Nimm Dein finanzielles Glück selbst in die Hand!

Nimm Dein finanzielles Glück selbst in die Hand!

In meinem letzten Artikel vor dem Jahreswechsel habe ich über Neujahrsvorsätze geschrieben. Wenn ich für breite Bevölkerungsschichten einen Vorsatz ergänzen könnte, wäre das “Nimm Dein finanzielles Glück selbst in die Hand – verlass Dich nicht auf die staatliche Vorsorge!” – ein weiterer frommer Wunsch für 2017? Vielleicht. Tatsächlich kann dieser Vorsatz durch ganz konkrete, am Ende dieses Artikels beschriebene Schritte sofort in die Tat umgesetzt werden.
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7 Tipps für Neujahrsvorsätze zur finanziellen Freiheit

7 Tipps für Neujahrsvorsätze zur finanziellen Freiheit

Neujahrsvorsätze sind ja so eine Sache… ein Gutteil wird ohnedies nicht eingehalten. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel sind Mitgliedschaften und der Besuch von Fitness-Centern. Meine persönliche und wohl nicht wissenschaftliche Beobachtung ist, dass im Januar ein deutlicher Anstieg der Besucherzahlen zu verzeichnen ist, während ab Februar bereits alles zurück auf normalem Niveau ist. Der rational sehr sinnvolle Vorsatz “Im Neuen Jahr mehr Sport machen!” hat also keine besonders lange Halbwertszeit und wird rasch über Bord geworfen. Also wieder ein Neujahrsvorsatz, der nicht eingehalten wird…

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Interview mit Rico von erfolgreich-sparen.com

Interview mit Rico von erfolgreich-sparen.com

Rico von http://www.erfolgreich-sparen.com/ beschäftigt sich schon seit 2009 mit Themengebieten rund um die finanzieller Freiheit. Neben seiner Tätigkeit im Bereich Corporate Finance mit Schwerpunkt Unternehmensfinanzierung und Controlling, baut er zudem stetig passive Einkommensquellen als Stillhalter mit Optionen, mit Dividendenaktien und seinem Blog auf. Ich freue mich, dass er meiner Interview-Anfrage gefolgt ist, da er sich mit dem Fokus auf Optionenhandel vom Mainstream ab und biete eine alternative Perspektive. Viel Spass beim Lesen des Interviews!

Finanzielle Freiheit: Was ist der Inhalt deines Blogs?

Rico: Auf erfolgreich-sparen.com beschäftige ich mich seit 2009 mit dem Thema “Private Finanzen”. Den Einstieg fand ich zunächst über die klassische Frage wie man besser Geld sparen kann (daher kam auch der Blog-Titel). Allerdings wurde mir dann relativ schnell klar, dass Sparen allein nicht wirklich viel bringt, wenn du nicht genau weiß WOZU du eigentlich sparst. Deshalb habe ich mich immer mehr der Frage der finanziellen Freiheit angenähert und bin darüber auch auf das Konzept des passiven Einkommens aufmerksam geworden. Auf der Website kann man dann relativ klar meinen Weg von Dividendenaktien, langfristigem Investieren bis zu meinem aktuellen Hauptfokus Optionshandel nachverfolgen.

Finanzielle Freiheit: Das kann ich gut nachvollziehen – siehe auch meinen Artikel zum Thema Sparen/Investieren. Doch, was unterscheidet deinen Blog von all den anderen Blogs über finanzielle Freiheit? Warum sollen unsere Leser immer wieder kommen?

Rico: Zunächst muss ich einfach mal sagen, dass alle deutschen Finanzblogger einen super Job machen. Das Thema Geld wird in Deutschland immer noch totgeschwiegen und ich stelle jeden Tag fest, wie wenig die Menschen damit anfangen können. Jede Diskussion um Geld und Finanzen stärkt das Bewusstsein der Leser, dass sie sich mit dem Thema befassen müssen und sollten!

Allerdings beschäftigen sich die meisten Blogs doch sehr einheitlich mit dem gleichen Konzept. In den letzten Jahren konnte man mit zusehen, wie das Thema Dividenden als passives Einkommen in den Fokus gerückt ist. Ich bin darüber zwar auch gestartet, aber ich musste doch recht schnell feststellen, dass man hier verdammt lange “sparen” muss, bis wirklich ein spürbarer Dividendenstrom entsteht.

Im Gegensatz zu anderen Blogs möchte ich nicht “langsam und sicher” finanziell unabhängig werden, sondern SCHNELL und sicher.

Die meisten Denken, dass schnell immer etwas mit Betrug oder hohem Risiko zu tun hat. Ich möchte aber einfach vermitteln, dass das so nicht stimmt. Risiko ist auch immer eine relative Größe. Wenn du als kleines Kind zum Beispiel laufen gelernt hast, war das erstmal sehr gefährlich. Ständig bist du gestürzt und es kullerten Tränen. Doch mit der Übung gehört das aufrechte gehen für jeden Erwachsenen nun einfach dazu.

Ebenso ist es mit dem Autofahren. Natürlich ist Autofahren gefährlich, aber man kann das Risiko durch Übung, Training und Erfahrung in den Griff bekommen. Nicht ohne Grund können wir nun mit hohen Geschwindigkeiten über die Autobahn rollen und trotzdem sinkt die Zahl der Verkehrsopfer stetig.

Beim Investieren ist es genauso: Beim ersten Kontakt mit der Börse erscheint eine einfache Aktie schon riskant, doch mit der Erfahrung wirst du lernen, dass man diese Risiken gut in den Griff bekommen kann. Je besser du hier wirst, desto höher wird auch deine mögliche Rendite und desto schneller kannst du finanziell frei werden.

Finanzielle Freiheit:  Was ist dein liebster Beitrag auf deinem Blog und warum? Ist das auch jener Beitrag, der den meisten Traffic bekommt?

