang von vier Fragen strukturieren, nämlich: Warum? Wie? Seit wann? Bis wann? Viel Spaß beim Lesen! Zum Weiterlesen klicke hier!

Wer wagt, gewinnt! – Was schon Rübezahl über das Risiko bei der Geldanlage wusste

Wer wagt, gewinnt! – Was schon Rübezahl über das Risiko bei der Geldanlage wusste

Der Volksmund sagt „Wer wagt, gewinnt!“ und greift damit ein altes Sprichwort auf. Schon die Märchensammlung von Johann Karl August Musäus (1782–1786) weist in den Legenden von Rübezahl folgende Textstelle auf: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“. Dies ist die einfachste Beschreibung des Verhältnisses zwischen Ertrag und Risiko, die überhaupt genannt werden kann. Denn je größer das Risiko (Wagnis) desto höher ist der potenzielle Ertrag (Gewinn). Umgekehrt bedeutet das aber auch, dass wohl nur sehr geringe Erträge erzielt werden können, wenn kein Risiko eingegangen wird. Das Grundprinzip, das hinter diesen Überlegungen steht, habe ich schon in einem meiner ersten Blog-Beiträge zur Anlagepyramide beschrieben.

Der Risikobegriff bei der Geldanlage kann sehr unterschiedlich verstanden werden. Alle möglichen Definitionen werden im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet. Sehr oft wird die ganz persönliche Risikotoleranz in diese Definition mit eingewoben. Folgende Artikulationen des Risikobegriffs sind mit schon begegnet:

  • Ganz allgemein: Kein Geld verlieren, also mindestens das eingesetzte Kapital wieder bekommen
  • Oder auch sehr radikal: Keinen Totalausfall des eingesetzten Kapitals erleiden
  • Hoch individuell, vielleicht aber auch etwas esoterisch: Einfach ruhig schlafen können
  • Oder ganz mathematisch: Die Standardabweichung vom erwarteten, durchschnittlichen Ertrag

Natürlich kann ich alle Definitionen, bis hin zum individuellen Bedürfnis ruhig schlafen zu können, gut nachvollziehen. Ruhig schlafen mag aber für jeden von uns etwas anderes bedeuten – so mancher mag auch schweißnass vor Sorge, dass die Bank bei der das Festgeldkonto ist, pleitegeht… Allein für den langfristigen Investor, der sich am Weg zur finanziellen Freiheit befindet, wird nur die mathematische Definition hilfreich sein. Sie ist meines Erachtens auch weniger kompliziert, als sie auf ersten Blick wirkt.

Lendico Investor
Die jährliche Betrachtung der historischen Wertentwicklung eines Wertpapiers (Aktie, Anleihe, ETF, etc.) ist gut beobachtbar. Aus diesen Datenpunkten lässt sich ganz einfach der durchschnittliche Ertrag errechnen. Wie bei vielen Naturphänomenen, ist auch der Ertrag eines Wertpapiers entlang einer Glockenkurve rund um diesen Durchschnitt verteilt. Die Abweichung von diesem Durchschnitt in Höhe einer Standardabweichung besagt nun, dass in ca. zwei Dritteln aller Fälle ein gewisser Wert nicht über- oder unterschritten wird. Diese Zusammenhänge können an Hand folgender, illustrativer Grafik gut erläutert werden:

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Nun kann man gut nachvollziehen, dass ein Wertpapier mit einer durchschnittlichen Wertentwicklung von 5% p.a. und einer Standardabweichung von 2%-Punkten in ca. zwei Drittel aller Fälle eine Wertentwicklung zwischen 3% und 7% p.a. ausweisen wird. Die mathematisch klingende Definition ist finde ich recht greifbar geworden.

