Wenn Sterne des p2p Himmels verglühen

Wenn Sterne des p2p Himmels verglühen

Bereits seit längerer Zeit beschäftige ich mich mit p2p Plattformen und investiere überschaubare Beträge. Dies sowohl aus Interesse am Geschäftsmodell, als auch zur Nutzung interessanter Renditen von zum Teil mehr als >10%, wo es sich doch um mit dem Aktienmarkt wenig korrelierte Investments handelt. Derzeit glühen viele Sterne am p2p Himmel. Dieser Artikel untersucht, warum es nicht dabei bleiben wird, warum so mancher Stern verglühen wird und was dann passieren kann. Enthalten mein Erfahrungsbericht mit Lendico.at!

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Wie Startup-Gründer ihre privaten Finanzen organisieren können

Wie Startup-Gründer ihre privaten Finanzen organisieren können

Mich erreichte schon vor einiger Zeit eine Leserfrage von Alexander – er fragte mich, ob Startup-Gründer ihre Finanzen anders organisieren sollten, als „normale“ Angestellte. Der klassische Weg zur finanziellen Freiheit startet ja typischerweise aus einer unselbständigen Tätigkeit heraus und ist oft durch den Wunsch geprägt aus dem Hamsterrad zu entkommen. Startup-Gründer haben eine andere Ausgangssituation und andere Motivationen, es liegt daher nahe auch das Finanzsetup ein wenig zu justieren, könnte man argumentieren. Ob dies tatsächlich der Fall ist und wo ggf. Anpassungen erforderlich sind, beschreibt der heutige Artikel. Ich freue mich sehr, dass dieser Artikel in Kooperation mit startup-berlin.com entstanden ist und damit auch auf dem Netzwerk der Berliner Startup-Szene erscheint!

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Diversifikation die Zweite – Die Modern Portfolio Theory

Diversifikation die Zweite – Die Modern Portfolio Theory

Bereits der letzte Woche erschienene Artikel beschäftigte sicht mit dem Thema Diversifikation beschäftigt. Aufbauend auf den dort angestellten Überlegungen möchte ich heute einen weiteren Artikel zu diesem Thema publizieren. Konkret geht es um die Modern Portfolio Theory. In anderen Worten soll dieser Artikel erläutern, wie meine Leser von der nobelpreisgekrönten Theorie als Investoren profitieren können. Viel Spaß beim Lesen! Zum Weiterlesen klicke hier!

Diversifikation – Warum alle Eier in einem Körbchen nicht sinnvoll sind

Diversifikation – Warum alle Eier in einem Körbchen nicht sinnvoll sind

Aufmerksame Blog-Leser zu Personal Finance-Themen werden oft auf die Empfehlung stoßen in ein breit gestreutes, also diversifiziertes Portfolio, am besten in Form von ETFs zu setzen. So könnten die Risiken, die von einzelnen Aktien ausgehen, mitigiert und ein ausgewogenes Portfolio hergestellt werden. Das englische Sprichwort „Don’t put all eggs in one basket“ wird dabei häufig als (leider einzige) Begründung genannt. Aber kann Diversifikation auch Diworseifkation bedeuten? Gehen möglicherweise Chancen verloren? Ein Dilemma, denn wer möchte schon Chancen links liegen lassen! Dieses Dilemma versuche ich in diesem Artikel an Hand von fünf Leitfragen zu lösen.

Ich freue mich sehr, dass dieser Artikel auch auf Martin’s Blog zinskraft.de erscheint. So hoffe ich, dass der Beitrag sowohl Martin’s als auch meinen Lesern einen Mehrwert durch eine interessante Perspektive eröffnet! Doch nun viel Spaß beim Lesen.

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Kontrapunkt: Bausparen kann doch etwas!

Kontrapunkt: Bausparen kann doch etwas!

Man möchte es kaum glauben, aber ja, es gibt auch heute noch Vorteile beim Bausparen. Das Sparbuch und der Bausparvertrag werden zwar immer öfter tot geschrieben und es werden neue Anlageformen propagiert, doch ist der Bausparvertrag wirklich sinnlos und überflüssig?