Rico: Mein liebster Beitrag ist die Artikelserie “Geheime Welt der Stillhalter” (http://www.erfolgreich-sparen.com/geheime-welt-der-stillhalter-teil-1/). Allerdings wird der Beitrag nicht besonder oft gelesen, weil ich vermute, dass die meisten sich von dem Thema noch abschrecken lassen. Ich wünsche mir aber, dass ich damit meinen Lesern eine Welt eröffnen kann, in der sie sehen, dass der Finanzmarkt viel mehr Möglichkeiten als steigende und fallende Kurse bietet.

Finanzielle Freiheit: Ich habe die Aritkelserie gelesen und dabei gemerkt, dass ich mich mit Optionsstategien mehr befassen sollte… Nun, was bedeutet aber finanzielle Freiheit für Dich? Wo befindest Du Dich am Weg zur finanziellen Freiheit? Wann willst Du sie erreichen? Ist Dir eine absolute Zahl des Vermögens (z.B.: € X Mio.) oder die Abdeckung bestimmter Bedürfnisse aus passivem Einkommen wichtig?

Rico: Für mich bedeutet die finanzielle Freiheit, dass ich mir Zeit und Arbeit selbst einteilen kann. Ich möchte nicht von meinen Chef vorgegeben haben, wann ich Urlaub machen darf. Ich möchte auch selbst entscheiden, mit welchen Projekten ich meine Lebenszeit verwende. Mich graut es vor der Idee 40 Jahre in einem Unternehmen angestellt zu sein und danach nichts als einen feuchten Handschlag zu erhalten.

Eine konkrete Zahl habe ich nicht im Kopf. Aber ich möchte genug Einkommen generieren, um meine Lebenshaltungskosten bequem absichern zu können. Das lässt sich ja nicht nur über die Höhe des Kapitals erreichen sondern auch über die erzielbare Rendite. Deswegen ist es für mich auch so wichtig, dass ich mich fast täglich mit dem Thema beschäftige und immer wieder neues dazu lerne.

Finanzielle Freiheit:  Wie planst Du die finanzielle Freiheit zu erreichen? Welche passiven Einkommensquellen findest Du besonders interessant?

Rico: Mein Weg führt mich über den Handel mit Optionen als Stillhalter. Damit hast du alle Möglichkeiten, dein Risiko selbst zu definieren und kennst gleichzeitig auch die dafür mögliche Rendite. Wenn mein Kapital und das erzielte Einkommen daraus einmal groß genug ist, wird zusätzliches Einkommen dann wieder in defensive Formen wie Dividenden oder Immobilien investiert.

Finanzielle Freiheit: Welchen finanziellen Tipp würdest Du unseren Lesern mitgeben?

Rico: Ich denke, der beste Tipp, den ich bieten kann, ist der Hinweis auf den Optionshandel. Damit meine ich nicht Optionsscheine, sondern echte Optionen. Schau dir auch gern mal Jens Rabe an, er zeigt, wie man mit Optionen Geld verdienen kann. Auch beim Optionsuniversum findet man eine gute deutsche Anlaufstelle. In beiden fällen gibt es auch Videos, in denen viel ausführlich erklärt wird. Wenn du Englisch kannst, schau dich bei englischen Seiten um über Option Writing. Die Community ist hier einfach so viel größer!

Das Thema wird in Deutschland totgeschwiegen. Natürlich ist auch nicht so einfach zugänglich wie “kaufe Dividendenaktien oder ETFs und halte sie bis zur Rente”, aber glaube mir, es ist wirklich wert, sich damit etwas näher zu beschäftigen.

Finanzielle Freiheit: Vielen Dank für das Interview, Rico!

Mit Weihnachtsgeschenken € 156.000 versenken?

Mit Weihnachtsgeschenken € 156.000 versenken?

Heute ist der 1. Dezember, der Countdown bis Weihnachten hat also offiziell begonnen! Wenn es nach dem Einzelhandel geht, ist der Startschuss für das Weihnachtsgeschäft allerdings schon längst gefallen. In den USA wird traditionell mit dem Black Friday, das ist der Freitag nach Thanksgiving, das Weihnachtsgeschäft eröffnet. Benannt wurde dieser Tag ursprünglich nach einer Branchenweisheit, wonach an diesem Tag Einzelhändler die Gewinnschwelle für das Jahr überschreiten und ab diesem Zeitpunkt schwarze Zahlen schreiben. Zwischenzeitlich wurde der Black Friday längst nach Europa exportiert und durch den Cyber Monday ergänzt. Amazon hat sogar noch eins drauf gelegt und die Cyber Monday Deals Week ausgerufen.

Helfen Sie also dem Einzelhandel schwarze Zahlen zu schreiben, oder achten Sie auch beim Kauf von Weihnachtsgeschenken auf Ihre finanzielle Freiheit? Das mag jetzt kleinlich wirken, ausgerechnet bei den Weihnachtsgeschenken sparen zu wollen. Das geht ja gar nicht, mögen Sie denken. Ich rate dennoch dringend zu Sparsamkeit bei den Weihnachtsgeschenken – über die Jahre hinweg, können durch exzessive Weihnachtsgeschenke nach meiner einfachen Simulationsrechnung *) €156.000 versenkt werden. €156.000? Das gibt dann doch zu denken, oder?

Vorausgeschickt sei, dass viele Weihnachtsgeschenke nur einen weiteren Beitrag in der Konsumspirale bedeuten werden. Für das neue Auto braucht man weitere Accessoires, zur Mitgliedschaft im Golfclub das neue Golfbag, etc. Diese Konsumspirale belegt erneut, dass vermeintlichen Assets nur weitere Belastungen nach sich ziehen, wie ich bereits in einem vorherigen Blogbeitrag erläutert habe. Zudem sind viele Weihnachtsgeschenke weitere Staubfänger im Regal, Platzräuber im Schrank, Komplexitätstreiber für das tägliche Leben, etc. und damit nur Ausdruck überbordenden Konsums. Meinem Blogger-Kollegen Tim Schäfer werde ich dabei aus dem Herzen sprechen.

