Rezension “Der reichste Mann von Babylon”

Rezension “Der reichste Mann von Babylon”

“Der reichste Mann von Babylon” wurde von Georg S. Clason bereits im Jahr 1926 veröffentlicht. Das Buch ist eine Sammlung von 10 Parabeln, die im antiken Babylon spielen und Ratschläge zum Thema personal finance vermitteln sollen. Ursprünglich handelte es sich um eine Serie von Pamphleten, die von Banken und Versicherungsunternehmen verteilt wurden, bevor die Sammlung als Gesamtwerk publiziert wurde (Quelle: Wikipedia).

Georg S. Clason ist insb. auch für die Wortschöpfung “Pay yourself first” bekannt, also die Praxis einen Teil seines Einkommens am Anfang des Monats zu sparen und so sich selbst vor sämtlichen Gläubigern und laufenden Kosten zu bezahlen. Gemeinhin gilt “Der reichste Mann von Babylon gilt als Standardwerk zum Thema finanzielle Freiheit und wird z.B. auch von Bodo Schäfer hoch gelobt: “Kein anderes Buch über Finanzen hat so viel bewegt. EIN MUSS!” Ist der Hype also berechtigt?
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Passives Einkommen aus Immobilien

Passives Einkommen aus Immobilien

Ich freue mich heute einen Gastbeitrag von Chris und Julian von vermietedichreich.de veröffentlichen zu können. Chris und Julian haben sich mit Immobilieninvestments in Richtung finanzielle Freiheit aufgemacht. Was könnte daher besser passen, als die beiden über passives Einkommen aus Immobilien berichten zu lassen – konkret wird der Immobilieninvestor Peter seinen passiven Einkommensstrom erklären. Jetzt aber viel Spaß beim Lesen!
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Nimm Dein finanzielles Glück selbst in die Hand!

Nimm Dein finanzielles Glück selbst in die Hand!

In meinem letzten Artikel vor dem Jahreswechsel habe ich über Neujahrsvorsätze geschrieben. Wenn ich für breite Bevölkerungsschichten einen Vorsatz ergänzen könnte, wäre das “Nimm Dein finanzielles Glück selbst in die Hand – verlass Dich nicht auf die staatliche Vorsorge!” – ein weiterer frommer Wunsch für 2017? Vielleicht. Tatsächlich kann dieser Vorsatz durch ganz konkrete, am Ende dieses Artikels beschriebene Schritte sofort in die Tat umgesetzt werden.
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7 Tipps für Neujahrsvorsätze zur finanziellen Freiheit

7 Tipps für Neujahrsvorsätze zur finanziellen Freiheit

Neujahrsvorsätze sind ja so eine Sache… ein Gutteil wird ohnedies nicht eingehalten. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel sind Mitgliedschaften und der Besuch von Fitness-Centern. Meine persönliche und wohl nicht wissenschaftliche Beobachtung ist, dass im Januar ein deutlicher Anstieg der Besucherzahlen zu verzeichnen ist, während ab Februar bereits alles zurück auf normalem Niveau ist. Der rational sehr sinnvolle Vorsatz “Im Neuen Jahr mehr Sport machen!” hat also keine besonders lange Halbwertszeit und wird rasch über Bord geworfen. Also wieder ein Neujahrsvorsatz, der nicht eingehalten wird…

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Mit Weihnachtsgeschenken € 156.000 versenken?

Mit Weihnachtsgeschenken € 156.000 versenken?

Heute ist der 1. Dezember, der Countdown bis Weihnachten hat also offiziell begonnen! Wenn es nach dem Einzelhandel geht, ist der Startschuss für das Weihnachtsgeschäft allerdings schon längst gefallen. In den USA wird traditionell mit dem Black Friday, das ist der Freitag nach Thanksgiving, das Weihnachtsgeschäft eröffnet. Benannt wurde dieser Tag ursprünglich nach einer Branchenweisheit, wonach an diesem Tag Einzelhändler die Gewinnschwelle für das Jahr überschreiten und ab diesem Zeitpunkt schwarze Zahlen schreiben. Zwischenzeitlich wurde der Black Friday längst nach Europa exportiert und durch den Cyber Monday ergänzt. Amazon hat sogar noch eins drauf gelegt und die Cyber Monday Deals Week ausgerufen.

