Rezension “Der reichste Mann von Babylon”

Rezension “Der reichste Mann von Babylon”

“Der reichste Mann von Babylon” wurde von Georg S. Clason bereits im Jahr 1926 veröffentlicht. Das Buch ist eine Sammlung von 10 Parabeln, die im antiken Babylon spielen und Ratschläge zum Thema personal finance vermitteln sollen. Ursprünglich handelte es sich um eine Serie von Pamphleten, die von Banken und Versicherungsunternehmen verteilt wurden, bevor die Sammlung als Gesamtwerk publiziert wurde (Quelle: Wikipedia).

Georg S. Clason ist insb. auch für die Wortschöpfung “Pay yourself first” bekannt, also die Praxis einen Teil seines Einkommens am Anfang des Monats zu sparen und so sich selbst vor sämtlichen Gläubigern und laufenden Kosten zu bezahlen. Gemeinhin gilt “Der reichste Mann von Babylon gilt als Standardwerk zum Thema finanzielle Freiheit und wird z.B. auch von Bodo Schäfer hoch gelobt: “Kein anderes Buch über Finanzen hat so viel bewegt. EIN MUSS!” Ist der Hype also berechtigt?
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Automatisiertes Sparen

Automatisiertes Sparen

In einem meiner früheren Blogbeiträge habe ich als ein Element am Weg zur finanziellen Freiheit von “Ansätzen zum Sparen” gesprochen. Sparen schafft langsam und stetig ein zur Seite gelegtes Vermögen, das seinerseits die Basis für eine passive Einkommensquelle aus Zinsen und Dividenden bilden kann.

In diesem Beitrag möchte ich daher auf die von mir selbst verwendete Praxis des automatisierten Sparens eingehen. Diese Praxis wird auch als “pay yourself first” bezeichnet. Ich selbst verwende die in der Folge beschriebenen Mechanismen seit mehr als 15 Jahren und bin damit einen guten Schritt in Richtung finanzielle Freiheit gegangen.

Das automatisierte Sparen folgt vier Prinzipien:

  • Das 20% Prinzip
  • Das 50% Prinzip
  • Das Prinzip der Wiederholung
  • Das Prinzip der Automatisierung

Das 20% Prinzip: Ganz einfach, legen Sie 20% ihres derzeitigen Gehalts zur Seite. Wichtig ist, dass sie diese 20% des Gehaltseingangs unmittelbar nach Zahlungseingang auf ein getrenntes Konto legen. Dadurch können Sie diese 20% von laufenden Zahlungen und v.a. Konsumausgaben trennen. Sie können zudem den psychologischen Effekt der Verknappung nützen und den Gegenpol zu “ich werde sparen, was am Monatsende übrig ist” bilden. 20% mögen aggressiv wirken, gerade wenn Sie das Gefühl haben mit Ihrem Geld nicht auszukommen. Probieren Sie es trotzdem einfach mal aus! Freiberufler werden nun anmerken, dass sie keine regelmäßigen Gehaltseingänge haben; in diesem Fall würde ich einfach aus dem jährlichen Einkommen einen monatlichen Betrag errechnen und davon 20% zur Seite legen, also keine Ausrede für Freiberufler!

Das 50% Prinzip: Bei Ihrer nächsten (jährlichen oder außertourlichen) Gehaltserhöhung legen Sie einfach 50% der Gehaltssteigerung gemeinsam mit den weiterhin laufenden 20% zur Seite. Dadurch kommt es durch die Gehaltssteigerung nicht zu einer linearen Steigerung Ihres Lebensstils, sondern Sie drosseln diese aus meiner Sicht gefährliche Entwicklung. Das 50% Prinzip kann sogar weiter ausgebaut werden. Wenn Sie nämlich Gehaltssteigerungen erzielen aber keinen Anlass zu laufenden Mehrausgaben haben, dann steigern Sie die 50%! Ich habe z.B. meine letzte Gehaltserhöhung zu 100% dem Sparen zugeführt.

Das Prinzip der Wiederholung: Wiederholen Sie das 20% Prinzip jeden Monat, das 50% Prinzip bei jeder Gehaltserhöhung.

Das Prinzip der Automatisierung: Automatisieren Sie die Zahlungen auf eine Art und Weise, dass Sie nicht mehr an die monatlichen Zahlungen denken müssen, nämlich indem Sie entsprechende Daueraufträge einrichten. Ein sinnvoller Gedanke ist sogar ein getrenntes Geldmarktkonto mit vernünftigen Zinsen 😉 zu eröffnen. Sollte dieses bei einer anderen Bank sein, hat das sogar den Charme, dass man nicht laufend darauf zugreift und eine ganz deutliche Separierung erreicht.

Zuletzt möchte ich noch darauf hinweisen, dass mich Bodo Schäfer (http://www.bodoschaefer.de/) vor langer Zeit auf das 20%/50% System aufmerksam gemacht hat. In der Zwischenzeit habe ich das automatisierte Sparen aber für mich mehrfach angepasst und perfektioniert.

 

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