Zudem sind Weihnachtsgeschenke ein weiterer Faktor, der aus der “besinnlichen Advents- und Vorweihnachtszeit” einen vierwöchigen Höllenritt macht. Für viele ist die ruhigste Zeit im Jahr nämlich das genaue Gegenteil: Stress in der Arbeit, da Projekte vor Weihnachten abgeschlossen werden und Verträge für das Neue Jahr verhandelt werden wollen. Privat reiht sich Einladung an Charity-Glühwein an Einladung, zudem wollen ja auch noch Geschenke gekauft und allerlei Vorbereitungen getätigt werden. Vereinfachungen bei den Weihnachtsgeschenken können also auch einen Beitrag dazu leisten, ein klein wenig dieses Vorweihnachtsstresses zu beseitigen.

Um keine € 156.000 zu versenken, keinen unnötigen Plunder zu kaufen, Weihnachtsstress zu vermeiden, aber trotzdem das Weihnachtsfest nicht ganz geschenklos vorüberziehen zu lassen, habe ich folgende Tipps gesammelt:

1 – Fertigen Sie eine Liste an, wen Sie beschenken wollen

Her mit einem Blatt Papier, Excel oder wie auch immer…einfach aufschreiben, wen Sie beschenken wollen. Schaffen Sie sich den Überblick und werden Sie sich dabei auch gleich noch mal bewusst, wie lang diese Liste denn wirklich ist. Es mag ja sehr nett gemeint sein, wen man hier beschenken will, doch tut man das immer aus tiefstem Herzen oder doch, weil man ja in den letzten Jahren etwas bekommen hat, man nicht unhöflich sein möchte, etc.? Diese Liste regt normalerweise sehr zum Nachdenken an.

2 – Legen Sie ein Gesamtbudget fest

Ganz brutal, ohne weitere Analyse, einfach ein Budget für sämtliche Weihnachtsgeschenke festlegen! Dabei würde ich raten noch nicht einmal so zu denken, dass gewisse Geschenke fix eingeplant sein müssen, sondern mich eher daran orientieren, dass der durchschnittliche Deutsche € 477 pro Jahr für Weihnachtsgeschenke ausgibt. Brauchen Sie wirklich mehr?

3 – Schließen Sie “Nichtangriffspakte”

Wenn die Liste der zu Beschenkenden wirklich zu lange geworden ist und das mit dem festgelegten Budget unvereinbar wird, kann man über “Nichtangriffspakte” nachdenken. Also, einfach absprechen, dass man sich nichts schenkt. Das schlägt auch mein Blogger-Kollege Malachit vor. Das kann durchaus wertschätzend sein, hat man doch aneinander gedacht und vielleicht erleichtert man ja sogar dem vermeintlich glücklich Beschenkten das Leben, da er nichts zurückschenken muss.

4 – Wählen Sie Geschenke aus, die gar nichts/wenig kosten

Ja, es gibt Geschenke, die nichts kosten, über die sich der Empfänger sehr freuen wird. Auch für €5 können sehr kreative, pfiffige Kleinigkeiten erworben werden. Wer schon einmal Wichteln/Secret Santa gespielt hat, hat trotz einer betragsmäßigen Beschränkung auch ein witziges Geschenk finden müssen. Meine bescheidene Schenker- und Beschenkten-Erfahrung besagt, dass nicht der Wert des Geschenks die Freude ausmacht, sondern die Tatsache, wie intensiv sich jemand Gedanken gemacht hat, Freude zu schenken.

Wenn Sie spontan keine Ideen haben, verweise ich gern auf den Blog von Finanzfisch, der einige tolle Ideen gesammelt hat: 12 günstige und kreative Geschenkideen

5 – Vermeiden Sie Impulskäufe (oder überhaupt die Einkaufzentren/-straßen zur Weihnachtszeit;-))

Das ist ganz im Ernst gemeint und hat zwei gute Gründe: Erstens werden bei Impulskäufen die rationalen Gedanken, die sie im Budget niedergeschrieben haben, zu Nichte gemacht. Wenn Sie einmal in der Parfümerie sind, werden sie wohl kaum unter €100 ausgeben, das Geschenk soll ja nicht schäbig sein, etc. Zweitens setzen Sie sich durch den Besuch der überfüllten Einkaufszentren in der Vorweihnachtszeit genau dem Stress aus, den Sie eigentlich vermeiden wollten…

Ich hoffe sehr, dass Ihnen diese fünf Tipps weiterhelfen, sowohl am Weg zur finanziellen Freiheit zu bleiben aber auch eine weniger stressige Vorweihnachtszeit zu haben. Ich selbst bin einem Großteil der 5 Tipps gefolgt. So habe ich ca. Mitte November die Liste der Beschenkten und Geschenke erstellt. Die Geschenke sind fast alle schon gekauft oder online bestellt. Der Stress-Faktor ist damit wirklich weg. Wie immer freue ich mich sehr über Kommentare und weitere Ideen, wie man noch ans Thema Weihnachtsgeschenke herangehen kann!

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*) Annahmen: Für die Dauer von 30 Jahren werden €500,-/Jahr mehr als erforderlich für Weihnachtsgeschenke ausgegeben, dieser Betrag steigt durch Inflation jährlich um 2%, die ersten fünf Jahre gehen diese Kosten gegen einen Dispokredit mit 15% Zinsen p.a., in allen folgenden 25 Jahren fließt das Geschenkgeld dann nicht der Investition zu, weshalb keine 7% Veranlagungserfolg lukriert werden können.

Interview mit Dominik von finanziell-frei-mit-30.de

Interview mit Dominik von finanziell-frei-mit-30.de

Als ich das erste Mal auf Dominik’s Blog stieß, war ich sehr überrascht, welch profunde Gedanken sich ein 19-jähriger zum Thema finanzielle Freiheit macht. Ich finde Dominik’s Ausführungen auf seinem Blog unter der Rubrik “Über mich” jedenfalls sehr inspirierend. Wenn man bedenkt, welche Kräfte von Zins- und Zinseszins ausgeht, ist leicht erschließbar, dass das Ziel eines 19-jährigen finanziell frei zu werden, recht realistisch ist, ob bis 30 oder ein wenig später, sollte da nicht den Ausschlag geben. Daher freue ich mich besonders, nachfolgendes Interview mit Dominik zu veröffentlichen.