Das bedeutet, eine höhere Standardabweichung rund um den durchschnittlich erwarteten Ertrag auch ein entsprechend höheres Risiko des Wertpapiers nach sich zieht. In aller Regel muss dieses höhere Risiko des Wertpapiers durch einen höheren durchschnittlichen Ertrag abgegolten werden. Genauso, wird ein sehr risikoarmes bzw. risikoloses Wertpapier (also quasi ein fix garantierter Ertrag) nur sehr geringen Ertrag aufweisen können. Also ganz plakativ ausgedrückt: Die Veranlagung am Sparbuch bei der lokalen Sparkasse mag sehr geringe Schwankungen in der erwarteten nominellen Performance aufweisen, gleichzeitig bringt sie keinen berauschenden Ertrag – derzeit wohl nahe 0% p.a. Die Performance-Erwartung an eine Technologie-Aktie aus einem Schwellenland wird deutlich höher sein, um das entsprechende Schwankungsrisiko in Kauf zu nehmen.

Wie schon in meinem Blog-Beitrag zum Thema Zins- und Zinseszins ausgeführt, wird diese mächtige Kraft v.a. durch die Höhe des Zinssatzes und den Veranlagungszeitraum befeuert. Für den langfristigen Investor am Weg zur finanziellen Freiheit besteht also ein großes Interesse daran, einen möglichst hohen Zinssatz anzustreben. Also, es geht in der Tat ans Investieren mit Rübezahl – „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!“

Das mag jetzt doch ein wenig beunruhigend klingen, wenn hier die Rede davon ist, hohes Risiko einzugehen, um hohe Erträge zu erzielen. Das bedeutet nämlich auch, dass starke Schwankungen im Wert des Portfolios in Kauf genommen werden müssen, um diese hohen Erträge zu erzielen. Wie kann man also beim Investieren mit Rübezahl ruhig schlafen? Hier können vier Gedanken helfen:

(1) Langfristigkeit – wie schon an anderer Stelle geschrieben, ist der Weg zur finanziellen Freiheit kein Sprint für einige Monate, sondern ein langfristiger Weg. Erfreulich dabei ist, dass die Kraft von Zins und Zinseszins ja besonders bei einer Wiederholung über viele Jahre hinweg greift. Noch erfreulicher ist, dass Aktien, als ganz entscheidende Asset Klasse über 10-jährige Perioden de facto keine nominellen Verluste aufweisen. In anderen Worten gelingt es, durch das lange Halten von Wertpapieren, selbst einer hohen Standardabweichung zu begegnen und sich an den hohen Erträgen erfreuen zu können. Das ist auch nachvollziehbar, da sich der durchschnittliche Ertrag ja aus der Summe der beobachteten jährlichen Erträge errechnet hat, die auch Basis für die Berechnung der Standardabweichung waren. Also, entspann Dich mal ein paar Jahre, Rübezahl!

(2) Automatisierung – Die Schwankungen im Wert eines Portfolios können natürlich Sorge bereiten und sehr emotional betrachtet werden. Gerade wenn schon ein nennenswertes Vermögen aufgebaut wurde, sind Wertschwankungen um mehrere Tausend Euro pro Tag keine Seltenheit. Diese Bewegungen können zu ungewollten und unbedachten Investment-Entscheidungen führen. So besteht die Gefahr den eigenen Ängsten und Sorgen auf den Leim zu gehen und bei fallenden Preisen zu verkaufen und bei steigenden Preisen weiter zu kaufen. Der beste Weg diesem Dilemma zu begegnen ist meines Erachtens daher das Investieren möglichst zu automatisieren. Das verhindert fatale Fehlentscheidungen durch Day- oder Intraday-Trading. Genauso wie das regelmäßige Sparen automatisiert werden kann, kann mit dem Cost Average Effekt auch sinnvoll und stetig investiert werden. Also, schalt den Autopiloten ein, Rübezahl!

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(3) Informations-Ausdünnung – Die genannten Wertschwankungen sind subjektiv besonders dramatisch, wenn man sie häufig betrachtet. Oh Gott, heute Vormittag schon wieder €750,- verloren. Ich rate daher dringend vom täglichen oder gar untertägigen Prüfen von Aktienkursen, Alerts, etc. ab. Nicht nur, dass die Zeit sinnvoller eingesetzt werden kann, auch kann der nötige Abstand ganz wesentlich zu ruhigem Schlafen beitragen. Die wöchentliche oder gar monatliche Information sollte für den langfristigen Investor völlig ausreichend sein. Also, check nicht dauernd die Aktienkurse, Rübezahl!