Schon vor einigen Monaten erschien mein Artikel zum Thema Bausparen. Dort hatte ich dringende vom Investment in einen Bausparvertrag abgeraten. Dabei wurde auch auch auf die Unterschiede zwischen Österreich und Deutschland eingegangen. Der heutige Artikel ist ein Gastartikel Roland von finanzgeflüster.de, der wie auch schon der erste Artikel zum Bausparen parallel auf finanzgeflüster.de und meinefinanziellefreiheit.com erscheint. Viel Spaß beim Lesen – denn jetzt ist Roland am Wort!
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Blogparade Geld und Partnerschaft: Nachhaltige Beziehungen sind Geldbeziehungen

Blogparade Geld und Partnerschaft: Nachhaltige Beziehungen sind Geldbeziehungen

Gisela, Monika, Sabine und Miriam, die vier Damen von Klunkerchen haben zur Blogparade zum Thema Geld und Partnerschaft aufgerufen. Gerne nehme auch ich mit einem Beitrag an der Blogparade teil! Denn es handelt sich um ein sehr wichtiges Thema, finde ich – zu leicht bekommt man den Eindruck, dass finanzielle Freiheit ein zutiefst männliches Thema ist und sicher kein Beziehungsthema. Natürlich gibt es löbliche Ausnahmen, wie die Beziehungsinvestoren, doch schadet es gar nicht das Thema Geld und Beziehung stärker ins Blickfeld zu rücken.

Entsprechend werde ich in meinem Beitrag zur Blogparade erläutern, warum nachhaltige Beziehungen zwingend auch Geldbeziehungen sind, warum das liebe Geld zu Beziehungsstreitigkeiten führen kann und wie man seine Geldbeziehung prinzipienbasiert gestalten kann. Dabei gebe ich auch Einblicke in meine eigene Geldbeziehung. Also, viel Spaß beim Lesen!

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Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr! – Wie verbesserte Finanzbildung bzw. “financial literacy” erreicht werden kann

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr! – Wie verbesserte Finanzbildung bzw. “financial literacy” erreicht werden kann

Die Allianz Versicherung brachte Anfang 2017 die Studie When will the penny drop? – Money, financial literacy and risk in the digital age” heraus. Aus einer Befragung von je 1.000 Personen aus Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Portugal, Spanien, der Schweiz und Großbritannien wurden durchaus besorgniserregende Erkenntnisse zum Stand der Kenntnisse der Europäer zum Thema Finanzen und Risiko offengelegt. In diesem Blogbeitrag möchte ich neben einem kursorischen Review der Studie auch überlegen, wie verbesserte Finanzbildung erreicht werden kann.

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Wer wagt, gewinnt! – Was schon Rübezahl über das Risiko bei der Geldanlage wusste

Wer wagt, gewinnt! – Was schon Rübezahl über das Risiko bei der Geldanlage wusste

Der Volksmund sagt “Wer wagt, gewinnt!” und greift damit ein altes Sprichwort auf. Schon die Märchensammlung von Johann Karl August Musäus (1782–1786) weist in den Legenden von Rübezahl folgende Textstelle auf: “Wer nicht wagt, der nicht gewinnt”. Dies ist die einfachste Beschreibung des Verhältnisses zwischen Ertrag und Risiko, die überhaupt genannt werden kann. Denn je größer das Risiko (Wagnis) desto höher ist der potenzielle Ertrag (Gewinn). Umgekehrt bedeutet das aber auch, dass wohl nur sehr geringe Erträge erzielt werden können, wenn kein Risiko eingegangen wird. Das Grundprinzip, das hinter diesen Überlegungen steht, habe ich schon in einem meiner ersten Blog-Beiträge zur Anlagepyramide beschrieben.