Helfen Sie also dem Einzelhandel schwarze Zahlen zu schreiben, oder achten Sie auch beim Kauf von Weihnachtsgeschenken auf Ihre finanzielle Freiheit? Das mag jetzt kleinlich wirken, ausgerechnet bei den Weihnachtsgeschenken sparen zu wollen. Das geht ja gar nicht, mögen Sie denken. Ich rate dennoch dringend zu Sparsamkeit bei den Weihnachtsgeschenken – über die Jahre hinweg, können durch exzessive Weihnachtsgeschenke nach meiner einfachen Simulationsrechnung *) €156.000 versenkt werden. €156.000? Das gibt dann doch zu denken, oder?

Vorausgeschickt sei, dass viele Weihnachtsgeschenke nur einen weiteren Beitrag in der Konsumspirale bedeuten werden. Für das neue Auto braucht man weitere Accessoires, zur Mitgliedschaft im Golfclub das neue Golfbag, etc. Diese Konsumspirale belegt erneut, dass vermeintlichen Assets nur weitere Belastungen nach sich ziehen, wie ich bereits in einem vorherigen Blogbeitrag erläutert habe. Zudem sind viele Weihnachtsgeschenke weitere Staubfänger im Regal, Platzräuber im Schrank, Komplexitätstreiber für das tägliche Leben, etc. und damit nur Ausdruck überbordenden Konsums. Meinem Blogger-Kollegen Tim Schäfer werde ich dabei aus dem Herzen sprechen.

Zudem sind Weihnachtsgeschenke ein weiterer Faktor, der aus der “besinnlichen Advents- und Vorweihnachtszeit” einen vierwöchigen Höllenritt macht. Für viele ist die ruhigste Zeit im Jahr nämlich das genaue Gegenteil: Stress in der Arbeit, da Projekte vor Weihnachten abgeschlossen werden und Verträge für das Neue Jahr verhandelt werden wollen. Privat reiht sich Einladung an Charity-Glühwein an Einladung, zudem wollen ja auch noch Geschenke gekauft und allerlei Vorbereitungen getätigt werden. Vereinfachungen bei den Weihnachtsgeschenken können also auch einen Beitrag dazu leisten, ein klein wenig dieses Vorweihnachtsstresses zu beseitigen.

Um keine € 156.000 zu versenken, keinen unnötigen Plunder zu kaufen, Weihnachtsstress zu vermeiden, aber trotzdem das Weihnachtsfest nicht ganz geschenklos vorüberziehen zu lassen, habe ich folgende Tipps gesammelt:

1 – Fertigen Sie eine Liste an, wen Sie beschenken wollen

Her mit einem Blatt Papier, Excel oder wie auch immer…einfach aufschreiben, wen Sie beschenken wollen. Schaffen Sie sich den Überblick und werden Sie sich dabei auch gleich noch mal bewusst, wie lang diese Liste denn wirklich ist. Es mag ja sehr nett gemeint sein, wen man hier beschenken will, doch tut man das immer aus tiefstem Herzen oder doch, weil man ja in den letzten Jahren etwas bekommen hat, man nicht unhöflich sein möchte, etc.? Diese Liste regt normalerweise sehr zum Nachdenken an.

2 – Legen Sie ein Gesamtbudget fest

Ganz brutal, ohne weitere Analyse, einfach ein Budget für sämtliche Weihnachtsgeschenke festlegen! Dabei würde ich raten noch nicht einmal so zu denken, dass gewisse Geschenke fix eingeplant sein müssen, sondern mich eher daran orientieren, dass der durchschnittliche Deutsche € 477 pro Jahr für Weihnachtsgeschenke ausgibt. Brauchen Sie wirklich mehr?

3 – Schließen Sie “Nichtangriffspakte”

Wenn die Liste der zu Beschenkenden wirklich zu lange geworden ist und das mit dem festgelegten Budget unvereinbar wird, kann man über “Nichtangriffspakte” nachdenken. Also, einfach absprechen, dass man sich nichts schenkt. Das schlägt auch mein Blogger-Kollege Malachit vor. Das kann durchaus wertschätzend sein, hat man doch aneinander gedacht und vielleicht erleichtert man ja sogar dem vermeintlich glücklich Beschenkten das Leben, da er nichts zurückschenken muss.

