Kleingeldsparen

Kleingeldsparen

In einem meiner vorherigen Blogbeiträge habe ich noch eher scherzhaft die Frage aufgeworfen, ob auch ein Sparschein zur finanziellen Grundausstattung gehört. Ich für mich habe diese Frage mit “Ja!” beantwortet.

Sie mögen jetzt die Haare sträuben und anmerken, dass ein Sparschwein wohl kein Vehikel zum reich werden ist. Eher wohl etwas für Kleinkinder, die von den Großeltern ein paar Münzen geschenkt bekommen. Dann haben Sie wohl Recht, weil der Besitz und die regelmäßige Fütterung eines Sparschweins alleine Sie nicht reich machen wird. Allerdings können Sie mit einem Sparschwein Verhaltensweisen automatisieren, die Ihre Sparquote erhöhen, ohne dass sie es wirklich bewusst merken werden. Dass ich Automatisierung beim Sparen gut finde, wissen Sie ja seit meinem Blogbeitrag zum Automatisierten Sparen.

Ich habe mir die Verhaltensweise angewöhnt, dass ich sämtliche Münzen, die sich in meinem Portemonnaie angesammelt haben, in ein Sparschwein gebe, wenn ich nach Hause komme. Einerseits mache ich so mein Portemonnaie leichter, das genaue Wechselgeld hat man im Fall des Falles ohnedies nie parat. Andererseits gelingt es mir durch diese Verhaltensweise ca. €200 pro Jahr im Sparschwein zu sammeln, ohne, dass ich dies wirklich in meinen Finanzen spüre. Dies obwohl ich ein wenig bargeldaffiner Mensch bin, der gerne mit Kredit- oder Bankomat/EC-Karte bezahlt. Aus meiner Sicht müsste ein bargeldaffiner Mensch deutlich höhere Summen auf diese Weise sparen können, da er einen höheren Bargeldfluss und daher mehr Münzen im Portemonnaie hat.

Immer, wenn mein Sparschwein voll ist, bringe ich es zur Bank, zähle die Münzen in einem der Zählgeräte und führe den Erlös meinem Sparkonto bzw. meinen Investments zu. Dies ist übrigens so ziemlich der einzige Besuch einer Bankfiliale, den ich pro Jahr tätige! Durch die Einzahlung auf mein Sparkonto wird das so gesammelte Geld Teil der Basis einer meiner passiven Einkommensquellen. Einige Blogger-Kollegen, die auch die Automatisierung der Verhaltensweisen nutzen, verwenden das im Sparschwein gesammelte Geld anderweitig (z.B. für Urlaub, Haushaltsausgaben, etc.), doch bleibt das jedem selbst überlassen!

Wenn Sie einen Schritt weiter gehen wollen, beschränken Sie sich nicht auf Münzen, sondern werfen regelmäßig auch Papiergeld in Ihr Sparschwein. Ich habe mir angewöhnt am Anfang der Woche zum Geldautomaten zu gehen und einen für die jeweilige Woche leicht überhöhten Geldbetrag abzuheben. Am Ende der Woche gebe ich dann den größten in meinem Portemonnaie verbliebenen Geldschein in ein Sparschwein. Diese Verhaltensweise ist der Turbo-Booster für diese Sparmöglichkeit. Der Testlauf dieses erweiterten Systems hat in den letzten Monaten bereits über €1000,- eingebracht und hat mich selbst auf Grund seiner großen Wirkung überrascht.

Sie meinen noch immer, dass das nichts für Sie ist? Dann suchen Sie sich doch ein lustiges Sparschwein aus und probieren Sie es einfach aus! Hinterlassen Sie gern einen Kommentar oder melden Sie sich bei mir mit Anregungen!

Lesen Sie mehr zum Thema finanzielle Freiheit:

Was bedeutet finanzielle Freiheit?

Warum überhaupt finanzielle Freiheit anstreben?

Finanziell frei mit Durchschnittseinkommen und Sparsamkeit? Leider, nein!

Die Anlagepyramide: Konzept, Stärken und Schwächen

Automatisiertes Sparen

Die finanzielle Grundausstattung

 

Ziel dieses Blogs: Wege zur finanziellen Freiheit aufzeigen

Ziel dieses Blogs: Wege zur finanziellen Freiheit aufzeigen

Ziel dieses Blogs ist, Ihnen Wege zur finanziellen Freiheit aufzuzeigen. Darunter verstehe ich, jedenm von Ihnen indiviuell zu helfen, Strategien zum nachhaltigen Vermögensaufbau zu entwickeln. Finanzielle Freiheit bedeutet in der hier angewandten Definition, dass Sie ohne Erwerbseinkommen von ihrem Vermögen leben können, d.h. ausreichende passive, “arbeitslose” Einkommensströme haben.

Sie können daher von diesem Blog konkrete Anhaltspunkte zu folgenden Themen erwarten:

  • Kontrolle über Ihre finanziellen Angelegenheiten herstellen
  • Ansätze zum Sparen
  • Entwicklung von passiven Einkommensströmen
  • Finanzinvestitionen zur Unterstützung des Vermögensaufbaus

Nur um ganz klar zu sein: Dieser Blogwird nicht in die Kategorie “wie werde ich in 100 Tagen Millionär”fallen. Vielmehr wird er Strategien aufzeigen, die es jedem einzelnen ermöglichen, schrittweise finanziell unabhängig zu werden.

Warum habe ich dieses Thema ausgewählt?

1) Ich beschäftige mich mit diesem Thema schon lange und bin davon weiterhin fasziniert. Es gibt erfreulicherweise eine Blog-Community, die sich mit vielen Aspekten der finanziellen Freiheit beschäftigt. Gerne möchte ich aber meinen persönliches Denken und Vorgehen teilen und hoffe sehr, dass der ein odere andere Leser daraus Inspiration ziehen kann.

2) Die schulische Bildung zum Thema “Umgang mit Finanzen” ist in Kontinentaleuropa de facto nicht existent . Selbst rudimentäre Prinzipien, wie Grundlagen der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, Zweck und Kosten von Krediten, das Risiko-Ertrags-Verhältnis bei Investments, etc. werden selbst in höheren Schulen nicht unterreichtet. Meines Erachtens, wäre bereits in der Volksschule ein Mindestmass an Aufklärung zum Thema angebracht.

3) Die auf Konsum gerichtete westliche Wirtschaftsordnung nutzt bewusst psychologische Phänomene aus, um wirtschaftliche Vorteile zu erzielen. Dies ist nicht verwerflich, doch sind die Konsumenten nicht drauf vorbereitet. „Enjoy now, pay later“ ist der Grundsatz, der suggeriert wird. Konsumkredite legen die sofortige Verfügbarkeit des „enjoy now“ nahe, das „pay later“ rückt oft vollends in den Hintergrund.

4) Die Zahl der überschuldeten Konsumenten nimmt dramatisch zu. Dies mag auf die Wirtschaftskrise geschoben werden, doch handelt es sich letztlich um eine Kombination der Faktoren 2) und 3). Wenn grundlegende Prinzipien eingehalten („Nicht mehr ausgeben als einnehmen“) würde dieser Trend nicht augenfällig sein.

Ich freue mich über Anregungen zu meinem Blog und wünsche viel Spass beim Lesen!

 

PS: Vielen Dank für den Kommentar des zynischen Mitlesers, der mich bewogen hat, diesen Artikel nochmals umzuformulieren 😉