Der Risikobegriff bei der Geldanlage kann sehr unterschiedlich verstanden werden. Alle möglichen Definitionen werden im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet. Sehr oft wird die ganz persönliche Risikotoleranz in diese Definition mit eingewoben. Folgende Artikulationen des Risikobegriffs sind mit schon begegnet:

  • Ganz allgemein: Kein Geld verlieren, also mindestens das eingesetzte Kapital wieder bekommen
  • Oder auch sehr radikal: Keinen Totalausfall des eingesetzten Kapitals erleiden
  • Hoch individuell, vielleicht aber auch etwas esoterisch: Einfach ruhig schlafen können
  • Oder ganz mathematisch: Die Standardabweichung vom erwarteten, durchschnittlichen Ertrag

Natürlich kann ich alle Definitionen, bis hin zum individuellen Bedürfnis ruhig schlafen zu können, gut nachvollziehen. Ruhig schlafen mag aber für jeden von uns etwas anderes bedeuten – so mancher mag auch schweißnass vor Sorge, dass die Bank bei der das Festgeldkonto ist, pleitegeht… Allein für den langfristigen Investor, der sich am Weg zur finanziellen Freiheit befindet, wird nur die mathematische Definition hilfreich sein. Sie ist meines Erachtens auch weniger kompliziert, als sie auf ersten Blick wirkt.

Die jährliche Betrachtung der historischen Wertentwicklung eines Wertpapiers (Aktie, Anleihe, ETF, etc.) ist gut beobachtbar. Aus diesen Datenpunkten lässt sich ganz einfach der durchschnittliche Ertrag errechnen. Wie bei vielen Naturphänomenen, ist auch der Ertrag eines Wertpapiers entlang einer Glockenkurve rund um diesen Durchschnitt verteilt. Die Abweichung von diesem Durchschnitt in Höhe einer Standardabweichung besagt nun, dass in ca. zwei Dritteln aller Fälle ein gewisser Wert nicht über- oder unterschritten wird. Diese Zusammenhänge können an Hand folgender, illustrativer Grafik gut erläutert werden:

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Nun kann man gut nachvollziehen, dass ein Wertpapier mit einer durchschnittlichen Wertentwicklung von 5% p.a. und einer Standardabweichung von 2%-Punkten in ca. zwei Drittel aller Fälle eine Wertentwicklung zwischen 3% und 7% p.a. ausweisen wird. Die mathematisch klingende Definition ist finde ich recht greifbar geworden.

Das bedeutet, eine höhere Standardabweichung rund um den durchschnittlich erwarteten Ertrag auch ein entsprechend höheres Risiko des Wertpapiers nach sich zieht. In aller Regel muss dieses höhere Risiko des Wertpapiers durch einen höheren durchschnittlichen Ertrag abgegolten werden. Genauso, wird ein sehr risikoarmes bzw. risikoloses Wertpapier (also quasi ein fix garantierter Ertrag) nur sehr geringen Ertrag aufweisen können. Also ganz plakativ ausgedrückt: Die Veranlagung am Sparbuch bei der lokalen Sparkasse mag sehr geringe Schwankungen in der erwarteten nominellen Performance aufweisen, gleichzeitig bringt sie keinen berauschenden Ertrag – derzeit wohl nahe 0% p.a. Die Performance-Erwartung an eine Technologie-Aktie aus einem Schwellenland wird deutlich höher sein, um das entsprechende Schwankungsrisiko in Kauf zu nehmen.

Wie schon in meinem Blog-Beitrag zum Thema Zins- und Zinseszins ausgeführt, wird diese mächtige Kraft v.a. durch die Höhe des Zinssatzes und den Veranlagungszeitraum befeuert. Für den langfristigen Investor am Weg zur finanziellen Freiheit besteht also ein großes Interesse daran, einen möglichst hohen Zinssatz anzustreben. Also, es geht in der Tat ans Investieren mit Rübezahl – “Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!”

Das mag jetzt doch ein wenig beunruhigend klingen, wenn hier die Rede davon ist, hohes Risiko einzugehen, um hohe Erträge zu erzielen. Das bedeutet nämlich auch, dass starke Schwankungen im Wert des Portfolios in Kauf genommen werden müssen, um diese hohen Erträge zu erzielen. Wie kann man also beim Investieren mit Rübezahl ruhig schlafen? Hier können vier Gedanken helfen:

(1) Langfristigkeit – wie schon an anderer Stelle geschrieben, ist der Weg zur finanziellen Freiheit kein Sprint für einige Monate, sondern ein langfristiger Weg. Erfreulich dabei ist, dass die Kraft von Zins und Zinseszins ja besonders bei einer Wiederholung über viele Jahre hinweg greift. Noch erfreulicher ist, dass Aktien, als ganz entscheidende Asset Klasse über 10-jährige Perioden de facto keine nominellen Verluste aufweisen. In anderen Worten gelingt es, durch das lange Halten von Wertpapieren, selbst einer hohen Standardabweichung zu begegnen und sich an den hohen Erträgen erfreuen zu können. Das ist auch nachvollziehbar, da sich der durchschnittliche Ertrag ja aus der Summe der beobachteten jährlichen Erträge errechnet hat, die auch Basis für die Berechnung der Standardabweichung waren. Also, entspann Dich mal ein paar Jahre, Rübezahl!