4 – Wählen Sie Geschenke aus, die gar nichts/wenig kosten

Ja, es gibt Geschenke, die nichts kosten, über die sich der Empfänger sehr freuen wird. Auch für €5 können sehr kreative, pfiffige Kleinigkeiten erworben werden. Wer schon einmal Wichteln/Secret Santa gespielt hat, hat trotz einer betragsmäßigen Beschränkung auch ein witziges Geschenk finden müssen. Meine bescheidene Schenker- und Beschenkten-Erfahrung besagt, dass nicht der Wert des Geschenks die Freude ausmacht, sondern die Tatsache, wie intensiv sich jemand Gedanken gemacht hat, Freude zu schenken.

Wenn Sie spontan keine Ideen haben, verweise ich gern auf den Blog von Finanzfisch, der einige tolle Ideen gesammelt hat: 12 günstige und kreative Geschenkideen

5 – Vermeiden Sie Impulskäufe (oder überhaupt die Einkaufzentren/-straßen zur Weihnachtszeit;-))

Das ist ganz im Ernst gemeint und hat zwei gute Gründe: Erstens werden bei Impulskäufen die rationalen Gedanken, die sie im Budget niedergeschrieben haben, zu Nichte gemacht. Wenn Sie einmal in der Parfümerie sind, werden sie wohl kaum unter €100 ausgeben, das Geschenk soll ja nicht schäbig sein, etc. Zweitens setzen Sie sich durch den Besuch der überfüllten Einkaufszentren in der Vorweihnachtszeit genau dem Stress aus, den Sie eigentlich vermeiden wollten…

Ich hoffe sehr, dass Ihnen diese fünf Tipps weiterhelfen, sowohl am Weg zur finanziellen Freiheit zu bleiben aber auch eine weniger stressige Vorweihnachtszeit zu haben. Ich selbst bin einem Großteil der 5 Tipps gefolgt. So habe ich ca. Mitte November die Liste der Beschenkten und Geschenke erstellt. Die Geschenke sind fast alle schon gekauft oder online bestellt. Der Stress-Faktor ist damit wirklich weg. Wie immer freue ich mich sehr über Kommentare und weitere Ideen, wie man noch ans Thema Weihnachtsgeschenke herangehen kann!

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*) Annahmen: Für die Dauer von 30 Jahren werden €500,-/Jahr mehr als erforderlich für Weihnachtsgeschenke ausgegeben, dieser Betrag steigt durch Inflation jährlich um 2%, die ersten fünf Jahre gehen diese Kosten gegen einen Dispokredit mit 15% Zinsen p.a., in allen folgenden 25 Jahren fließt das Geschenkgeld dann nicht der Investition zu, weshalb keine 7% Veranlagungserfolg lukriert werden können.

Finanzielle Freiheit trotz des Niedrigzinsumfelds?

Finanzielle Freiheit trotz des Niedrigzinsumfelds?

Jüngst las ich die für mich irritierende Aussage, dass Sparen im derzeitigen Niedrigzinsumfeld ohnedies sinnlos wäre. Diese Aussage hat mich regelrecht zu den nachfolgenden Überlegungen “provoziert” 😉

In der Tat hat das von den Notenbanken, insb. der für die Leser dieses Blogs v.a. relevanten EZB, initiierte Niedrigzinsniveau gravierende volkswirtschaftliche Auswirkungen:

  • Die Finanzierung der hoch verschuldeten Staaten wurde durch das Niedrigzinsniveau in Kombination mit Quantitative Easing, also dem großvolumigen Ankauf von Staatsanleihen durch die Notenbanken, deutliche billiger. Für die Bundesrepublik Deutschland kommt es paradoxerweise bei kürzer laufenden Staatsanleihen sogar zu einem netto positiven Geschäft!
  • Die Kreditzinsen für Privathaushalte und Unternehmen sind genauso dramatisch gesunken. Dass die Kreditnachfrage zusehends inelastisch auf weitere Zinssenkungen reagiert, hat allerdings auch dazu geführt, dass kein wesentlich stimulierender Effekt von den niedrigen Zinsen ausgeht!
  • Sparzinsen sind de facto auf null gesunken, in manchen Fällen werden sogar Verwahrungsgebühren oder bei größeren Veranlagungssummen Negativzinsen verrechnet. Insofern mag es natürlich naheliegen, Sparen auf dem Sparkonto derzeit für sinnlos anzusehen…
  • Aus der Kombination niedriger Kredit- und Einlagenzinsen ergibt sich ein strukturelles Problem für Banken. Die Zinsmarge ist in den letzten Jahren massiv gesunken, d.h. letztlich, dass Banken eine deutlich geringer Spanne zwischen Einnahmen (Kreditzinsen) und Ausgaben (Einlagenzinsen) verbleibt, um Betriebs- und Risikokosten abzudecken. Dadurch lassen sich die umfangreichen Kostenreduktionen sowie die Bestrebungen der Banken allerlei Gebühren zu erhöhen, besser verstehen.

