Als Pascal von Fyoumoney.de zur Blogparade zum Thema „Mein Weg in die finanzielle Freiheit“ aufgerufen hat, konnte ich es kaum glauben. Der Titel der Blogparade deckt ja bei Weglassung von drei kleinen Wörtern und bei Hinzufügen eines „e“ vollkommen den Titel meines Blogs ab, also „Meine Weg in die finanzielle Freiheit“. Da dachte ich mir, f*you – da musst Du wohl mitmachen 😉

Pascal hat seine Vorgaben für Artikel im Rahmen der Blogparade glücklicherweise nicht besonders ausführlich gestaltet – ich mag ja bekanntlich Selbstbestimmung und würde mich sonst arg eingeengt fühlen. Als Anregung hat er nur einige Leitfragen zur Verfügung gestellt. Was jeder Autor schreiben wolle, sei gänzlich ihm überlassen. Ich werde diese Leitfragen auch nicht 1:1 beantworten, aber doch meinen Beitrag entlang von vier Fragen strukturieren, nämlich: Warum? Wie? Seit wann? Bis wann? Viel Spaß beim Lesen!

Warum?

Tja, warum habe ich mich auf den Weg zur finanziellen Freiheit begeben? In einem der ersten Artikel auf meinem Blog habe ich mich dieser Frage schon einmal gestellt, und iW drei Gründe genannt:

  • Vorsorge für unvorhersehbare Schicksalsschläge
  • Aufbau eines Vermögens für Ruhestand und die nächste Generation
  • Stärkere Selbstbestimmung des eigenen Handelns

Für mich persönlich sind die letzten beiden Punkte besonders relevant. Ich möchte mich nämlich durch meinen eigenen Vermögensaufbau von den Systemen der staatlichen Vorsorge unabhängig machen und insb. nicht an die dort vorgegebenen Kriterien hinsichtlich Pensionsantrittsalters und Pensionshöhe gebunden sehen. Aus genau diesem Grund hatte ich in einem Blogbeitrag im Januar 2017 auch dazu aufgerufen, Vorsorge selbst in die Hand zu nehmen: Nimm Dein finanzielles Glück selbst in die Hand! Darüber hinaus möchte ich mein Handeln soweit es geht stets selbst bestimmen und nicht von Dritten (sei es dem Staat oder einem Arbeitgeber) determiniert wissen. Darüber habe ich auch in der ersten Blogparade, an der ich überhaupt je teilgenommen habe, bereits geschrieben – Blogparade: Finanzielle Freiheit oder Langeweile?

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Wie?

Nachdem das Warum geklärt ist, möchte ich mich dem Wie zuwenden – also der Frage, wie ich finanzielle Freiheit erreichen möchte. Hier gehe ich einfach und pragmatisch vor und nütze mehrere Komponenten, die auch in diversen Artikeln auf meinem Blog schon en Detail beschrieben sind:

  • „Keep it simple!“Ich versuche meine finanziellen Angelegenheiten möglichst einfach zu halten, wie ich das in meinem Artikel zur finanziellen Grundausstattung schon kundgetan habe. Einerseits möchte ich verhindern, dass zu viel Zeit für die Administration aufgeht und letztlich durch Planung und Management eine wenig wertschaffende Zusatztätigkeit entsteht. Andererseits bin ich davon überzeugt, dass Komplexität und Fragmentierung gerade in finanziellen Angelegenheiten gefährlich sind. Es kann nicht nur der Überblick verloren gehen, sondern durch das Aufteilen von Veranlagungen zu einem Verwaschen des eingeschlagenen Weges kommen, insb. wenn bei diversen Banken/Asset Managern unterschiedliche Strategien verfolgt werden.
  • Automatisierung – Ich habe das Sparen weitgehend automatisiert. Am Beginn des Monats wird lege ich einen guten Teil meines aktiven Einkommens zur Seite. Dabei folge ich der 20%- und 50%-Regel – d.h. anfangs hatte ich 20% meines Einkommens gespart, zusätzlich dann bei jeder Gehaltssteigerung 50% der Steigerung hinzugefügt. Die Funktionsweise dieser Regeln habe ich im Artikel Automatisiertes Sparen Da ich schon als Student mit diesen Regel begonnen habe, ist meine Sparquote heute in der Nähe von 50%, zuweilen (z.B. bei am Monatsende verbleibenden Überschüssen, Sonderzahlungen/Bonus) sogar darüber.
  • Aufbau von passiven Einkommensquellen – Neben meinem aktiven Einkommen aus einer unselbständigen Tätigkeit, versuche ich schrittweise passive Einkommensquellen aufzubauen. Zur Funktionsweise von passiven Einkommensquellen verweise ich am besten zur von Der Finanzfisch und Meine Finanzielle Freiheit verfassten Serie, die ein umfassendes Bild gibt. Darüber hinaus, gibt es auf meinem Blog noch eine weiterführende Unterseite.
  • Fokus auf zinsbasierten passive Einkommensquellen – Da meine aktive berufliche Tätigkeit recht arbeitsintensiv ist, fokussiere ich auf zinsbasierte Einkommensquellen. Diese können durch Kapitaleinsatz und ohne größeren Zeitaufwand ans Laufen gebracht werden. Weitere Details dazu in folgendem Artikel Wie gehe ich dabei vor? Auch bei meiner Asset Allocation halte ich es pragmatisch möglichst übersichtlich. Dazu verweise ich auch auf meinen Artikel zur Asset Allocation Im Großen und Ganzen unterscheide ich zwei Haupt-Asset-Klassen, nämlich Aktien/Eigenkapitalinvestments einerseits und zinsbasierte Investments/Immobilien-Direktinvestitionen.
    • Bei Aktien tätige ich Neuinvestments ausschließlich in breit diversifizierte ETFs. Daneben habe ich noch ein vor längerer Zeit aufgebautes Einzelaktien-Depot, das ich als Buy-and-Hold-Investor seit Jahren nicht angefasst habe.
    • In der zweiten Haupt-Asset-Klasse investiere ich in Anleihen-ETFs, p2p Kredite (allerdings zurzeit noch testweise und weniger als 1% meines Vermögens). Darüber hinaus habe ich noch Direktinvestments in Immobilien getätigt.
  • Beschränkter Rückgriff auf systembasierte passive Einkommensquellen – Der Aufbau systembasierter passiver Einkommensquellen ist insb. in der Aufbauphase ja eher aufwändig, siehe mehr dazu in folgendem Artikel. Wie gesagt, erlaubt meine aktive Tätigkeit solch ein umfassendes Zeitinvestment derzeit nicht. Natürlich könnte das Schreiben meines Blogs auch als passive Einkommensquelle betrachten. Allerdings ist das Erzielen von Einkommen nicht meine primäre Zielsetzung, sondern schreibe ich aus der puren Freude am Schreiben bzw. dem Wunsch meine Leser auf dem Weg zur finanziellen Freiheit unterstützen zu können. Wenn die auf meinem Blog geschaltete Werbung Einnahmen hervorbringt, nutze ich diese zur Abdeckung der laufenden Kosten.

Seit wann?

Mich ernsthaft auf den Weg zur finanziellen Freiheit zu machen, habe ich während meiner Studienzeit, also vor ca. 15 Jahren, begonnen. Ich hatte damals durch Zufall das Standardwerk „Der Weg zur finanziellen Freiheit: Ihre erste Million in 7 Jahren“ von Bodo Schäfer in die Hände bekommen und war fasziniert. Zwar erwiesen sich die im Titel des Buches genannten 7 Jahre als gar arg optimistisch, so nutze ich so doch viele Gedanken aus diesem Buch bis heute. Seither habe ich mich quasi im Selbststudium durch Lektüre vieler einschlägiger Bücher weitergebildet und meinen ganz persönlichen Ansatz entwickelt. Diesen beschreibe ich seit Juni 2016 auf meinem Blog, in der Hoffnung meinen Lesern am Weg zur finanziellen Freiheit unterstützen zu können.

Bis wann?

Ich habe an Hand der schon an anderer Stelle beschriebenen Methodik berechnet, ab wann ich finanziell frei sein sollte. Das heißt in der von mir verwendeten Definition, dass ich meinen Lebensunterhalt ausschließlich aus passiven Einkommensquellen bzw. allenfalls durch Aufbrauchen von Vermögen bestreiten kann. Diesen Zeitpunkt werde ich wohl in den nächsten ca. fünf Jahren erreichen können. Würde ich einen radikal frugalen Lebensstil einschlagen, könnte ich diesen Zeitpunkt vielleicht sogar schon erreicht haben bzw. es keine fünf Jahre mehr dauern. Gleichzeitig gehe ich nicht davon aus, dass ich mein Leben mit Erreichen der finanziellen Freiheit grundlegend ändern werde, da mir auch meine aktive Tätigkeit sehr viel Freude bereitet. Es wird das allerdings wirklich zu beweisen sein, denn ab dann wäre ich ja nicht mehr vom monatlichen Gehalt abhängig und könnte theoretisch kündigen 😉

Vielen Dank an Pascal für das Initiieren der Blogparade und den Impuls zum Schreiben dieses Artikels! Ich hoffe er findet viele Leser, die sich auch rege an einer Diskussion in den Kommentaren beteiligen – es gilt wie gewohnt: Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung!

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3 Gedanken zu “Blogparade: „Mein Weg in die finanzielle Freiheit“

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