(2) Automatisierung – Die Schwankungen im Wert eines Portfolios können natürlich Sorge bereiten und sehr emotional betrachtet werden. Gerade wenn schon ein nennenswertes Vermögen aufgebaut wurde, sind Wertschwankungen um mehrere Tausend Euro pro Tag keine Seltenheit. Diese Bewegungen können zu ungewollten und unbedachten Investment-Entscheidungen führen. So besteht die Gefahr den eigenen Ängsten und Sorgen auf den Leim zu gehen und bei fallenden Preisen zu verkaufen und bei steigenden Preisen weiter zu kaufen. Der beste Weg diesem Dilemma zu begegnen ist meines Erachtens daher das Investieren möglichst zu automatisieren. Das verhindert fatale Fehlentscheidungen durch Day- oder Intraday-Trading. Genauso wie das regelmäßige Sparen automatisiert werden kann, kann mit dem Cost Average Effekt auch sinnvoll und stetig investiert werden. Also, schalt den Autopiloten ein, Rübezahl!

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(3) Informations-Ausdünnung – Die genannten Wertschwankungen sind subjektiv besonders dramatisch, wenn man sie häufig betrachtet. Oh Gott, heute Vormittag schon wieder €750,- verloren. Ich rate daher dringend vom täglichen oder gar untertägigen Prüfen von Aktienkursen, Alerts, etc. ab. Nicht nur, dass die Zeit sinnvoller eingesetzt werden kann, auch kann der nötige Abstand ganz wesentlich zu ruhigem Schlafen beitragen. Die wöchentliche oder gar monatliche Information sollte für den langfristigen Investor völlig ausreichend sein. Also, check nicht dauernd die Aktienkurse, Rübezahl!

(4) Absicherung hätte ihren Preis – Natürlich kann das Risiko eines Verlustes z.B. über Optionen abgesichert werden. Diese Versicherung wird aber ihren Preis haben und erst recht wieder zu Lasten des erzielten Ertrags gehen. Die andere Absicherungsstrategie, nämlich in Wertpapiere mit geringem Risiko (geringer Standardabweichung) zu investieren, hatten wir ja schon zuvor verworfen, als wir uns gegen den niedrigen Ertrag entscheiden haben. Die Kosten der Absicherung stehen insb. dann in keinem Verhältnis, wenn man die Erkenntnis aus Punkt (1) verinnerlicht. Also, fall auf keinen Versicherungsvertreter rein, Rübezahl!

In Summe können diese vier Gedanken dem langfristig denkenden Investor helfen, mit Risiko in der Geldanlage umzugehen. Gerade auch die oben angeführte Definition von Risiko (Abweichung vom erwarteten, durchschnittlichen Ertrag) hilft auch beim bessern, rationalen Verständnis des Risikobegriffs. Wenn ein höherer, erwarteter Ertrag erzielt werden muss, geht er mit größeren statistischen Abweichungen vom durchschnittlichen Ertrag einher. Man kann sich quasi damit anfreunden, dass der höhere Durchschnittsertrag durch das höhere Risiko erkauft wird.

In diesem Sinne wünsche ich viel Erfolg beim Investieren mit Rübezahl und einen Umgang mit Risiko in der Geldanlage, die einen ruhigen Schlaf gewährleistet. Ich freue mich wie immer sehr über Kommentare, Anregungen, weiterführende Gedanken,…vielen Dank!