Natürlich hat dies auch Auswirkungen auf all jene, die finanzielle Freiheit anstreben. Allerdings würde ich nicht derart radikal vorgehen, dass Sparen/Investieren keinen Sinn mehr hat. Es ergibt sich aber insbesondere das Erfordernis deutliche Anpassungen an historisch sinnvollen Asset Allocations vorzunehmen, nämlich

  • Europäische Staatsanleihen haben in vielen Portfolien eigentlich keinen sinnvollen Platz mehr
  • Als Ersatz für diese Asset-Klassen, werden viele Investoren nach Alternativen insb. bei Dividendenaktien, Anleihen von Schwellenländern, p2p-Krediten oder in Immobilien suchen. Dies kann durchaus mit deutlicher Risikonahme (Fremdwährungsrisiko, Ausfallrisiko, etc.) einhergehen und will daher gut überlegt sein.

Darüber hinaus ist der nominelle Effekt von Zins- und Zinseszins in der Tat nicht mehr so eindrucksvoll, wie er bei hohen Zinssätzen ist. Gleichzeitig erfahren wir gerade neben dem Niedrigzinsumfeld auch Niedriginflationsumfeld, weshalb der reale Effekt nach Inflation nicht dramatischer ist, als er bereits in historischen Phasen hoher Zinsen gekoppelt mit hoher Inflation war.

Natürlich muss sich daher jeder Investor überlegen, wie er auf die derzeitigen Rahmenbedingungen reagiert. Auch bereits historisch fragwürdige Glaubenssätze à la “Sparbuchsparen zum Vermögensaufbau”, “Bausparen für die Kinder, dass sie mal etwas haben”, “mit deutschen Staatsanleihen kann nichts schief gehen” etc. müssen grundlegend überdacht werden. Es besteht also erhöhter Bedarf sich mit Fragestellungen im Bereich personal finance zu beschäftigen, was ich ja explizit mit meinem Blog fördern möchte.

Andererseits bestehen wenige Alternativen sich dem derzeitigen Umfeld zu entziehen. Daher ist mein persönlicher Ansatz, die entsprechenden Weichenstellungen zu treffen und entsprechend zu reagieren. Die Bestrebungen finanzielle Freiheit zu erreichen schon ex ante aufzugeben oder für sinnlos zu erklären, halte ich für verfehlt und auf Grund der weiterhin vollständigen Funktionstüchtigkeit der von mir in anderen Artikeln beschriebenen Methoden auch für inhaltlich falsch.

Wie haben Sie auf das Niedrigzinsniveau als Investor reagiert? Lassen Sie die anderen Leser durch einen Kommentar an Ihren Überlegungen teilhaben!

Interview mit Florian von Finanzleiter

Interview mit Florian von Finanzleiter

Schon vor einiger Zeit ist mir der Blog www.finanzleiter.com aufgefallen, der mir sehr gut gefällt. Umso mehr freue ich mich nun ein Interview mit Florian, dem Urherber von Finanzleiter, zu veröffentlichen. Florian studiert noch und beginnt gerade seinen Weg zur finanziellen Freiheit. Zu ausschüttenden ETFs als passive Einkommensquelle sollen bald p2p Kreditinvestments und vermietete Immobilien kommen. Viel Spaß beim Lesen!

Finanzielle Freiheit: Was ist der Inhalt Deines Blogs?

Florian: Auf meinem Blog schreibe ich über Finanzen, Persönlichkeitsentwicklung und Personalentwicklung. Hier versuche ich mein Gelerntes von der Universität kompakt zusammenzufassen und verständlich darzustellen. Meine beiden Schwerpunkte Betriebliche Finanzwirtschaft und Personal- und Veränderungsmanagement bieten hier sehr viele interessante Themen an.

Finanzielle Freiheit: Was unterscheidet deinen Blog von all den anderen Blogs über finanzielle Freiheit? Warum sollen unsere Leser immer wieder kommen?