Finanzielle Freiheit: Was ist der Inhalt Deines Blogs?

Dominik: Auf meinem Blog geht es hauptsächlich um die Themen Mindset, Sparen und Investieren. Neben den rein finanziellen und häufig sehr fachspezifischen Aspekten, setze ich mich auch mit Themen wie Persönlichkeitsentwicklung und Glück im Allgemeinen auseinander.

Finanzielle Freiheit: Was unterscheidet Deinen Blog von all den anderen Blogs über Finanzielle Freiheit? Warum sollen unsere Leser immer wieder kommen?

Dominik: Der größte Unterschied zu den anderen Blogs über Finanzielle Freiheit ist, dass ich mit meinen aktuell 19 Jahren noch nicht seit 5, 10 oder sogar 20 Jahren im Berufsleben bin. Ich habe erst vor einem Jahr mein Abitur abgeschlossen und mache zurzeit ein duales Studium beim Zoll. Ich bin auf meinem Lebensweg und auf dem Weg zur Finanziellen Freiheit noch nicht besonders weit. So habe ich einen ganz anderen Blickwinkel und kann mich viel besser in jüngere Menschen und jemanden, der noch am Anfang des Weges zur Finanziellen Freiheit ist, hineinversetzen.

Neben den Standardthemen wie Sparen und Investieren beschäftige ich mich besonders intensiv mit dem benötigten Mindset für ein erfolgreiches und glückliches Leben. Das ist meiner Meinung nach nämlich der entscheidende Schlüssel, um langfristigen Erfolg zu erreichen. So hängt der Erfolg allgemein in Deinem Leben hauptsächlich davon ab, ob Du Dir Ziele steckst, diese verfolgst, Dich immer wieder motivierst, immer dran bleibst und niemals aufgibst. Ich schreibe auf dem Blog über meine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse, die ich auf dem Weg zur Finanziellen Freiheit mache und was mir dabei hilft erfolgreicher und glücklicher zu werden.

Finanzielle Freiheit: Was ist Dein liebster Beitrag auf Deinem Blog und warum? Ist das auch jener Beitrag, der den meisten Traffic bekommt?

Dominik: Ich finde es schwierig hier nur einen einzigen Beitrag zu benennen. Vermutlich würde ich meinen Beitrag „Bist Du reicher als zu Deiner Geburt?“ als meinen Lieblingsbeitrag bezeichnen. In unserer Gesellschaft werden häufig Menschen als reich angesehen, obwohl sie über beide Ohren verschuldet sind und nur ein hohes Einkommen haben. Ich wollte mit diesem Beitrag auf diesen Umstand hinweisen und den Menschen verdeutlichen, dass ein hohes Einkommen nicht bedeutet, dass man reich ist.

Dies ist jedoch nicht der am meist aufgerufene Beitrag meines Blogs. Bisher haben die meisten Leute den Beitrag „Drei Wege um mehr Geld zu verdienen“ aufgerufen. Ich glaube der Titel ist einfach anziehender und die meisten Menschen interessieren sich mehr dafür, wie sie ihre Einnahmen steigern können. Zudem gehört dieser Beitrag zu einer der ersten meines Blogs.

Finanzielle Freiheit: Was bedeutet Finanzielle Freiheit für Dich? Wann willst Du sie erreichen? Ist Dir eine absolute Zahl des Vermögens (z.B.: € X Mio.) oder die Abdeckung bestimmter Bedürfnisse aus passivem Einkommen wichtig?

Dominik: Für mich bedeutet Finanzielle Freiheit, dass ich von niemandem mehr abhängig bin (Staat, Arbeitgeber oder Kunden) und damit vollkommen frei entscheiden kann, was ich machen möchte. Das bedeutet keinesfalls, dass ich bei Erreichen der Finanziellen Freiheit nicht mehr arbeiten werde. Es würde mir zwar ermöglichen aufzuhören zu arbeiten, aber wenn mir die Arbeit Spaß macht, dann werde ich dieser auch noch weiter nachgehen.

Mir ist es nicht wichtig eine bestimmte Summe in meinem Depot oder auf meinem Konto zu haben. Viel wichtiger und der Kern der Finanziellen Freiheit ist meiner Meinung nach, dass ich ein passives Einkommen habe, welches meine gesamten Ausgaben deckt. Natürlich ist es schwer eine bestimmte Summe für einen selbst festzulegen, weil sich innerhalb der nächsten Jahre die eigene Situation noch so enorm ändern kann. Zurzeit wohne ich schließlich noch zur Hälfte Zuhause und habe so nicht die volle Belastung durch Miete und Nebenkosten. Ich habe für mich einen Wert von 1.500€ Netto pro Monat aus passivem Einkommen als Ziel festgelegt. Dies möchte ich, wie mein Blogtitel auch schon unweigerlich verrät, bis zu meinem 30. Lebensjahr erreichen.

Finanzielle Freiheit: Wie planst Du die Finanzielle Freiheit zu erreichen? Welche passiven Einkommensquellen findest Du besonders interessant?

Dominik: Ich möchte mindestens die Hälfte meines angestrebten passiven Einkommens aus Investitionen erzielen. Dies wären dann 750€ Netto im Monat. Zurzeit investiere ich in ETFs und versuche mir ein passives Einkommen im Online Marketing aufzubauen. Das Online Marketing soll damit das zweite große Standbein meiner Finanziellen Freiheit sein.

Besonders interessant finde ich das Investieren in Immobilien, da Du hiermit Dein eingesetztes Kapital hebeln kannst. So kannst Du bereits mit wenig Kapitaleinsatz ein Vermögen aufbauen. Voraussetzung hierfür ist natürlich ein stabiles regelmäßiges Einkommen, denn sonst wirst Du bei den meisten Banken keine Finanzierung bekommen.

Finanzielle Freiheit: Welchen finanziellen Tipp würdest Du unseren Lesern mitgeben?