(4) Absicherung hätte ihren Preis – Natürlich kann das Risiko eines Verlustes z.B. über Optionen abgesichert werden. Diese Versicherung wird aber ihren Preis haben und erst recht wieder zu Lasten des erzielten Ertrags gehen. Die andere Absicherungsstrategie, nämlich in Wertpapiere mit geringem Risiko (geringer Standardabweichung) zu investieren, hatten wir ja schon zuvor verworfen, als wir uns gegen den niedrigen Ertrag entscheiden haben. Die Kosten der Absicherung stehen insb. dann in keinem Verhältnis, wenn man die Erkenntnis aus Punkt (1) verinnerlicht. Also, fall auf keinen Versicherungsvertreter rein, Rübezahl!

In Summe können diese vier Gedanken dem langfristig denkenden Investor helfen, mit Risiko in der Geldanlage umzugehen. Gerade auch die oben angeführte Definition von Risiko (Abweichung vom erwarteten, durchschnittlichen Ertrag) hilft auch beim bessern, rationalen Verständnis des Risikobegriffs. Wenn ein höherer, erwarteter Ertrag erzielt werden muss, geht er mit größeren statistischen Abweichungen vom durchschnittlichen Ertrag einher. Man kann sich quasi damit anfreunden, dass der höhere Durchschnittsertrag durch das höhere Risiko erkauft wird.

In diesem Sinne wünsche ich viel Erfolg beim Investieren mit Rübezahl und einen Umgang mit Risiko in der Geldanlage, die einen ruhigen Schlaf gewährleistet. Ich freue mich wie immer sehr über Kommentare, Anregungen, weiterführende Gedanken,…vielen Dank!

Gewohnheiten nutzen, um finanziell frei zu werden

Gewohnheiten nutzen, um finanziell frei zu werden

Um den Weg zur finanziellen Freiheit erfolgreich zu beschreiten, ist ein gutes Stück Selbstdisziplin erforderlich. Angesichts der schier unendlichen Möglichkeiten, um von besagtem Weg abzukommen – z.B. Konsumausgaben, größeres Auto, größere Wohnung, Ausnahmen vom regelmäßigen Sparen, etc. – ist wohl jede Unterstützung hilfreich. Jeder von uns ist allerdings unterschiedlich diszipliniert, weshalb es keine Patentrezepte geben kann. Vielmehr finde ich Strategien sinnvoll, die uns nicht jeden Tag aufs Neue fordern, sondern unsere Gewohnheiten nutzen, um ans Ziel zu kommen.

Wie soll das funktionieren?

Die Überwindung der eigenen Schwächen in punkto Selbstdisziplin kann aus meiner Sicht durch das Schaffen und konsequente Befolgen von Gewohnheiten erfolgen. Diese Gewohnheiten führen zu einer Automatisierung von Verhaltensweisen, die helfen, den ein oder anderen schwachen Moment zu überwinden.

Viele Unternehmen nützen unsere Gewohnheiten bzw. die Automatisierung bei Abonnements. Der Konsument vergisst auf das bestehende Abonnement, auch wenn die Leistung nicht mehr wirklich benötigt wird oder zumindest nicht erneut gekauft werden würde, wenn eine aktive Kaufentscheidung anstehen würde. Nicht umsonst werden diese Geschäftsmodelle von Investoren als besonders robust angesehen, da sie den Kundenstock quasi automatisch beibehalten ohne neuerliche Verkaufserfolge erzielen zu müssen. Genau diesen Effekt können Sie auch hinsichtlich Ihrer finanziellen Freiheit nutzen!