Florian: Ich versuche meinen Weg in die finanzielle Freiheit so gut wie möglich zu beschreiben. Mein Blog hat somit einen sehr persönlichen Touch und dazu mixe ich Themen zur persönlichen Weiterbildung. Ebenso erkläre ich Theorien um unsere Mitmenschen besser zu verstehen und will damit helfen, die eigenen Ziele zu erreichen.

Finanzielle Freiheit: Was ist dein liebster Beitrag auf deinem Blog und warum? Ist das auch jener Beitrag, der den meisten traffic bekommt?

Florian: Mein Lieblingsbeitrag ist dieser: http://www.finanzleiter.com/2016/08/23/sparpotenzial-erkennen/

Hier wurde mir selbst wiedermal bewusst, wie viel eine kleine regelmäßige aber unnötige Ausgabe in einer Zeitspanne von 10 Jahren verursachen kann.

Der Artikel mit den meisten Aufrufen ist hingegen: http://www.finanzleiter.com/2016/09/16/weg-finanzielle-unabhaengigkeit/

Es ist auch einer meiner letzten Beiträge und zeigt verschiedene Szenarien zur Erreichung der finanziellen Freiheit an. Dabei wird ersichtlich, dass die Million in jedem Fall erreichbar ist.

Finanzielle Freiheit: Was bedeutet finanzielle Freiheit für Dich? Wo befindest Du Dich am Weg zur finanziellen Freiheit? Wann willst Du sie erreichen? Ist Dir eine absolute Zahl des Vermögens (z.B.: € X Mio.) oder die Abdeckung bestimmter Bedürfnisse aus passivem Einkommen wichtig?

Florian: Die finanzielle Freiheit bedeutet für mich, dass meine passiven Einkünfte meine laufenden Kosten abdecken. Momentan stehe ich noch am Anfang des Weges und ich beginne gerade mein ETF-Portfolio aufzubauen. Ich habe mir auch kein genaues Datum gesetzt. Das wird aber demnächst noch folgen. Ich möchte danach von den Ausschüttungen meiner Investitionen leben und die Investitionen selbst niemals verkaufen.


Finanzielle Freiheit: Wie planst Du die finanzielle Freiheit zu erreichen? Welche passiven Einkommensquellen findest Du besonders interessant?

Florian: Ich investiere momentan in ausschüttende ETF und werde demnächst mal P2P Plattformen ausprobieren. Auch das Vermieten von Immobilien ist eine für mich sehr interessante Art der Investition. Zuerst möchte ich jedoch mal mein Studium abschließen und dann die weiteren Schritte planen.

Finanzielle Freiheit: Welchen finanziellen Tipp würdest Du unseren Lesern mitgeben? 

Florian: Mein wichtigster Tipp ist: Kümmere dich selbst um deine Finanzen! Durch das Internet ist jedem und jeder die Möglichkeit gegeben, Informationen über den Vermögensaufbau zu bekommen. Gerade viele Blogs bieten hier tolle Ansichten und viele Informationen. DO IT YOURSELF!

Ihr Buchhalter hat unrecht: Ihr Haus/Ihre Eigentumswohnung und Ihr Auto sind Verbindlichkeiten!

Ihr Buchhalter hat unrecht: Ihr Haus/Ihre Eigentumswohnung und Ihr Auto sind Verbindlichkeiten!

Als ich begann diesen Blog zu schreiben, habe ich mir vorgenommen, ernsthafte Ansätze zu verfolgen und nicht ins Esoterische und Marktschreierische abzugleiten. (Siehe auch meinen Artikel: Ziel dieses Blogs: Wege zur finanziellen Freiheit aufzeigen). Warum daher jetzt die Feststellung, dass ein Haus/eine Eigentumswohnung oder ein Auto eine Verbindlichkeit sei?

Nach den Regeln der Buchhaltung ist eine Immobilie bzw. ein Auto ganz klar als Vermögensgegenstand in die Bilanz aufzunehmen. Typischerweise wird der Kaufpreis samt Kaufnebenkosten angesetzt und dann linear abgeschrieben. Die jährlichen Belastungen der Abschreibung sind in der Gewinn-und-Verlustrechnung ein Negativposten, auch wenn sie nicht cash-wirksam sind. Ganz ähnlich verhält es sich mit einem Auto. Die Finanzierung dieser Vermögensgegenstände kann ganz unterschiedlich abgebildet werden, entweder durch einen Kauf auf Kredit oder durch Eigenkapital. Nur diese Art der Mittelaufbringung ist auf der Passivseite der Bilanz verortet.