Die Anlagepyramide: Konzept, Stärken und Schwächen

Die Anlagepyramide: Konzept, Stärken und Schwächen

Wie im oben gezeigten Bild mag man sich eine “Anlagepyramide” vorstellen, als einen pyramidenförmigen Stapel aus Geld. Richtigerweise handelt es sich dabei aber um ein recht einfaches Bild, um verschiedene Spar- und Anlageformen zu klassifizieren. Ein sinnvolles Grundverständnis über mögliche Anlageformen, ist essentiell auf dem Weg zur finanziellen Freiheit. Deshalb möchte ich auf das Konzept sowie Stärken und Schwächen der Anlagepyramide eingehen.

Anders als das symbolische Bild oben, gibt die “richtige” Anlagepyramide allerdings einen Überblick über alle Asset-Klassen, also jene Instrumente, in die der Privatinvestor investieren kann. Die Logik der Anordnung ist einfach und folgt dem Grundprinzip, dass weniger ertragreiche Assets unten in der Pyramide stehen, während Assets mit höherem Erträge an der Spitze der Pyramide erzielt werden können. Da von einer Korrelation von Ertrag und Risiko auszugehen ist, wird häufig auch gesagt, dass unten “sichere” und an der Spitze der Pyramide riskante Anlageformen zu finden sind.

Anlagepyramide by LH

Die konkreten Stufen der Pryamide sind:

  1. Girokonto, Festgeld-/Sparkonto
  2. Anleihen/-fonds
  3. Aktien/-fonds
  4. Immobilien, Private Equity, Venture Capital & Co.
  5. Derivate, also Optionsscheine, Futures

Die Vorteile der Anlagepyramide liegen auf der Hand

  • Visualisierung der Asset Klassen – so kann auch dem Otto-Normalverbraucher nahe gebracht werden, welches Spektrum an Instrumenten zur Verfügung steht. Dies ist um ein Mindestmaß an finanzieller Bildung zu vermitteln durchaus wünschenswert.
  • Vermittlung eines Grundverständnisses von Ertrag/Risiko – es ist jedenfalls hilfreich, das grundlegend bestehende Verhältnis von Ertrag und Risiko zu veranschaulichen. So kann Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass höherer Ertrag nicht “gratis” ist, wodurch grobe Fehleinschätzungen verhindert werden können
  • Finanzielle Grundbedürfnisse werden aufgezeigt – die Basis der Pyramide ist mE ein Muss für jeden an einem geordneten Geldleben Interessierten. Dazu gehören eben auch ein attraktives Tagesgeld-/Sparkonto

Allerdings hat die Anlagepyramide auch einige gravierende Nachteile/lädt sie zu Fehlinterpretationen ein

  • Eindruck dass mengenmäßig mehr sichere als riskante Assets empfohlen werden – dies hängt allerdings ganz klar von den Zielen der Veranlagung ab. Wenn langfristiger (10 Jahre und mehr) Vermögensaufbau gewünscht ist, darf die Anlagestrategie nicht auf der Basis der Pyramide aufgebaut sein.
  • Schrittweises “Hocharbeiten” in der Pyramide – Es könnte der mE falsche Schluss gezogen werden, dass man sein Vermögen von unten nach oben veranlagen soll, also erst wenn Stufe 2 absolviert ist auch Stufe 3 folgen darf, etc. Dies mag zwar vor einem Erfahrungshintergrund hilfreich sein, muss aber wiederum nicht der Anlagestrategie folgen
  • Risiko und Ertrag sind nicht 1:1 miteinander verbunden – ein Argument für Fortgeschrittene: Portfolio-Effekte werden dazu führen, dass diversifizierte Portfolien uU ein geringeres Risiko bei gleichem Ertrag haben – dazu mehr in einem späteren Blog-Post.

In Summe handelt es sich bei der Anlagepyramide um ein brauchbares Vehikel, das vereinfacht einen Überblick über die Asset-Klassen gibt. Ein nachhaltige Anlagestrategie kann man meines Erachtens allerdings daraus nicht ableiten. Umso mehr war ich schockiert, als ich bei einem Bankberater eine Anlagepyramide am Schreibtisch stehen sah. Dieser Berater verwendet die Anlagepyramide offenbar tatsächlich zur Beratung seiner Kunden – derartige Beratung können Sie künftig kritisch hinterfragen und allenfalls ganz darauf verzichten. Abonnieren Sie lieber meinen Blog 😉

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