Dominik: Wir hören immer wieder davon, dass arme Senioren von ihrem „Bankberater“ ein Investment angedreht bekommen und am Ende einen Großteil ihres Gesparten verloren haben. Aus diesem Grund empfehle ich jedem sich finanzielle Bildung anzueignen und sich in eigener Verantwortung um das eigene Geld und Investitionen zu kümmern. Du musst natürlich kein Experte werden, doch es reicht schon, wenn Du die Grundlagen für ein finanziell erfolgreiches Leben verstehst.

Mein Tipp: Lies jeden Tag einfach eine Viertel- bis Halbestunde in einem guten Buch zum Thema Finanzen oder Investitionen und innerhalb eines halben Jahres kennst Du Dich besser mit dem Thema aus als 90% der Bevölkerung. Alternativ könntest Du auch Blogs lesen (vorzugsweise natürlich meinen ;-)) oder YouTube-Videos zu dem Thema schauen. Alles Weitere wird sich dann ergeben.

Gute Bücher für den Anfang sind zum Beispiel „Rich Dad, Poor Dad“ von Robert Kiyosaki
oder „So denken Millionäre“ von T. Harv Eker.

Finanzielle Freiheit: Vielen Dank für das Interview!

Finanzielle Freiheit trotz des Niedrigzinsumfelds?

Finanzielle Freiheit trotz des Niedrigzinsumfelds?

Jüngst las ich die für mich irritierende Aussage, dass Sparen im derzeitigen Niedrigzinsumfeld ohnedies sinnlos wäre. Diese Aussage hat mich regelrecht zu den nachfolgenden Überlegungen “provoziert” 😉

In der Tat hat das von den Notenbanken, insb. der für die Leser dieses Blogs v.a. relevanten EZB, initiierte Niedrigzinsniveau gravierende volkswirtschaftliche Auswirkungen:

  • Die Finanzierung der hoch verschuldeten Staaten wurde durch das Niedrigzinsniveau in Kombination mit Quantitative Easing, also dem großvolumigen Ankauf von Staatsanleihen durch die Notenbanken, deutliche billiger. Für die Bundesrepublik Deutschland kommt es paradoxerweise bei kürzer laufenden Staatsanleihen sogar zu einem netto positiven Geschäft!
  • Die Kreditzinsen für Privathaushalte und Unternehmen sind genauso dramatisch gesunken. Dass die Kreditnachfrage zusehends inelastisch auf weitere Zinssenkungen reagiert, hat allerdings auch dazu geführt, dass kein wesentlich stimulierender Effekt von den niedrigen Zinsen ausgeht!
  • Sparzinsen sind de facto auf null gesunken, in manchen Fällen werden sogar Verwahrungsgebühren oder bei größeren Veranlagungssummen Negativzinsen verrechnet. Insofern mag es natürlich naheliegen, Sparen auf dem Sparkonto derzeit für sinnlos anzusehen…
  • Aus der Kombination niedriger Kredit- und Einlagenzinsen ergibt sich ein strukturelles Problem für Banken. Die Zinsmarge ist in den letzten Jahren massiv gesunken, d.h. letztlich, dass Banken eine deutlich geringer Spanne zwischen Einnahmen (Kreditzinsen) und Ausgaben (Einlagenzinsen) verbleibt, um Betriebs- und Risikokosten abzudecken. Dadurch lassen sich die umfangreichen Kostenreduktionen sowie die Bestrebungen der Banken allerlei Gebühren zu erhöhen, besser verstehen.

Natürlich hat dies auch Auswirkungen auf all jene, die finanzielle Freiheit anstreben. Allerdings würde ich nicht derart radikal vorgehen, dass Sparen/Investieren keinen Sinn mehr hat. Es ergibt sich aber insbesondere das Erfordernis deutliche Anpassungen an historisch sinnvollen Asset Allocations vorzunehmen, nämlich

  • Europäische Staatsanleihen haben in vielen Portfolien eigentlich keinen sinnvollen Platz mehr
  • Als Ersatz für diese Asset-Klassen, werden viele Investoren nach Alternativen insb. bei Dividendenaktien, Anleihen von Schwellenländern, p2p-Krediten oder in Immobilien suchen. Dies kann durchaus mit deutlicher Risikonahme (Fremdwährungsrisiko, Ausfallrisiko, etc.) einhergehen und will daher gut überlegt sein.

Darüber hinaus ist der nominelle Effekt von Zins- und Zinseszins in der Tat nicht mehr so eindrucksvoll, wie er bei hohen Zinssätzen ist. Gleichzeitig erfahren wir gerade neben dem Niedrigzinsumfeld auch Niedriginflationsumfeld, weshalb der reale Effekt nach Inflation nicht dramatischer ist, als er bereits in historischen Phasen hoher Zinsen gekoppelt mit hoher Inflation war.

Natürlich muss sich daher jeder Investor überlegen, wie er auf die derzeitigen Rahmenbedingungen reagiert. Auch bereits historisch fragwürdige Glaubenssätze à la “Sparbuchsparen zum Vermögensaufbau”, “Bausparen für die Kinder, dass sie mal etwas haben”, “mit deutschen Staatsanleihen kann nichts schief gehen” etc. müssen grundlegend überdacht werden. Es besteht also erhöhter Bedarf sich mit Fragestellungen im Bereich personal finance zu beschäftigen, was ich ja explizit mit meinem Blog fördern möchte.

Andererseits bestehen wenige Alternativen sich dem derzeitigen Umfeld zu entziehen. Daher ist mein persönlicher Ansatz, die entsprechenden Weichenstellungen zu treffen und entsprechend zu reagieren. Die Bestrebungen finanzielle Freiheit zu erreichen schon ex ante aufzugeben oder für sinnlos zu erklären, halte ich für verfehlt und auf Grund der weiterhin vollständigen Funktionstüchtigkeit der von mir in anderen Artikeln beschriebenen Methoden auch für inhaltlich falsch.

Wie haben Sie auf das Niedrigzinsniveau als Investor reagiert? Lassen Sie die anderen Leser durch einen Kommentar an Ihren Überlegungen teilhaben!