Lendico Investor

„Rituale sind die Haltegriffe der Seele“

Dieses Zitat habe ich vor längerer Zeit im Rahmen eines Coachings gehört und fand es sehr treffend. Denn jeder von uns hat es in der Hand, Rituale zu schaffen, die beim Erreichen Ihrer finanziellen Ziele unterstützen können. Praktisch also, wenn man die Haltegriffe selbst anbringen kann 😉

In einigen meiner vorherigen Blogbeiträge habe ich bereits einige solche Rituale oder besser gesagt automatisierte Verhaltensmuster beschrieben, die beim Sparen bzw. Beschreiten des Wegs zur finanziellen Freiheit unterstützen:

  • Automatisiertes Sparenregelmäßiges Sparen von anfangs 20% des Nettoeinkommens am Beginn des Monats und graduelle Erhöhung bei Gehaltserhöhungen
  • Kleingeldsparen – regelmäßiges Sparen von Münzen oder ggf. sogar von Geldscheinen mit bedeutenden, unerwarteten Effekten

Darüber hinaus möchte ich auf zehn „reiche Gewohnheiten“ eingehen, von denen ich jüngst in einem Buch gelesen habe.

Rich Habits

Das kurze Buch (nur 89 Seiten) Rich Habits – The Daily Success Habits of Wealthy Individuals von Thomas C. Corley  zeigt, eingebettet in eine einfache Rahmenhandlung, zehn Gewohnheiten auf, die typischerweise von reichen Menschen befolgt werden:

  1. Positive Gewohnheiten festlegen und jeden Tag befolgen – von einem gesunden Lebensstil, über fokussierte Arbeitsweisen bis hin zu weniger Fernsehkonsum
  2. Ziele für jeden Tag, jeden Monat, jedes Jahr und langfristig Ziele festlegen und sich jeden Tag darauf besinnen – diese Ziele sollen sowohl niedergeschrieben und oft betrachtet werden, als auch jeden Tag mittels einer To Do Liste abgearbeitet werden. Hierfür verwende ich die kostenlose Software todoist.com, die ich sehr empfehlen kann
  3. Jeden Tag in Selbstverbesserung investieren – Lernen und Bildung jeder Art, sei es durch die Lektüre von Fachzeitschriften oder sonstige Fortbildungsmaßnahmen
  4. Auf die Gesundheit achten – Zeit für Sport schaffen und auf gesunde Ernährung achten
  5. Lebenslange Beziehungen pflegen – zwischenmenschliche Beziehungen pflegen, Namen merken, Geburtstage und sonstige wichtige Ereignisse bedenken
  6. Einen gemäßigten Lebensstil führen – jeglichen Exzess vermeiden und ausgeglichen leben
  7. Aufgaben täglich erledigen, eine „Do It Now“-Mentalität verfolgen – den Satz „was du heute kannst besorgen, verschiebe ruhig auf morgen“ aus dem Gedächtnis streichen, wichtige Dinge sofort in Angriff nehmen
  8. Reich denken – positive Denkmuster verfolgen, diese immer wieder bekräftigen
  9. 10% des Brutto-Einkommens sparen – ich verfolge wie schon zuvor beschrieben einen aggressiveren Ansatz, nämlich anfänglich zumindest 20% des Netto-Einkommens zu sparen — siehe Blogbeiträge Automatisiertes Sparen und Wie man mit dem Sparen beginnt)
  10. Gedanken und Emotionen unter Kontrolle halten – insbesondere negative Gedanken (Neid, Zynismus, etc.) aus bestehenden Denkmustern entfernen, positive Gedanken fördern

Ich verfolgte bereits vor der Lektüre des Buches eine Reihe dieser Gewohnheiten und habe das Buch zum Anlass genommen, weitere Gewohnheiten zu etablieren. Insgesamt fand ich das Buch einen sehr guten Denkanstoß und eine gute Unterstützung am Weg in Richtung finanzielle Freiheit.

Welche Gewohnheiten helfen Ihnen am Weg zur finanziellen Freiheit? Wie finden Sie das Buch Rich Habits? Freue mich von Ihnen zu hören, sei es durch einen Kommentar oder über eine Nachricht unter meinefinanziellefreiheit@gmail.com!