Auch der allgemeine Sprachgebrauch und die Meinung vieler unserer Mitmenschen geht ganz klar von Vermögensgegenständen aus: “Er ist ein reicher Mann, er hat ein großes Haus und ein neues Auto” oder “Ihr wertvollster Vermögenstgegenstand ist ihre Eigentumswohnung” oder “Seit er zu Geld gekommen ist, fährt er einen Porsche” All diese Redewendungen kommen uns nur zu bekannt vor. Es wird sich gleich zeigen, dass sich dahinter teils sehr fehlerhafte Vorstellungen über Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten verstecken.

Die genannten vermeintlichen Vermögensgegenstände, also selbst bewohnte Immobilien (Eigenheim, Eigentumswohnung, etc.) sowie Autos, Boote, Fahrräder, Golfausrüstung, TV-Gerät,… zeichnen sich allesamt dadurch aus, dass sie auch nach dem Erwerb zu weiteren Kosten führen und keine Einkünfte generieren werden. Sie ziehen eine Reihe weiterer, zukünftiger Belastungen nach sich und wären daher tatsächlich als Verbindlichkeiten einzustufen. Warum ist das nun konkret so?

Sobald die Eigentumswohnung erworben ist, wird sie zu weiteren Ausgaben animieren: Sie will schön eingerichtet werden – da es sich ja um eine Eigentumswohnung handelt wird man nicht mit einer Übergangslösung wie bei einer Mietwohnung zufrieden sein und schon mal die teurere Küche oder die maßgefertigten Einbaumöbel kaufen. Es folgen sowieso die laufenden Betriebskosten und die Kosten für Wartung, Instandhaltung und Verbesserung. Darüber hinaus, will die Wohnung samt des wertvollen Inhalts umfänglich versichert werden. Dabei sind noch nicht die Kosten für die Finanzierung der Wohnung berücksichtigt: Das Hypothekardarlehen erfordert für die nächsten 20 Jahre monatliche Zahlungen, zusätzlich stellt die finanzierende Bank noch Gebühren für Kontoführung in Rechnung und möchte regelmäßig ein Gutachten über den Wert der Wohnung. Es zeigt sich, dass der vermeintliche Vermögensgegenstand eine lange Liste an Ausgaben nach sich zieht – das rechtfertigt wohl die Klassifizierung als Verbindlichkeit!

Bei einem Auto verhält es sich nicht anders – im folgenden Beispiel gehe ich von einem Kauf auf Kredit aus. Auch hier folgt nach dem Kauf eine Reihe von Kosten, die für das Auto aufzuwenden sind. Ohne den erschreckenden Wertverlust durch die erste Nutzung (typischerweise wird der Wertverlust auf ~¼ des Kaufpreises geschätzt) näher zu beleuchten, werden Kosten für Zusatzausstattung (Dachbox, Kindersitze,…), Bereifung, Treibstoff, Maut, etc. während der gesamten Nutzungsdauer des Fahrzeugs anfallen.

Darüber hinaus schaffen die Investitionen in teurere vermeintliche Vermögensgegenstände = Verbindlichkeiten eine ungünstige Spirale, die auch höhere zukünftige Kosten nach sich ziehen. Das größere Haus verursacht höhere Betriebskosten, erfordert mehr Einrichtungsgegenstände, kostet mehr Grundsteuer, etc. Der Sportwagen braucht mehr Treibstoff, die Versicherung und Steuer ist höher, die neuen Reifen sind teuer, etc. als beim bescheidenen Kleinwagen. Daher kann vereinfachend aber doch linear gesagt werden, dass ein teureres vermeintliches Asset eine höhere Verbindlichkeit darstellt.

Jetzt werden Sie sich vielleicht fragen, was denn neben den genannten Verbindlichkeiten noch als Vermögensgegenstände zur Verfügung stellt. Ich würde hier eine alternative Definition propagieren, die jenseits der strengen Accounting-Definition nützlich ist: Vermögensgegenstände sind jene, die Ertrag für Sie erwirtschaften, also Quellen passiven Einkommen sind, insb. Anleihen und Aktien, vermietete Immobilien, etc. Ich verweise auch noch auf meinen Artikel zu passiven Einkommensquellen.