Die Kräfte von Zins und Zinseszins

Die Kräfte von Zins und Zinseszins

In den vorherigen Blog-Beiträgen habe ich schon einiges über Sparen und Investieren geschrieben. Bevor ich aber in einer Reihe weiterer Artikel auf konkrete Investment-Möglichkeiten eingehe, möchte ich noch über eine “Naturgewalt” berichten, die von jedem Investor genutzt werden sollte: Zins und Zinseszins.

Albert Einstein hat angeblich auf die Frage “Was ist die stärkste Kraft im Universum” spontan geantwortet “der Zinseszins”. Es sei jetzt einmal dahin gestellt, ob Einstein das tatsächlich gesagt hat, oder ob ihm diese Aussage nur zugeschrieben wird. Es gibt nämlich eine Reihe von Hinweisen, dass Einstein im Umgang mit Geld nicht besonders sorgsam war – so verschenkte er das Preisgeld des Nobelpreises kurzerhand an seine Exfrau und den beiden Söhnen hinterließ. Zudem meinte Einstein, dass die besten Dinge im Leben nicht die seien, die man für Geld bekommt. Wie dem auch sei, haben Zins und Zinseszins in der Tat sehr große Bedeutung für jeden Investor.

Zinsen und Zinseszinsen berechnen sich nach einer Exponentialfunktion, nämlich:

zinsformel

In anderen Worten, das Kapital im Zeitpunkt 0 wird mit dem Zinssatz (1+i) multipliziert. Dabei wird der Zinssatz mit der Anzahl der Jahre n potenziert. Dadurch wird ersichtlich, dass die zwei wesentlichen Treiber – natürlich neben dem Kapital im Startzeitpunkt – der Zinssatz und die Zeit sind. Das bedeutet, dass ein höherer Zinssatz sich über die Zeit stärker entfalten kann und zu einem höheren Ergebnis führen wird. Das bedeutet auch – wie bei jeder Exponentialfunktion – dass die Anzahl der Jahre/Wiederholungen, die Wirkung weiter ausdehnt. Die folgenden vier Grafiken sollen ein Gefühl für diese Wirkungsweisen geben:

grafik-zins-und-zinseszins

Die Höhe des Zinssatzes zeigt sich in den gewählten Beispielrechnungen 1 und 3 sehr anschaulich. In Beispiel 1 nach liegt 15 Jahren das 2,1-fache, während in Beispiel 3 das 4,2-fache des eingesetzten Kapitals vorliegt. Zinsen und Zinseszinsen machen in Beispiel 1 36% bzw. 16% des nach 15 Jahren verfügbaren Betrages aus, während das im Beispiel 3 36% aus Zinsen bzw. 40% aus Zinseszinsen lukriert werden.

Der zweite Effekt, nämlich die Kraft des Zinseszinses über die Zeit zeigt sich durch den Vergleich mit Beispielrechnung 2 und 4, jeweils unter Beibehaltung der Annahmen zum Zinssatz von 5% bzw. 10%. So gelingt es im Beispiel 2 das 4,2-fache des Kapitals zu erzielen, während in Beispiel 4 sogar das 17,4-fache (!!) des eingesetzten Kapitals erreicht wird. Besonders eindrucksvoll ist, dass im Beispiel 4 insgesamt 17% bzw. 77% aus Zinsen bzw. Zinseszinsen stammen und nur mehr 6% aus dem Anfangskapital stammen.

Dies erbringt für Sie als Investor folgende wichtige Erkenntnisse:

  • Lassen Sie die beiden Kräfte von Zins und Zinseszins für arbeiten und setzen Sie auf hohe Zinssätze und langfristige Investitionen
  • Achten Sie dabei auf die potenzielle Falle von vermeintlich sicheren aber sehr niedrig verzinsten Anlagen (z.B. Sparbuch oder kaum verzinstes Festgeld mit 0,2%), denn dort wird die Kraft des Zinssatzes de facto ausgeschaltet
  • Höhere Zinssätze sind in aller Regel mit höheren Risiken verbunden. Allerdings kann diesen Risiken einerseits durch Diversifikation und andererseits durch einen langen Investitionszeitraum begegnet werden, wodurch sie sich nicht notwendigerweise materialisieren müssen. Ein weiteres Argument für eine lange Haltedauer!
  • Der Effekt der Zeit trägt entscheidend zur Vermögensmehrung bei – Investieren mit der Kraft von Zins und Zinseszins ist daher keine Möglichkeit um rasch reich zu werden, sondern um stetig und langfristig Vermögen aufzubauen – vor dieser falschen Hoffnung hatte ich allerdings schon in einem meiner ersten Artikel gewarnt 😉

Das derzeit vorherrschende Niedrigzinsumfeld wird zuweilen als wesentliches Hemmnis beim Aufbau von Vermögen genannt. Natürlich ist es richtig, dass die oben beschriebenen Effekte von Zins und Zinseszinsen nicht in dem Umfang greifen, als zu Zeiten da Banken hohe Zinsen von 5, 6 oder 7% auf Einlagen zahlten. Allerdings ist in dieser Betrachtung immer eine nominelle Sicht gewählt – d.h. dass in einer realen Betrachtung nach Abzug der Inflation gerade in vielen der historischen Hochzinsperioden bescheidene reale Erträge erzielt wurden. Das sollte Sie als Investor gerade auch in Zeiten zwar niedriger Zinsen aber auch niedriger Inflation ermuntern nicht auf die Kräfte von Zins und Zinseszins zu verzichten.

In diesem Sinne wünsche ich viel Erfolg bei der Nutzung der beschriebenen Kräfte von Zins und Zinseszins. Ich freue mich, wenn Sie meinem Blog folgen, Kommentare hinterlassen oder mir unter meinefinanziellefreiheit@gmail.com weitere Anregungen zukommen lassen.

PS: Gerne ergänze ich diesen Beitrag um den Hinweis auf einen Artikel in der FAZ aus dem Jahr 2015, der besser nicht dazupassen könnte – Früh spart, wer einmal reich werden möchte!

Sparst Du noch, oder investierst Du schon?

Sparst Du noch, oder investierst Du schon?