Kleingeldsparen

Kleingeldsparen

In einem meiner vorherigen Blogbeiträge habe ich noch eher scherzhaft die Frage aufgeworfen, ob auch ein Sparschein zur finanziellen Grundausstattung gehört. Ich für mich habe diese Frage mit „Ja!“ beantwortet.

Sie mögen jetzt die Haare sträuben und anmerken, dass ein Sparschwein wohl kein Vehikel zum reich werden ist. Eher wohl etwas für Kleinkinder, die von den Großeltern ein paar Münzen geschenkt bekommen. Dann haben Sie wohl Recht, weil der Besitz und die regelmäßige Fütterung eines Sparschweins alleine Sie nicht reich machen wird. Allerdings können Sie mit einem Sparschwein Verhaltensweisen automatisieren, die Ihre Sparquote erhöhen, ohne dass sie es wirklich bewusst merken werden. Dass ich Automatisierung beim Sparen gut finde, wissen Sie ja seit meinem Blogbeitrag zum Automatisierten Sparen.

Ich habe mir die Verhaltensweise angewöhnt, dass ich sämtliche Münzen, die sich in meinem Portemonnaie angesammelt haben, in ein Sparschwein gebe, wenn ich nach Hause komme. Einerseits mache ich so mein Portemonnaie leichter, das genaue Wechselgeld hat man im Fall des Falles ohnedies nie parat. Andererseits gelingt es mir durch diese Verhaltensweise ca. €200 pro Jahr im Sparschwein zu sammeln, ohne, dass ich dies wirklich in meinen Finanzen spüre. Dies obwohl ich ein wenig bargeldaffiner Mensch bin, der gerne mit Kredit- oder Bankomat/EC-Karte bezahlt. Aus meiner Sicht müsste ein bargeldaffiner Mensch deutlich höhere Summen auf diese Weise sparen können, da er einen höheren Bargeldfluss und daher mehr Münzen im Portemonnaie hat.

Immer, wenn mein Sparschwein voll ist, bringe ich es zur Bank, zähle die Münzen in einem der Zählgeräte und führe den Erlös meinem Sparkonto bzw. meinen Investments zu. Dies ist übrigens so ziemlich der einzige Besuch einer Bankfiliale, den ich pro Jahr tätige! Durch die Einzahlung auf mein Sparkonto wird das so gesammelte Geld Teil der Basis einer meiner passiven Einkommensquellen. Einige Blogger-Kollegen, die auch die Automatisierung der Verhaltensweisen nutzen, verwenden das im Sparschwein gesammelte Geld anderweitig (z.B. für Urlaub, Haushaltsausgaben, etc.), doch bleibt das jedem selbst überlassen!

Wenn Sie einen Schritt weiter gehen wollen, beschränken Sie sich nicht auf Münzen, sondern werfen regelmäßig auch Papiergeld in Ihr Sparschwein. Ich habe mir angewöhnt am Anfang der Woche zum Geldautomaten zu gehen und einen für die jeweilige Woche leicht überhöhten Geldbetrag abzuheben. Am Ende der Woche gebe ich dann den größten in meinem Portemonnaie verbliebenen Geldschein in ein Sparschwein. Diese Verhaltensweise ist der Turbo-Booster für diese Sparmöglichkeit. Der Testlauf dieses erweiterten Systems hat in den letzten Monaten bereits über €1000,- eingebracht und hat mich selbst auf Grund seiner großen Wirkung überrascht.

Sie meinen noch immer, dass das nichts für Sie ist? Dann suchen Sie sich doch ein lustiges Sparschwein aus und probieren Sie es einfach aus! Hinterlassen Sie gern einen Kommentar oder melden Sie sich bei mir mit Anregungen!

Lesen Sie mehr zum Thema finanzielle Freiheit:

Was bedeutet finanzielle Freiheit?

Warum überhaupt finanzielle Freiheit anstreben?

Finanziell frei mit Durchschnittseinkommen und Sparsamkeit? Leider, nein!

