Warum man zum Aufbau von passiven Einkommensquellen aktiv etwas tun muss

Warum man zum Aufbau von passiven Einkommensquellen aktiv etwas tun muss

Heute erscheint schon der dritte Artikel in der Artikelserie zu passiven Einkommensquellen, die ja eine Koproduktion zwischen Finanzfisch und Meine Finanzielle Freiheit ist. Falls jemand die vorherigen Artikel der Serie nachlesen möchte, sind hier die Links:

Wie Finanzfisch schon im zweiten Artikel der Serie geschrieben hat, ist der Verlauf zwischen aktiven und passiven Einkommensquellen zuweilen fließend. Im Wesentlichen kommt es darauf an, dass der (aktive) Arbeitseinsatz mit dem (passiven) Einkommen nicht linear korreliert, sondern durch Automatisierung oder Auslagerung auf ein Minimum begrenzt wird. Diese treffliche Definition gilt v.a. ab dem Zeitpunkt, dass die passive Einkommensquelle bereits am Sprudeln ist. Was gilt aber für den Aufbau der passiven Einkommensquelle? Ist das Adjektiv “passiv” hier vielleicht sogar irreführend?

Zum Weiterlesen klicke hier!

Investieren mit Fonds, ja klar – aber aktiv oder passiv?

Investieren mit Fonds, ja klar – aber aktiv oder passiv?

Du hast etwas Geld gespart und aufgrund der niedrigen Zinsen möchtest du an der Börse investieren. Deswegen gehst du zu deiner Hausbank und lässt dich beraten. Dort empfiehlt man dir in Fonds zu investieren. Du hast schon mal von aktiven und passiven Fonds gehört und fragst deinen Berater nach einer Erklärung. Doch so ganz genau beschreibt er dir den Unterschied nicht! Deswegen machst du dich im Internet schlau und nun bist du hier!

Ich bin Florian Krennmayr und blogge auf Finanzleiter über Finanzen, Personal- und Persönlichkeitsentwicklung. Heute darf ich dir das Thema Investieren mit Fonds im Rahmen eines Gastbeitrags hier auf Meine Finanzielle Freiheit veröffentlichen. Dabei werde ich insbesondere den Unterschied zwischen aktiven und passiven Fonds erläutern.

Was ist ein überhaupt ein Fonds?

Ein Fonds bündelt das Geld vieler verschiedener Anleger und investiert es für sie. Jeder Anleger erhält im Gegenzug für sein eingesetztes Kapital einen entsprechenden Anteil am Gesamtkapital. Ein Fonds wird durch eine (Fonds-)Gesellschaft aufgelegt und durch einen (Fonds-)Manager betreut. Wie und wo der Fonds das eingesammelte Geld investiert wird durch die Gesellschaft festgelegt.

Jan von smart-reich-werden

Als Privatanleger bietet ein Fonds somit die Möglichkeit, sich mit einem einzigen Produkt gut zu diversifizieren. Als privater Investor fehlt einem manchmal das Geld viele einzelne Aktien zu kaufen. Mit einem Investmentfonds bietet sich diese Möglichkeit.

Unterschied passive und aktive Fonds

Doch was ist nun der Unterschied zwischen passiven (ETFs) und aktiven Fonds? Bei aktiven Fonds wählt ein Fondsmanager aus in welche Werte (z.B. Aktien) investiert wird. Ein passiver Fonds hingegen bildet einfach stur einen Index ab und wird von einem Computer gesteuert. Ich möchte diese beiden Kategorien unter folgenden Gesichtspunkten vergleichen:

  • Kosten
  • Investitionsverantwortung
  • Liquidität
  • Ziele

Kosten

Der offensichtlichste Unterschied zwischen aktiven und passiven Fonds sind die Kosten. Während bei aktiven Fonds die Kosten bei durchschnittlich 1,5% p.a. sind, haben ETF im Schnitt nur 0,375% an jährlichen Verwaltungskosten. Zusätzlich fallen bei ETF keine Ausgabeaufschläge an, da diese über die Börse gehandelt werden. Mittlerweile bieten viele Onlinebanken die allerdings auch eine Reduktion der Ausgabeaufschläge aktiver Fonds an. Die höheren Kosten für aktive Fonds ergeben sich daher, dass der Fondsmanager und sein Team auch bezahlt werden müssen.

Investitionsverantwortung

Bei einem Investment in einen Fonds gibt man sein Geld aus seiner eigenen Verantwortung ab. Die Fondsgesellschaft gibt dem Fondsmanager den Investmenthorizont vor, welche er für Investitionen durchforsten darf. Somit gibst du oder ich als Investor die Verantwortung ab und überlässt diese der Fondsgesellschaft bzw. dem Fondsmanager. Hier besteht der Unterschied zwischen aktiven und passiven Fonds darin, dass bei aktiven Fonds der Fondsmanager das Geld verwaltet. Bei passiven ETFs ist hingegen der Index bekannt und wird nur durch Indexanpassungen geändert.

Liquidität

Als nächste Unterscheidung zwischen aktiven und passiven Fonds möchte ich die Liquidität im Sinne der Handelbarkeit nennen. Bei aktiven Fonds wird die Preisermittlung nur einmal pro Tag mit folgender Formel ermittelt: Anteilswert = Nettoinventarwert / Anzahl der ausgegebenen Anteile. ETF werden an der Börse gehandelt und damit wird der Preis während der Handelszeiten stetig ermittelt. Ich und du können somit jederzeit auch untertägig den Preis einsehen.

Ziele

Als letzte Differenzierung möchte ich die Anlageziele der beiden Fondsarten hervorheben. Während ein Investor in ETF weiß, dass er sich mit der Markrendite zufriedengibt, hofft ein Anleger in aktive Fonds eine Überrendite zu erhalten.  Das Buch Souverän Investieren in Indexfonds von Gerd Kommer zeigt auf, dass 80% der Fonds ihren Vergleichsindex nach Abzug der Kosten nicht schlagen. Ebenso erwähnt Kommer, dass im Vorhinein nicht gesagt werden kann, welche Fonds diese Überrenditen erwirtschaften werden.

In welche Fonds sollst du nun investieren – Dein Berater hatte Dir ja keine klare Auskunft gegeben…

Dieser Beitrag stellt zwar nicht alle Unterschiede aktiven und passiven Fonds erschöpfend gegenüber. Doch zeigt er die größten Unterschiede auf. Bei einem aktiven Fonds wollen Fondsmanager und Co. bezahlt werden, dafür bieten sie möglicherweise eine bessere Renditen als der Vergleichsindex. Doch schaffen es aktive Fonds in 4 von 5 Fällen nicht unter Berücksichtigung der Kosten, diese Messlatte zu schlagen. Bei einem passiven ETF hingegen ist beim Investment schon klar, dass „nur“ die Marktrendite erhalten wird. Bei einem passiven Fonds schneidet man somit besser ab als der vier Füntel der aktiven Fondsmanager – das ist doch ganz gut, oder?