Als ich begann diesen Blog zu schreiben, habe ich mir vorgenommen a) die Kontrolle bei finanziellen Angelegenheiten, b) Ansätze zum Sparen, c) die Entwicklung passiver Einkommensströme und d) Finanzinvestitionen zum Vermögensaufbau zu beleuchten. Bisher habe ich einiges zur Kontrolle über die finanziellen Angelegenheiten und über Ansätze zum Sparen geschrieben. Doch jetzt ist es Zeit für die Frage: “Sparst Du noch, oder investierst Du schon?”

Begriffsbestimmung

Auf einigen Blogs zu personal finance Themen war mir aufgefallen, dass es zu einem Verwaschen der Begriffe sparen und veranlagen kommt. Das ist nicht weiter verwunderlich, da auch der allgemeine Sprachgebrauch nicht scharf unterscheidet. Gemein hin hört man Aussagen wie “Sparen zahlt sich im derzeitigen Niedrigzinsumfeld gar nicht mehr aus” oder man spricht von “Sparprodukten der Banken und Versicherungen”; besonders verwirrend ist auch der Begriff des “Sparplans”.

Richtigerweise würde man die oben genannten Statements wie folgt umformulieren: “Investieren (auf Festgeldkonten oder in Staatsanleihen) zahlt sich im derzeitigen Niedrigzinsumfeld gar nicht mehr aus” oder “Investment- oder Anlage-Produkte von Banken und Versicherungen”; der besagte “Sparplan” wäre wohl besser als “Investitionsplan” benamst.

Eine sinnvolle Veranschaulichung der genannten Begriffe ist, in einem Kreislauf mit drei unterschiedlichen Aktivitäten zu denken:

geld-verdienen-sparen-investierenDer Startpunkt des Kreislaufs ist das Geldverdienen. Dies wird in den allermeisten Fällen die hauptberufliche, selbständige oder unselbständige Tätigkeit sein. Es handelt sich also um eine aktive Einkommensquelle, bei welcher Zeit gegen Geld getauscht wird (mehr dazu in diesem Artikel). Der erste Schritt des Kreislaufs können allerdings auch passive Einkommensquellen sein.

Der nächste Schritt ist das Sparen oder in anderen Worten das Nicht-Ausgeben des verdienten Geldes. Die positive Differenz zwischen verdientem Geld und Ausgaben wird oft in Prozent des verdienten Geldes als Sparquote bezeichnet. Das Sparen an sich führt aber noch zu keinem weiteren Effekt, als dass es zum Ansparen eines Geldberges kommt.

Genau deshalb folgt der dritte Schritt, Investieren. Hier wird das gesparte Geld, ggf. nach dem Dotieren des Notfallfonds, gezielt investiert. Durch diese Investition in Finanzanlagen aller Art, werden passive Einkommensquellen geschaffen. Das bedeutet, dass die Finanzanlagen zu regelmäßigen Zahlungsströmen (Ausschüttungen, Dividenden, Zinsen) führen, die dann wieder auf den ersten Schritt des Kreislaufs einzahlen.

Durch das regelmäßige und systematische Wiederholen des Kreislaufs kann es zu einer schrittweisen Substitution der aktiven Einkommensquellen durch passive Einkommensquellen im Schritt 1 des Kreislaufs kommen. Sobald durch passive Einkommensquellen sämtliche Ausgaben abgedeckt werden können, kann von finanzieller Freiheit ausgegangen werden!

Warum ist es sinnvoll zwischen Sparen und Investieren klar zu unterscheiden?

Die Unterscheidung zwischen Sparen und Investieren ist insbesondere deshalb sinnvoll und wichtig, weil sehr unterschiedliche Stoßrichtungen bzw. Ziele verfolgt werden. Beim Sparen wird einfach von den (aktiven oder passiven) Einkünften weniger ausgegeben. Investieren andererseits hat hingegen zum Ziel Vermögen aufzubauen und passive Einkommensquellen zu schaffen.

Im Ergebnis bedeutet das auch, dass eine sparsame Person nicht notwendigerweise auch eine vermögende oder gar finanziell freie Person werden wird. Erst das konsequente Aufbauen der passiven Einkommensquellen aus Finanzanlagen, wird dazu führen, dass ein ansehnliches Vermögen angesammelt wird bzw. finanzielle Freiheit aus diesem Vermögen erreichbar wird.

Ab wann ist es sinnvoll mit dem Investieren zu beginnen?

Bei dieser Frage gehen die Meinungen weit auseinander. Um die Extrempositionen abzustecken könnte man am einen Ende des Spektrums vom Investieren ab den ersten gesparten €20,- sprechen. Am anderen Ende stehen die Anforderungen diverser Privatbanken mindestens ein verfügbares Vermögen von € 1 Mio. mitzubringen, um investieren zu dürfen.

Ich denke, die Wahrheit liegt – wie so oft – dazwischen, allerdings wohl deutlich am unteren Ende 😉 Meine Empfehlung wäre, jedenfalls durch Sparen zuerst den Notfallfonds zu füllen, bevor investiert wird. Dies hat insbesondere den Zweck, auch bei einem finanziellen Engpass nicht in den oben beschriebenen Kreislauf eingreifen zu müssen. Sobald nämlich der Notfallfonds dotiert ist, kann zusätzlich Erspartes dann auch vollständig investiert werden und es nicht erforderlich, dass zusätzlich gespartes Geld auf Giro- oder Tagesgeldkonten brach liegt.

Beim nachfolgenden Investieren, sind aber keine großen Mindestbeträge erforderlich. Viele Sparpläne (=Investitionspläne!) in Fonds erlauben schon die Teilnahme ab €20 pro Monat. Auch sind bei den meisten Online-Brokern Mindestgebühren vernachlässigbar, weshalb auch Direktinvestitionen in Wertpapiere ab einigen Hundert Euro sinnvoll darstellbar sind.

Daher gilt in der Tat: Sparst Du noch oder investierst Du schon? Freue mich auf Ihre Reaktionen und Gedanken in den Kommentaren!