Die Anlagepyramide: Konzept, Stärken und Schwächen

Automatisiertes Sparen

Die finanzielle Grundausstattung

 

Automatisiertes Sparen

Automatisiertes Sparen

In einem meiner früheren Blogbeiträge habe ich als ein Element am Weg zur finanziellen Freiheit von „Ansätzen zum Sparen“ gesprochen. Sparen schafft langsam und stetig ein zur Seite gelegtes Vermögen, das seinerseits die Basis für eine passive Einkommensquelle aus Zinsen und Dividenden bilden kann.

In diesem Beitrag möchte ich daher auf die von mir selbst verwendete Praxis des automatisierten Sparens eingehen. Diese Praxis wird auch als „pay yourself first“ bezeichnet. Ich selbst verwende die in der Folge beschriebenen Mechanismen seit mehr als 15 Jahren und bin damit einen guten Schritt in Richtung finanzielle Freiheit gegangen.

Das automatisierte Sparen folgt vier Prinzipien:

  • Das 20% Prinzip
  • Das 50% Prinzip
  • Das Prinzip der Wiederholung
  • Das Prinzip der Automatisierung

Das 20% Prinzip: Ganz einfach, legen Sie 20% ihres derzeitigen Gehalts zur Seite. Wichtig ist, dass sie diese 20% des Gehaltseingangs unmittelbar nach Zahlungseingang auf ein getrenntes Konto legen. Dadurch können Sie diese 20% von laufenden Zahlungen und v.a. Konsumausgaben trennen. Sie können zudem den psychologischen Effekt der Verknappung nützen und den Gegenpol zu „ich werde sparen, was am Monatsende übrig ist“ bilden. 20% mögen aggressiv wirken, gerade wenn Sie das Gefühl haben mit Ihrem Geld nicht auszukommen. Probieren Sie es trotzdem einfach mal aus! Freiberufler werden nun anmerken, dass sie keine regelmäßigen Gehaltseingänge haben; in diesem Fall würde ich einfach aus dem jährlichen Einkommen einen monatlichen Betrag errechnen und davon 20% zur Seite legen, also keine Ausrede für Freiberufler!

Das 50% Prinzip: Bei Ihrer nächsten (jährlichen oder außertourlichen) Gehaltserhöhung legen Sie einfach 50% der Gehaltssteigerung gemeinsam mit den weiterhin laufenden 20% zur Seite. Dadurch kommt es durch die Gehaltssteigerung nicht zu einer linearen Steigerung Ihres Lebensstils, sondern Sie drosseln diese aus meiner Sicht gefährliche Entwicklung. Das 50% Prinzip kann sogar weiter ausgebaut werden. Wenn Sie nämlich Gehaltssteigerungen erzielen aber keinen Anlass zu laufenden Mehrausgaben haben, dann steigern Sie die 50%! Ich habe z.B. meine letzte Gehaltserhöhung zu 100% dem Sparen zugeführt.

Das Prinzip der Wiederholung: Wiederholen Sie das 20% Prinzip jeden Monat, das 50% Prinzip bei jeder Gehaltserhöhung.

Das Prinzip der Automatisierung: Automatisieren Sie die Zahlungen auf eine Art und Weise, dass Sie nicht mehr an die monatlichen Zahlungen denken müssen, nämlich indem Sie entsprechende Daueraufträge einrichten. Ein sinnvoller Gedanke ist sogar ein getrenntes Geldmarktkonto mit vernünftigen Zinsen 😉 zu eröffnen. Sollte dieses bei einer anderen Bank sein, hat das sogar den Charme, dass man nicht laufend darauf zugreift und eine ganz deutliche Separierung erreicht.

Zuletzt möchte ich noch darauf hinweisen, dass mich Bodo Schäfer (http://www.bodoschaefer.de/) vor langer Zeit auf das 20%/50% System aufmerksam gemacht hat. In der Zwischenzeit habe ich das automatisierte Sparen aber für mich mehrfach angepasst und perfektioniert.

 

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