Wie hilft Ihnen das jetzt am Weg zur finanziellen Freiheit? Die strenge Prüfung ob es sich um eine Verpflichtung oder um einen tatsächlichen Vermögensgegenstand handelt, kann davor schützen finanzielle Entscheidungen zu treffen, die langfristige Verpflichtungen nach sich ziehen. Eine kritische Prüfung, ob z.B. vor dem Kauf des Hauses oder des neuen Autos eine signifikante zukünftige Belastung folgen wird, sollte nochmal zum Nachdenken anregen. Darüber hinaus wird dieser Denkansatz ihren Blick auf die tatsächlichen Vermögensgegenstände.

rich-dad-poor-dadDer Grundgedanke zu dieser Betrachtung von vermeintlichen Vermögensgegenständen als Verbindlichkeiten stammt aus dem Buch Rich Dad Poor Dad von Robert KiyosakiDas Buch enthält neben diesem sehr bereichernden Gedanken noch eine Reihe weiterer Ansätze, die ich demnächst in einer Buchbesprechung hier auf meinem Blog aufgreifen werde. Wenn ich Ihr Interesse geweckt habe, abonnieren Sie meinen Blog!

Notfallfonds

Notfallfonds

Meine Leser wissen bereits, dass für mich finanzielle Freiheit eng mit persönlicher Freiheit verknüpft ist. Damit meine ich insbesondere auch die Freiheit von den Systemen der staatlichen Vorsorge und der politischen Willkür ihrer Veränderung. Wie ich im Blogbeitrag Warum überhaupt finanzielle Freiheit anstreben? beschrieben habe, soll finanzielle Freiheit auch Vorsorge vor unvorhersehbaren Schicksalsschlägen bedeuten.

Wenn Sie jetzt entgegnen, dass genau zu diesem Zweck ja Arbeitslosenversicherung, Mindestsicherung, Hartz IV & Co. vorgesehen sind, würde ich entgegnen, dass ich mich auf diese Systeme eben nicht verlassen würde wollen. Einerseits sind sie meist an enge Kriterien gebunden, beanspruchen zuerst etwa vorhandenes Vermögen und sind in der Tat meist “zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel”. Besonders das Kriterium, auf vorhandenes Vermögen zurück zu greifen, ist besonders kritisch – wenn Sie am Weg zur finanziellen Freiheit bereits Vermögen aufgebaut haben, würden die staatlichen Sicherungssysteme erst mal zugreifen, bevor sie helfen.

Welche Schicksalsschläge oder Notfälle sind gemeint?

Schicksalsschläge und Notfälle können in verschiedener Art und Ausprägung auftreten. Z.B. plötzlicher Jobverlust in Folge Insolvenz des Arbeitgebers, langer Krankenstand in Folge eines Sportunfalls, teure Getriebereparatur am eigenen Auto das zum Pendeln erforderlich ist, Sturmschaden am Dach des Eigenheims, etc. All diesen Ereignissen ist gemeinsam, dass sie a) unerwartet und nicht planbar sind, b) einen hohen negativen Einfluss auf unsere Finanzen haben und c) doch mit geringer Wahrscheinlichkeit eintreten.

Was ist nun der Notfallfonds?

Meine Empfehlung ist, im Notfallfonds das Vier- bis Sechsfache ihrer monatlichen Ausgaben vorzuhalten. Die Anleitung zur Erhebung der monatlichen Ausgaben finden Sie in einem meiner vorherigen Blogbeiträge Mit solch einem Notfallfonds können Sie den schlimmsten Schicksalsschlägen sofort begegnen. Die sofortige Verfügbarkeit ist ein wesentlicher Aspekt, da sie auch reagieren und z.B. die Dachreparatur sofort durchführen können, auch wenn die Versicherung erst zwei Monate später zahlt.

Entgegen der an manch anderer Stelle vertretenen Meinung, gehe ich von den monatlichen Ausgaben und nicht vom Nettoeinkommen aus. Sinn und Zweck des Notfallfonds ist es nämlich die notwendigen Kostenabzudecken und nicht ggf. auch die übliche Sparquote aufrecht zu erhalten. Da der Notfallfonds stets verfügbar und risikoarm veranlagt sein sollte, sollte er dennoch möglichst klein gehalten sein, um nicht die Gesamtperformance Ihrer Vermögenswerte zu verwässern.