Gewohnheiten nutzen, um finanziell frei zu werden

Gewohnheiten nutzen, um finanziell frei zu werden

Um den Weg zur finanziellen Freiheit erfolgreich zu beschreiten, ist ein gutes Stück Selbstdisziplin erforderlich. Angesichts der schier unendlichen Möglichkeiten, um von besagtem Weg abzukommen – z.B. Konsumausgaben, größeres Auto, größere Wohnung, Ausnahmen vom regelmäßigen Sparen, etc. – ist wohl jede Unterstützung hilfreich. Jeder von uns ist allerdings unterschiedlich diszipliniert, weshalb es keine Patentrezepte geben kann. Vielmehr finde ich Strategien sinnvoll, die uns nicht jeden Tag aufs Neue fordern, sondern unsere Gewohnheiten nutzen, um ans Ziel zu kommen.

Wie soll das funktionieren?

Die Überwindung der eigenen Schwächen in punkto Selbstdisziplin kann aus meiner Sicht durch das Schaffen und konsequente Befolgen von Gewohnheiten erfolgen. Diese Gewohnheiten führen zu einer Automatisierung von Verhaltensweisen, die helfen, den ein oder anderen schwachen Moment zu überwinden.

Viele Unternehmen nützen unsere Gewohnheiten bzw. die Automatisierung bei Abonnements. Der Konsument vergisst auf das bestehende Abonnement, auch wenn die Leistung nicht mehr wirklich benötigt wird oder zumindest nicht erneut gekauft werden würde, wenn eine aktive Kaufentscheidung anstehen würde. Nicht umsonst werden diese Geschäftsmodelle von Investoren als besonders robust angesehen, da sie den Kundenstock quasi automatisch beibehalten ohne neuerliche Verkaufserfolge erzielen zu müssen. Genau diesen Effekt können Sie auch hinsichtlich Ihrer finanziellen Freiheit nutzen!

Lendico Investor

“Rituale sind die Haltegriffe der Seele”

Dieses Zitat habe ich vor längerer Zeit im Rahmen eines Coachings gehört und fand es sehr treffend. Denn jeder von uns hat es in der Hand, Rituale zu schaffen, die beim Erreichen Ihrer finanziellen Ziele unterstützen können. Praktisch also, wenn man die Haltegriffe selbst anbringen kann 😉

In einigen meiner vorherigen Blogbeiträge habe ich bereits einige solche Rituale oder besser gesagt automatisierte Verhaltensmuster beschrieben, die beim Sparen bzw. Beschreiten des Wegs zur finanziellen Freiheit unterstützen:

  • Automatisiertes Sparenregelmäßiges Sparen von anfangs 20% des Nettoeinkommens am Beginn des Monats und graduelle Erhöhung bei Gehaltserhöhungen
  • Kleingeldsparen – regelmäßiges Sparen von Münzen oder ggf. sogar von Geldscheinen mit bedeutenden, unerwarteten Effekten

Darüber hinaus möchte ich auf zehn “reiche Gewohnheiten” eingehen, von denen ich jüngst in einem Buch gelesen habe.

Rich Habits

Das kurze Buch (nur 89 Seiten) Rich Habits – The Daily Success Habits of Wealthy Individuals von Thomas C. Corley  zeigt, eingebettet in eine einfache Rahmenhandlung, zehn Gewohnheiten auf, die typischerweise von reichen Menschen befolgt werden:

  1. Positive Gewohnheiten festlegen und jeden Tag befolgen – von einem gesunden Lebensstil, über fokussierte Arbeitsweisen bis hin zu weniger Fernsehkonsum
  2. Ziele für jeden Tag, jeden Monat, jedes Jahr und langfristig Ziele festlegen und sich jeden Tag darauf besinnen – diese Ziele sollen sowohl niedergeschrieben und oft betrachtet werden, als auch jeden Tag mittels einer To Do Liste abgearbeitet werden. Hierfür verwende ich die kostenlose Software todoist.com, die ich sehr empfehlen kann
  3. Jeden Tag in Selbstverbesserung investieren – Lernen und Bildung jeder Art, sei es durch die Lektüre von Fachzeitschriften oder sonstige Fortbildungsmaßnahmen
  4. Auf die Gesundheit achten – Zeit für Sport schaffen und auf gesunde Ernährung achten
  5. Lebenslange Beziehungen pflegen – zwischenmenschliche Beziehungen pflegen, Namen merken, Geburtstage und sonstige wichtige Ereignisse bedenken
  6. Einen gemäßigten Lebensstil führen – jeglichen Exzess vermeiden und ausgeglichen leben
  7. Aufgaben täglich erledigen, eine “Do It Now”-Mentalität verfolgen – den Satz “was du heute kannst besorgen, verschiebe ruhig auf morgen” aus dem Gedächtnis streichen, wichtige Dinge sofort in Angriff nehmen
  8. Reich denken – positive Denkmuster verfolgen, diese immer wieder bekräftigen
  9. 10% des Brutto-Einkommens sparen – ich verfolge wie schon zuvor beschrieben einen aggressiveren Ansatz, nämlich anfänglich zumindest 20% des Netto-Einkommens zu sparen — siehe Blogbeiträge Automatisiertes Sparen und Wie man mit dem Sparen beginnt)
  10. Gedanken und Emotionen unter Kontrolle halten – insbesondere negative Gedanken (Neid, Zynismus, etc.) aus bestehenden Denkmustern entfernen, positive Gedanken fördern

Ich verfolgte bereits vor der Lektüre des Buches eine Reihe dieser Gewohnheiten und habe das Buch zum Anlass genommen, weitere Gewohnheiten zu etablieren. Insgesamt fand ich das Buch einen sehr guten Denkanstoß und eine gute Unterstützung am Weg in Richtung finanzielle Freiheit.

Welche Gewohnheiten helfen Ihnen am Weg zur finanziellen Freiheit? Wie finden Sie das Buch Rich Habits? Freue mich von Ihnen zu hören, sei es durch einen Kommentar oder über eine Nachricht unter meinefinanziellefreiheit@gmail.com!