Woraus sollte er bestehen?

Das entscheidende am Notfallfonds ist die sofortige Verfügbarkeit, also Liquidität. Ich empfehle daher ausschließlich Bargeld oder Einlagen auf Spar-/Tagesgeldkonto für den Notfallfonds in Betracht zu ziehen. Diese Meinung teilen nicht alle Kollegen, einige gehen sogar so weit, und würden in Aktien investieren. Der Notfallfonds dient meiner Meinung nach der Absicherung und nicht der Erzielung von Rendite am Weg zur finanziellen Freiheit. So würde ich in diesem Fall auf Kapitalbindung unter allen Umständen verzichten wollen, bei Aktien besteht ja zudem ein deutliches Kursrisiko, wenn kurzfristig verkauft werden muss. Darüber hinaus soll der Notfallfonds ja auch ein Gefühl der Sicherheit geben, welches gerade bei volatilen Finanzinstrumenten nicht gegeben sein wird.

Gerne werden aber auch Gold und Silber als möglicher Notgroschen genannt. Diesem Gedanken schließe ich mich auch nicht an. Natürlich mag im Falle eines Krieges Gold als letztes verfügbares Zahlungsmittel sinnvoll sein, doch bei den oben genannten Notfällen werden Edelmetalle nicht wirklich helfen. Vielmehr wäre im Fall des Falles ein Rücktausch in Bargeld erforderlich, um die diversen unmittelbar erforderlichen Zahlungen zu leisten. Neben der Dauer und den Komplikationen des Tausches, bestehen deutliche Transaktionskosten (Agio/Disagio!), vom Kursrisiko gar nicht erst zu sprechen.

Besonders negative Ereignisse, die allerdings mit sehr niedriger Wahrscheinlichkeit eintreten, werden gemeinhin durch eine Versicherung abgedeckt. Dies kann in der Tat sinnvoll sein, man denke nur an die Versicherung des Eigenheims oder eine Krankenversicherung. Einerseits wäre ich vorsichtig mich hier umfassenden Berufsunfähigkeitsversicherungen auszuliefern, die nicht billig sind und monatliche Kosten verursachen. Andererseits ist der Notfallfonds aber auch kein Ersatz für die ein oder andere erforderliche Versicherung.

 

Wie baut man den Notfallfonds auf?

Meine Empfehlung beim Aufbau des Notfallfonds ist, eine klare Reihenfolge zu befolgen:

  1. Zuerst (Konsum-)Schulden abbauen, siehe auch mein Artikel zu diesem Thema 
  2. Notfallfonds aufzubauen
  3. Sparen, Investieren, Vermögen aufbauen

Diese Reihenfolge der Befüllung kann natürlich auch mit den Prinzipien des automatisierten Sparens verfolgt werden.

Das bedeutet auch, dass Sie auf ihr Erspartes bzw. Ihre Investments als Quelle von passivem Einkommen nicht mehr zugreifen müssen, selbst wenn ein Notfall eintritt. Genau für diesen Fall wurde ja vorher der Notfallfonds eingerichtet. Dies ist eine wichtige, auch psychologische Hürde: Die Quelle des passiven Einkommens in Form des Investmentportfolios muss auch im Notfall nicht angefasst werden.

Wie habe ich das für mich persönlich gelöst?

Mein Notfallfonds in Höhe des ca. Dreifachen der monatlichen Kosten meiner Familie besteht aus zwei Teilen: Erstens einer Euro-Bargeldreserve (ca. ein Drittel des Notfallfonds), auf welche ich nicht zugreife/nur im Notfall zugreifen würde. Zweitens ein Sparguthaben auf einem Tagesgeldkonto (ca. zwei Drittel des Notfallfonds). Bis dato hatte ich eigentlich keine bedeutsamen Fälle, in denen ich auf den Notfallfonds zugreifen musst. Ich hoffe, dass das auch so bleibt! Es ist aber ein gutes Gefühl um diese Reserve zu wissen.

Haben Sie einen Notfallfonds?  Wie setzen Sie diesen ein? Ich freue mich über Ihre Rückmeldung in Form von Kommentaren zu diesem Artikel oder E-Mails an meinefinanziellefreiheit@gmail.com. Lesen Sie außerdem mehr, wie Sie selbstverantwortlich die Kontrolle über Ihre finanziellen Angelegenheiten erhalten/behalten.